Gesundheitsindikatoren

Überblick

Ein Indikator ist ein quantitatives oder qualitatives Maß dafür, wie nahe die Erreichung eines festgelegten Ziels (der Erfolg einer politischen Maßnahme) ist. Mit Hilfe von Indikatoren können Leistungen über Bevölkerungsgruppen oder geografische Gebiete hinweg analysiert und verglichen werden, was bei der Bestimmung strategischer Prioritäten sehr nützlich sein kann.

Die Europäische Kommission veröffentlicht verschiedene Reihen von Gesundheitsindikatoren auf der Grundlage zuverlässiger und vergleichbarer Daten, die für die Entwicklung von Strategien und politischen Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit der Europäer/-innen und für die Überwachung ihrer Umsetzung unerlässlich sind.

EU-Gesundheitsindikatoren

Die Kommission möchte vergleichbare und zuverlässige Daten über Gesundheit und gesundheitsrelevante Verhaltensweisen, Krankheiten und Gesundheitssysteme bereitstellen, um damit die Politikgestaltung unter Einsatz von Instrumenten wie dem Wissenszyklus Gesundheitszustand in der EU mit gesicherten Informationen zu unterstützen. Grundlage dafür müssen gemeinsame EU-Gesundheitsindikatoren sein, deren Definition, Erfassung und Verwendung abgestimmt wurden. Diese sind hier verfügbar:

EU-Gesundheitsdaten

Die EU-Gesundheitsdaten kombinieren administrative Gesundheitsdaten und Daten aus Gesundheits- oder Sozialerhebungen.

Da die Daten vergleichbar sein müssen, ist die Verwendung einheitlicher, international anerkannter Klassifizierungssysteme mit gemeinsamen Begriffen und Definitionen von wesentlicher Bedeutung.

Sachverständigengruppe zur Gesundheitsinformation

Die Expertengruppe „Gesundheitsinformation“ (EGHI) ist eine beratende Gruppe für faktengestützte Politik, die sich aus Vertretern der EU-Länder, der Länder des Europäischen Wirtschaftsraums, möglicher künftiger EU-Mitgliedstaaten sowie internationaler Organisationen zusammensetzt.

Gemeinsame Maßnahme zur Gesundheitsinformation

Die Gemeinsame Maßnahme zur Gesundheitsinformation (InfAct) wurde am 28. März 2018 eingeleitet. Die Maßnahme soll die Verfügbarkeit vergleichbarer, robuster und politikrelevanter Gesundheitsdaten und Informationen zur Leistungsfähigkeit der Gesundheitssysteme verbessern und so die Entwicklung einer nachhaltigen Gesundheitsinformationsinfrastruktur in der EU fördern.