Alkohol

Überblick

Alkoholbedingte Schäden gehören in der EU zu den größten Gefahren für die öffentliche Gesundheit. Mehr als 7 % aller Erkrankungen und frühzeitigen Todesfälle sind auf Alkoholmissbrauch zurückzuführen. Schon mäßiger Alkoholkonsum erhöht das Langzeitrisiko von Herz-, Leber- und Krebserkrankungen. Der häufige Konsum großer Mengen Alkohol kann zu Abhängigkeit führen.

Die Zuständigkeit für die einzelstaatliche Alkoholpolitik liegt hauptsächlich bei den Mitgliedstaaten. Die Umsetzung der im Jahr 2006 verabschiedeten EU-Strategie zur Unterstützung der Mitgliedstaaten bei der Verringerung alkoholbedingter Schäden wurde 2009 und 2013 bewertet.

Trends und Entwicklungen im Bereich Alkoholkonsum und alkoholbedingte Schäden in der EU werden vom Informationssystem zu Alkohol und Gesundheit der Europäischen Union (EUSAH) beobachtet. Das System beruht auf der Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Kommission und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Rahmen des Gesundheitsprogramms der EU. Die regelmäßig im Rahmen dieser Zusammenarbeit veröffentlichten Länderprofile geben einen Überblick über die Sachlage in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten.

Koordinierung auf EU-Ebene

Der Ausschuss „Nationale Alkoholpolitik und -maßnahmen“ (CNAPA) spielt eine wichtige Rolle bei der Förderung von Zusammenarbeit und Koordination zwischen den EU-Ländern und trägt zur Weiterentwicklung politischer Maßnahmen bei.

Ausschuss „Nationale Alkoholpolitik und -maßnahmen“ (CNAPA)

Der Ausschuss setzt sich aus nationalen Delegierten zusammen, die von den jeweiligen EU-Mitgliedstaaten ernannt werden und zwei Mal pro Jahr in Luxemburg zusammenkommen. Seine wichtigsten Ziele sind der Austausch bewährter Verfahren und die Abstimmung der alkoholpolitischen Maßnahmen innerhalb der EU.

EU-Forum „Alkohol und Gesundheit“

Das Europäische Forum „Alkohol und Gesundheit“ (EAHF) ist eine Plattform, auf der Einrichtungen, die auf europäischer Ebene tätig sind, Ansätze vergleichen und Maßnahmen zur Verringerung des Konsums schädlicher Mengen an Alkohol ergreifen können.

Förderung und Unterstützung

Mit dem Gesundheitsprogramm der Kommission werden Projekte und andere Initiativen finanziert, die sich mit alkoholbedingten Schäden befassen. Im Rahmen der Gemeinsamen Maßnahme 2014-2016 wurden die EU-Mitgliedstaaten bei der Bekämpfung alkoholbedingter Schäden unterstützt.