EU in der Welt

Internationale Organisationen

Die EU arbeitet bei der Entwicklung, Umsetzung und Verbreitung ihrer Agenda zur öffentlichen Gesundheit mit internationalen Organisationen zusammen. Spezifische Vereinbarungen über die Zusammenarbeit bestehen mit folgenden Organisationen:

  • Weltgesundheitsorganisation (WHO)
  • Europarat
  • Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)

Weltgesundheitsorganisation (WHO) – Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich

Die Zusammenarbeit zwischen der EU-Kommission und der WHO beruht auf einem Schriftwechsel aus dem Jahr 2001, in dem die allgemeinen Grundsätze, Ziele und Verfahren festgelegt sind, darunter regelmäßige Tagungen hoher Beamter.

2020 haben die Kommission und das WHO-Regionalbüro für Europa ihr gemeinsames Bestreben nach einem Höchstmaß an Gesundheit und Gesundheitsschutz bekräftigt. Dies soll im Einklang mit den Zielen für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs), insbesondere dem Ziel Nr. 3 zu Gesundheit und Wohlbefinden, geschehen. Die Zusammenarbeit in den Bereichen Gesundheitsschutz, Gesundheitssysteme, nicht übertragbare Krankheiten mit dem Schwerpunkt auf Krebserkrankungen, nachhaltige Lebensmittel- und Gesundheitssysteme sowie im Gesundheitsbereich mit Nicht-EU-Ländern soll ausgebaut und vertieft werden.

Die Zusammenarbeit erfolgt auf drei geografischen Ebenen:

  • Mit dem WHO-Sitz in Genf bei Themen von globaler Bedeutung,
  • mit dem Regionalbüro der WHO für Europa in Kopenhagen bei europäischen Themen
  • und auf Länderebene in der ganzen Welt.

Auf dem Gebiet der übertragbaren Krankheiten arbeitet das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) bei zahlreichen Fragen ebenfalls mit der WHO zusammen. Sitzungen finden auf drei Ebenen statt: auf politischer Ebene, zwischen Führungskräften und auf technischer Ebene.

Die Kommission nimmt als Beobachterin an den jährlichen Sitzungen des WHO-Exekutivrates und der Weltgesundheitsversammlung in Genf und auch an den jährlichen Sitzungen des WHO-Regionalkomitees für Europa teil. Gemeinsam mit dem Europäischen Auswärtigen Dienst (EAS) arbeitet sie mit den EU-Ländern bei der Ausarbeitung gemeinsamer Erklärungen zusammen und beim Aushandeln von Texten mit anderen Ländern. Überdies beteiligt sie sich an den von der WHO organisierten regelmäßigen Konsultationen, um Kohärenz zwischen den von beiden Parteien entworfenen Strategien und Maßnahmen zu gewährleisten.

Seit 2005 arbeitet die Kommission gemeinsam mit der WHO an einer Reihe strategischer Projekte, die über das EU-Gesundheitsprogramm gefördert werden.

Das Rahmenübereinkommen zur Eindämmung des Tabakkonsums (FCTC) und die Internationalen Gesundheitsvorschriften (IHR) sind wichtige internationale Rechtsvorschriften, die unter Federführung der WHO entwickelt wurden. Die Europäische Kommission war eng in die Verhandlungen zum FCTC und zu den IHR eingebunden und unterstützt deren Umsetzung.

Partner der Globalen Initiative für Gesundheitssicherheit, die Kommission und die WHO arbeiten gemeinsam an einem Fahrplan für:

  • Notfallvorsorge
  • Übertragbare Krankheiten wie HIV/AIDS und Tuberkulose
  • Antimikrobielle Resistenz
  • Immunisierung