Gesundheit und Strukturfonds

EU4Health 2020–2027 – eine Vision für eine gesündere Europäische Union

EU4Health ist die Antwort der EU auf das Virus COVID-19, das erhebliche Auswirkungen auf das medizinische und Pflegepersonal, auf die Patienten und die Gesundheitssysteme in Europa hatte. Mit einer Dotierung von 5,1 Mrd. Euro ist EU4Health größer als alle anderen EU-Gesundheitsprogramme zuvor; es wird Gelder für die EU-Länder, Gesundheitsorganisationen und Nichtregierungsorganisationen bereitstellen. Ab dem Jahr 2021 können Anträge auf Finanzhilfen gestellt werden. Diese Seite wird aktualisiert, sobald weitere Informationen verfügbar sind.

Maßnahmenbereiche

EU4Health wird

  • die Reaktionsbereitschaft gegenüber großen, grenzüberschreitenden Gesundheitsgefahren verbessern, indem
    • Reserven medizinischen Materials für Krisensituationen angelegt werden,
    • eine Personalreserve in den Gesundheitsberufen und in Fachkreisen gebildet wird, die bei EU-weiten Gesundheitskrisen mobilisiert werden kann, und
    • Gesundheitsgefahren genauer überwacht werden.
  • die Gesundheitssysteme stärken, sodass sie sowohl Epidemien als auch langfristige Herausforderungen bewältigen können, indem
  • Arzneimittel und Medizinprodukte verfügbar und bezahlbar machen. Außerdem fördert das Programm die umsichtige und effiziente Verwendung antimikrobieller Mittel, Innovation in Medizin und Pharmazie sowie umweltfreundlichere Herstellungsverfahren.

Prioritäten der Kommission im Gesundheitsbereich

Das Programm EU4Health wird sich auch positiv auf unseren Kampf gegen den Krebs, die Verringerung von antimikrobiell resistenten Infektionen und die Erhöhung der Impfquoten auswirken.

Die EU wird erfolgreiche Initiativen wie die Europäischen Referenznetze für seltene Krankheiten ausweiten und die internationale Zusammenarbeit bei globalen Gefahren und Herausforderungen im Gesundheitsbereich weiterführen.

Mehr Finanzmittel für die Gesundheitspolitik

Investitionen aus anderen EU-Programmen für den Gesundheitssektor werden das Programm EU4Health ergänzen:

  • Aus dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF +) wird der Zugang schutzbedürftiger Bevölkerungsgruppen zur Gesundheitsversorgung unterstützt.
  • Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung trägt zur Verbesserung der regionalen Gesundheitsinfrastruktur bei.
  • Horizont Europa fördert die Gesundheitsforschung.
  • Im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Union (rescEU) werden Lagerbestände für medizinisches Notfallmaterial angelegt.
  • Das Programm „Digitales Europa“ und die Fazilität „Connecting Europe“ tragen zur Schaffung einer digitalen Infrastruktur bei, die für die digitalen Gesundheitsinstrumente benötigt wird.

Frühere EU-Gesundheitsprogramme

In den beiden früheren EU-Gesundheitsprogrammen, die von 2008 bis 2013 und von 2003 bis 2007 liefen, wurden Wissen und Erkenntnisse generiert, die als Grundlage für eine informierte Politikgestaltung und weitere Forschungsarbeiten dienten. Dazu gehörten bewährte Verfahren, Tools und Methodiken, die direkt den Fachkreisen im öffentlichen Gesundheitswesen sowie den Bürgerinnen und Bürgern zugutekamen, z. B. Verbesserung von Diagnosetests, Unterstützung der EU-Länder bei der Entwicklung nationaler Pläne zur Krebsbekämpfung, Verbesserung der Patientenbetreuung.

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