Schwere und chronische Erkrankungen

Krebs

Eine der wichtigsten Prioritäten der Europäischen Kommission im Gesundheitsbereich ist Krebs. In den politischen Leitlinien von Präsidentin von der Leyen heißt es: „Ich werde einen europäischen Plan zur Krebsbekämpfung auflegen, der die Mitgliedstaaten bei der Verbesserung der Krebsbekämpfung und -behandlung unterstützt.“ In ihrer Rede vor dem Parlament versicherte sie: Die Kommission wird „ (...) im Kampf gegen den Krebs die Führung übernehmen (...) und dazu beitragen, (...) dass diese Krankheit nicht mehr so viel Leid verursacht.“

EU-Strategie zur Krebsbekämpfung

Das Mandatsschreiben an Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides gibt die vier Schwerpunkte des europäischen Plans zur Krebsbekämpfung vor:

  • Vorbeugung
  • Früherkennung
  • Behandlung
  • Nachsorge

Der europäische Plan zur Krebsbekämpfung steht in Zusammenhang mit den anderen Prioritäten der neuen Kommission und wird von den Mitgliedern des Europäischen Parlaments, den Mitgliedstaaten und Interessenträgern unterstützt, die bei der Krebsvorsorge und -behandlung in Europa mit der Kommission zusammenarbeiten.

Die Kommission leitete am 4. Februar 2020 bei einer Auftaktveranstaltung im Europäischen Parlament in Brüssel die öffentliche Konsultation zum Plan mit dem Titel „Europäischer Plan zur Krebsbekämpfung: wir können mehr erreichen“ ein.

Die Krebsbekämpfung ist ein europäischer Forschungs- und Innovationsauftrag und Teil des Rahmenprogramms Horizont Europa, das 2021 anläuft.

Krebs ist eine „weit verbreitete schwere Krankheit“ gemäß Artikel 168 AEUV, weshalb Unterstützung, Koordinierung und Ergänzung der Maßnahmen der Mitgliedstaaten zum Schutz und zur Verbesserung der menschlichen Gesundheit auch zu den Aufgaben der EU gehören.

Die Europäische Kommission engagiert sich bereits seit Jahrzehnten gemeinsam mit den EU-Mitgliedstaaten und der Zivilgesellschaft in der Krebsbekämpfung. Dabei wird sie von der Weltgesundheitsorganisation, der Gemeinsamen Forschungsstelle und dem Internationalen Krebsforschungszentrum unterstützt.

Krebs: gemeinsame Lösungen

Nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist Krebs die zweithäufigste Todesursache in den EU-Ländern. Im Jahr 2013 waren 26 % der gesamten Todesfälle auf Krebs zurückzuführen. In allen EU-Mitgliedstaaten starben im Jahr 2013 zusammengenommen mehr als 1,3 Millionen Menschen an Krebs.

Dabei wären 40 % aller Krebserkrankungen vermeidbar, wenn wir das umsetzen würden, was wir bereits wissen. Krebs ist außerdem eine von mehreren nicht übertragbaren Krankheiten mit ähnlichen Risikofaktoren, deren Vorbeugung und Bekämpfung der Mehrheit der Bevölkerung zugutekommen würde.

Laut den Berichten über den Gesundheitszustand in der EU ist Krebs eine der Hauptursachen für vorzeitige Todesfälle in der EU. Krebs hat nicht nur Auswirkungen auf die Gesundheit Einzelner, sondern auch auf die nationalen Gesundheits- und Sozialsysteme, die Haushalte der Mitgliedstaaten und auf die Produktivität und das Wachstum ihrer Wirtschaft, die auf einer gesunden Erwerbsbevölkerung aufbauen.

Es besteht nachweislich dringender Bedarf an wirksameren, zugänglicheren und langfristig tragfähigen Gesundheitssystemen. Vor allem gilt es, die Mitgliedstaaten zu unterstützen, etwa im Hinblick auf eine faktengestützte Politikgestaltung, damit alle EU-Bürgerinnen und -Bürger Zugang zu einer wirksamen Krebsvorsorge und -behandlung erhalten.

Inzwischen konnte ein gemeinsamer Ansatz zur Krebsbekämpfung in der EU erarbeitet werden. Wie es zu den EU-Maßnahmen kam, und welche Initiativen der EU im Bereich der Krebsvorsorge und -bekämpfung laufen oder bereits abgeschlossen wurden, erfahren Sie unten.

Politischer Rahmen

Initiativen zur Krebsvorsorge und -bekämpfung

Die Gemeinsame Forschungsstelle der Kommission hat im Bereich Krebsvorsorge und -bekämpfung unter anderem folgende Maßnahmen koordiniert:

Über das Programm „Gesundheit“ leistet die EU einen finanziellen Beitrag zu den Europäischen Referenznetzwerken für Krebs sowie zu gemeinsamen Maßnahmen:

Weiterführende Informationen