Notification Detail

Federal Act amending the 2011 Plant Protection Products Act

Notification Number: 2019/419/A (Austria)
Date received: 28/08/2019
End of Standstill: 29/11/2019

Issue of comments by: Commission,Italy
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Message 002

Communication from the Commission - TRIS/(2019) 02345
Directive (EU) 2015/1535
Translation of the message 001
Notification: 2019/0419/A

No abre el plazo - Nezahajuje odklady - Fristerne indledes ikke - Kein Fristbeginn - Viivituste perioodi ei avata - Καμμία έναρξη προθεσμίας - Does not open the delays - N'ouvre pas de délais - Non fa decorrere la mora - Neietekmē atlikšanu - Atidėjimai nepradedami - Nem nyitja meg a késéseket - Ma’ jiftaħx il-perijodi ta’ dawmien - Geen termijnbegin - Nie otwiera opóźnień - Não inicia o prazo - Neotvorí oneskorenia - Ne uvaja zamud - Määräaika ei ala tästä - Inleder ingen frist - Не се предвижда период на прекъсване - Nu deschide perioadele de stagnare - Nu deschide perioadele de stagnare.

(MSG: 201902345.EN)

1. Structured Information Line
MSG 002 IND 2019 0419 A EN 28-08-2019 A NOTIF


2. Member State
A


3. Department Responsible
Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort
Abteilung III/8
A-1010 Wien, Stubenring 1
Telefon +43-1/71100-805433
Telefax +43-1/71100-8045433
E-Mail: not9834@bmdw.gv.at


3. Originating Department
Österreichisches Parlament
A-1017 Wien, Dr. Karl Renner-Ring 3
Telefon +43-1/40110-0


4. Notification Number
2019/0419/A - C40A


5. Title
Federal Act amending the 2011 Plant Protection Products Act


6. Products Concerned
Prohibition of the placing on the market of plant protection products containing the active substance glyphosate


7. Notification Under Another Act
-


8. Main Content
§ 18(10) of the 2011 Plant Protection Products Act should read as follows:
‘The placing on the market of plant protection products containing the active substance glyphosate is prohibited in accordance with the precautionary principle.’

For the entry into force of the above provision, the following conditions have been agreed:
The following paragraph 5 is added to § 17:
‘5. § 18(10), as amended by the Act published in Federal Law Gazette I No XX/2019, shall only enter into force on the condition that:
1. this provision has been notified in accordance with the provisions of Directive (EU) 2015/1535 laying down a procedure for the provision of information in the field of technical regulations and of rules on Information Society services, OJ L 241, 17.9.2015, p. 1;
2. the three-month standstill period to be observed in accordance with Article 6(1) of this Directive has expired; and
3. a detailed opinion has not been delivered in accordance with Article 6(2) of this Directive and no announcement by the European Commission has been made within the three-month standstill period in accordance with Article 6(3) or (4) of this Directive.
The Federal Chancellor shall announce the entry of the aforementioned condition in the Federal Law Gazette. On fulfilment of the condition, § 18(10), as amended by the Act published in Federal Law Gazette I No XX/2019, shall enter into force on 1 January 2020.’


9. Brief Statement of Grounds
For this purpose, reference may be made to the explanatory notes for the amendment in the reference document ‘Documents concerning the notification of the amendment to the Federal Act amending the 2011 Plant Protection Act’, on pages 3 to 10.


10. Reference Documents - Basic Texts
Reference(s) to basic text(s): 2011 Plant Protection Products Act, as at 19 August 2019

Documents concerning the notification of the amendment to the Federal Act amending the 2011 Plant Protection Act


11. Invocation of the Emergency Procedure
No


12. Grounds for the Emergency
-


13. Confidentiality
No


14. Fiscal measures
No


15. Impact assessment
For this purpose, reference may be made to the explanatory notes for the amendment in the reference document ‘Documents concerning the notification of the amendment to the Federal Act amending the 2011 Plant Protection Act’, on pages 3 to 10.


16. TBT and SPS aspects
TBT aspect

No - the draft has no significant impact on international trade.

SPS aspect

No - the draft has no significant impact on international trade.

No - the draft is neither a sanitary nor phytosanitary measure

**********
European Commission

Contact point Directive (EU) 2015/1535
Fax: +32 229 98043
email: grow-dir2015-1535-central@ec.europa.eu

Stakeholders Contributions

The TRIS website makes it easy for you or your organization to share your views on any given notification.
Due to the end of standstill we are currently not accepting any further contributions for this notification via the website.


de
  Umweltforschungsinstitut GLOBAL 2000 on 29-11-2019
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Stellungnahme des österreichischen Umweltforschungsinstituts GLOBAL 2000 zum österreichischen Glyphosatverbot:

Nachdem Ende 2017 gegen die Stimme Österreichs die Wiedergenehmigung des Pestizidwirkstoffs Glyphosat im Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel beschlossen worden war, entschied sich das österreichische Parlament am 2. Juli 2019 mit großer Mehrheit für ein österreichweites Verbot des von der WHO-Krebsforschungsagentur IARC als „wahrscheinlich für den Menschen krebserregend“ eingestuften Herbizids.

Einen Tag nach diesem Beschluss meldete der Glyphosat-Hersteller Bayer CropScience Zweifel an der Legitimität1 dieser Entscheidung und kündigte die Prüfung rechtlicher Schritte gegen das österreichische Glyphosatverbot an. Vertreter der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) – die als einzige Parlamentsfraktion gegen das Glyphosatverbot gestimmt hatte – äußerten ebenfalls Zweifel an der Legitimität des österreichischen Glyphosatausstiegs. Dabei beriefen sie sich auf eine vom ÖVP-geführten Landwirtschaftsministerium beauftragte Nationale Machbarkeitsstudie zum Glyphosatausstieg2.

Zudem appellierten sie Zeitungsberichten zufolge3 in einer dringlichen Anfrage an die EU-Kommission, dass diese rasch zu einer möglichen Rechtswidrigkeit des österreichischen Glyphosatverbots Stellung nehmen möge.

Das österreichische Umweltforschungsinstitut GLOBAL 2000 ist der Auffassung, dass das vom österreichischen Parlament beschlossene Glyphosatverbot legitim ist und appelliert an alle Parteien, diese demokratische Entscheidung eines Mitgliedstaates der Europäischen Union aus folgenden Gründen zu respektieren:

1. Das Glyphosatverbot genießt große Zustimmung in der Bevölkerung

Artikel 1 des Vertrags über die Europäische Union besagt, dass Entscheidungen in der EU möglichst offen und bürgernah getroffen werden. Auf die österreichische Entscheidung für ein Glyphosatverbot trifft das zu: Die klare Parlamentsmehrheit, die bereits 2017 für ein EU-weites Verbot4 eingetreten war, und 2019 ein nationales Verbot beschlossen hat, kann sich auf einen überwältigenden Rückhalt in der österreichischen Bevölkerung stützen. Eine 2017 vom Umweltlandesrat des drittgrößten Bundeslands (Oberösterreich), Rudi Anschober, beauftragte repräsentative Umfrage ergab, dass 84 % der Befragten ein Verbot von Glyphosat befürwortet hatten. Über 700 österreichische Gemeinden verzichten freiwillig auf die Anwnendung von Glyphosat5 und im Bundesland Kärnten wurde ein Anwendungsverbot für Privatpersonen beschlossen.

2. Die EU-Kommission hat die Möglichkeit von Verboten stets betont

Sollte die EU-Kommission Österreich daran hindern, seine Bevölkerung vor den potentiellen negativen Auswirkungen eines laut WHO „wahrscheinlich krebserregenden Pestizids“6 zu schützen, würde dies das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Europäische Union über die Grenzen Österreichs hinaus erschüttern. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die EU-Kommission die Möglichkeit eines nationalen Glyphosatverbotes mehrfach zugesichert hat. So hat EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis gegenüber dem EU-Parlament klarestellt7, dass die EU-Wirkstoffzulassung von Glyphosat lediglich bedeute, dass „die Mitgliedstaaten Pflanzenschutzmittel in ihrem Hoheitsgebiet zulassen können, aber nicht dazu verpflichtet sind.“ Und auf der Website der ständigen Vertretung der EU-Kommission in Deutschland wird die Frage, ob Mitgliedstaaten die Anwendung von Glyphosat auf ihrem Gebiet verbieten können, wie folgt beantwortet8: „Ja. Nationale Verbote von Glyphosat-basierten Pflanzenschutzmitteln oder die Einschränkung ihrer Nutzung wären trotz einer Zulassung des Wirkstoffs auf EU-Ebene möglich.“

3. Hinweise auf Täuschung der Behörden durch Monsanto erhärteten sich

Seit die EFSA im November 2015 ihre Schlussfolgerungen zu Glyphosat9 veröffentlichte und damit grünes Licht für eine Wiedergenehmigung des Pestizidwirkstoffs gab, sind im Zuge von US-Ermittlungen gegen Monsanto Gerichtsdokumente10 an die Öffentlichkeit gelangt, die den Verdacht erhärten, dass die EFSA ihre Schlussfolgerungen auf unkorrekte, unvollständige und irreführende Angaben aus dem Zulassungsantrag von Monsanto gestützt hat.

Drei US-Gerichtsverfahren stellten bislang unabhängig voneinander fest, dass der Glyphosat-Hersteller Monsanto - und damit jenes Unternehmen, das in der Europäischen Union im Auftrag eines Konsortiums aus 24 weiteren Unternehmen den Antrag auf Wiedergenehmigung von Glyphosat vorgelegt hatte - wissenschaftliche Daten manipuliert und unvorteilhafte Ergebnisse zurückgehalten hat. Auch habe das Unternehmen durch firmeneigene „Ghostwriter“ vorteilhafte Studien fabrizieren lassen, mit deren Hilfe es die Behörden und die Öffentlichkeit über die tatsächlichen Risiken des Pestizids täuschte.

Umfassende Recherchen von GLOBAL 2000 haben gezeigt, dass die oben beschriebene Vorgehensweise auch in dem von Monsanto im Mai 2012 der EU vorgelegten Antrag auf Wiedergenehmigung von Glyphosat Niederschlag fand; etwa bei der Darstellung der Krebsstudien mit Mäusen bzw. Ratten. Diese Krebsstudien weisen – wie wir heute wissenin Wahrheit durchwegs statistisch signifikante Tumorbefunde auf, wie eine Überprüfung anhand des in den einschlägigen OECD-Testleitlinie empfohlenen Trendtests für die statistische Auswertung zeigt. Doch in dem von Monsanto vorgelegten Antrag ist die statistische Signifikanz dieser Krebsstudien aufgrund unkorrekter Auswertung nicht dargestellt. In der Folge wurden die betreffenden Krebsstudien fälschlich als „Beweis“ für das Fehlen eines krebserregenden Potentials von Glyphosat angeführt.

Des weiteren wurden Forschungsergebnisse aus der publizierten wissenschaftlichen Literatur, die auf krebserregende oder genotoxische Eigenschaften von Glyphosat hinweisen, im Zulassungsantrag durchwegs als „nicht relevant“ und/oder „nicht zuverlässig“ („not reliable“) dargestellt. Dies geschah in vielen Fällen unter Berufung auf vorgeblich unabhängige Review-Artikel, die laut US-Gerichtsdokumenten jedoch von Monsanto-„Ghostwritern“ verfasst worden waren.

Mit dieser Vorgehensweise dürfte Monsanto die europäischen Behörden über die tatsächlichen Risiken von Glyphosat getäuscht und so das EU-Zulassungsverfahren zugunsten eine Wiedergenehmigung von Glyphosat beeinflusst haben.

4. Die Beweislast für die Karzinogenität von Glyphosat wächst stetig

Seit 2017 ist ein Vielzahl an neuen Hinweisen auf negative gesundheitliche und ökologische Auswirkungen von Glyphosat bekannt geworden, die zum Zeitpunkt der Zulassungsentscheidung noch nicht verfügbar waren. Insbesondere trifft das auf die im Zulassungsverfahren kontrovers diskutierte und für die Wiedergenehmigung entscheidende Frage der Karzinogenität von Glyphosat zu. Denn die in den vergangenen zwei Jahren erschienenen Publikationen, scheinen das Vorhandensein eines krebser-regenden bzw. DNA-schädigenden Potentials von Glyphosat zu bestätigen und die Krebs-einstufung durch die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) zu stützen11 12 13 14 15 16


Dr. Helmut Burtscher-Schaden;               Wien, am 27.11.2019


Dr. Helmut Burtscher Schaden ist Umweltchemiker bei GLOBAL 2000 und einer der sieben Initiatoren der Europäischen Bürgerinitiative Ban Glyphosate (Verbot von Glyphosat und Schutz von Menschen und Umwelt vor giftigen Pestiziden“)



en
  Greenpeace on 29-11-2019
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Greenpeace contribution concerning the notification of “Federal Act amending the 2011 Plant Protection Products Act”. Notification Number: 2019/419/A (Austria)

Greenpeace believes there are at least three reasons why the Austrian glyphosate ban must be upheld:   

(1) Austria’s ban on glyphosate-based products is legitimate.

In 2017, more than a million Europeans supported the European Citizens' Initiative #StopGlyphosate and called on the Commission to ban this controversial herbicide, which the WHO’s International Agency for Research on Cancer (IARC) has classified as a probable cause of cancer in humans.[1]

Nevertheless, the Commission proposed to re-approve glyphosate for another five years. Whilst a majority of EU countries supported that decision, Austria was one of eight EU countries voting against it. In July 2019, the Austrian parliament adopted a motion to ban the use of glyphosate-based products in Austria.

The Austrian parliament can count on the overwhelming support of the Austrian population for this decision. A representative survey conducted in June 2017 in Upper Austria, the third largest federal state, showed that 84 percent of those polled were in favour of banning glyphosate.[2] More than 700 Austrian municipalities have voluntarily gone glyphosate-free in their sphere of action.[3]

It is a matter of democratic principles to respect the Austrian decision.

(2) Glyphosate-based products have not been shown to be safe.

Under EU law, it is for the EU to decide whether glyphosate can be used as an ingredient in so-called “plant protection products”. But it is for Austria and other EU countries to decide whether these final products can be sold and used in their territories.

The European Court of Justice has ruled that these products must be thoroughly evaluated so as to exclude any long-term effects on people’s health, such as the potential to cause cancer.[4] However, current evaluation practices are insufficient to achieve this since marketing authorisations are based only on short-term acute toxicity tests. National governments are well-advised therefore to withdraw these authorisations.

Monsanto, the most prominent manufacturer of glyphosate-based products, has admitted that such long-term health effects can arise. “[Y]ou cannot say that Roundup is not a carcinogen ... we have not done the necessary testing on the formulation to make that statement”, warned Monsanto toxicologist Donna Farmer in a 2003 email.[5]

If the Commission or any other national government were to oppose the Austrian ban, they would effectively obstruct Austria’s duty to protect the health of its citizens. 

(3) The European Commission has confirmed that national bans are possible.

On the website of its Permanent Representation in Germany the Commission states: “National bans on glyphosate-based plant protection products or restrictions on their use would be possible despite approval of the active substance at EU level".[6]

The time has come to respect this commitment and to allow Austria to carry through with its ban.

Greenpeace calls on the Commission and EU governments to respect the democratic decision of the Austrian parliament to apply the precautionary principle and ban the use of glyphosate-based products in its territory, in an effort to protect the health of its citizens and the environment.

 


en
  IGFA on 29-11-2019
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 "The placing on the market of plant protection products containing the active substance glyphosate is prohibited in accordance with the precautionary principle.’"  

 

The use of the precautionary principle as justification for this move erodes the argument that the internal market in the EU is based on common scientific principles and is an example of individual member states undermining  confidence in our  EU scientific bodies such as EFSA.  IGFA will continue to encourage the Irish authorities to take a science based approach to its decision making process


es
  ALAS. Alianza por una Agricultura Sostenible on 28-11-2019
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La Alianza por una Agricultura Sostenible (ALAS) es una asociación española que integra a las organizaciones profesionales agrarias ASAJA y UPA, a Cooperativas Agro-alimentarias de España, y a las organizaciones FEPEX y AEAC.SV, representando a miles de agricultores, ganaderos, cooperativistas, empresarios y exportadores del sector agrario español que promueven una producción agraria sostenible, económica, social y medioambientalmente.

 

Queremos resaltar que los agricultores llevamos más de cuatro décadas utilizando glifosato como una herramienta eficaz y segura para el control de las malas hierbas en la diversidad de cultivos que caracterizan la producción agrícola de un país mediterráneo como es España. Cultivos tan importantes y representativos de una agricultura de valor como son olivar, cítricos, viñedo, frutales, frutos secos o cereales, entre otros, son dependientes de glifosato para un apropiado control de las malezas con un coste competitivo, algo que es clave para la viabilidad económica de nuestras explotaciones.

 

España, con algo más del 8% del total de la superficie de cultivos herbáceos bajo Siembra Directa y el 25,7% del total de la superficie de cultivos leñosos con Cubiertas Vegetales, se encuentra a la cabeza de Europa en lo que a superficie bajo Agricultura de Conservación se refiere, con una superficie total en torno a los 1,9 millones de hectáreas (año 2015), siendo glifosato una herramienta esencial para la puesta en práctica de este modelo sostenible de agricultura. http://www.agriculturadeconservacion.org/index.php/agricultura-de-conservacion/la-ac-en-espana

 

Es de destacar que si se hubiese contemplado la fijación de carbono producida por la Agricultura de Conservación (sin tener en cuenta las menores emisiones por un menor consumo de combustibles) y tomando como referencia los datos de 2015, para el periodo 2008-2012 (5 años), la estimación de CO2 fijado hubiera sido más de 45 millones de toneladas de CO2. El caso más favorable en el que toda la superficie potencial (cereales grano, girasol, maíz forrajero, otros forrajes y leguminosas) estuviese bajo técnicas de Agricultura de Conservación, el potencial de fijación para el periodo referido hubiese sido de más de 264,5 millones de toneladas de CO2 (52,9 anuales durante 5 años), 99,5 millones de toneladas por encima de la necesaria para compensar el exceso de emisiones, lo que representa más del 160% sobre el objetivo de 165 millones de toneladas de CO2. http://www.agriculturadeconservacion.org/images/descargas/Informes/Agricultura%20y%20cambio%20climatico%20resumen%20web.pdf

 

Como usuarios directos de los productos fitosanitarios, somos los primeros interesados en la seguridad de los mismos. Por ello, apoyamos la existencia del sistema regulador presente en la UE, de manera que todos los productos fitosanitarios, incluido el glifosato, están sujetos a pruebas rigurosas y a la correspondiente supervisión por parte de los organismos reguladores, como son la Autoridad Europea de Seguridad Alimentaria (EFSA) y la Agencia Europea de Sustancias y Mezclas Químicas (ECHA). En el caso particular del glifosato, ambas Instituciones han llegado a la misma conclusión que las autoridades reguladoras de otros países como EE.UU., Canadá, Corea, Australia, Nueva Zelanda o Japón, así como lo han hecho la Reunión Conjunta FAO/OMS sobre Residuos de Fitosanitarios (JMPR), apoyando la seguridad de los productos a base de glifosato cuando estos se usan según las instrucciones de uso aprobadas.

 

Desde ALAS queremos aportar nuestros comentarios sobre la prohibición austriaca del glifosato:

 

I.          La prohibición austriaca del glifosato es incompatible con el artículo 34 del Tratado de Funcionamiento de la Unión Europea (TFUE), que prohíbe “las restricciones cuantitativas a la importación, así como todas las medidas de efecto equivalente”. En este caso la prohibición austriaca del glifosato tiene un efecto equivalente a una restricción cuantitativa, porque establece una prohibición general sobre el uso de productos fitosanitarios que contienen una sustancia activa que ha sido aprobada a nivel de toda la UE.

 

II.          La prohibición austriaca del glifosato tampoco se puede justificar en virtud del artículo 36 del TFUE, como algo necesario para garantizar la protección de la salud de las personas y los animales. Según jurisprudencia reiterada, cuando la legislación de la UE prevé la armonización de las medidas necesarias para garantizar la protección de la salud de las personas y animales, y establece procedimientos a nivel de la UE y de los países para verificar que se cumplan, recurrir al Artículo 36 del TFUE ya no está justificado y deben llevarse a cabo los controles adecuados y las medidas de protección adoptadas en el marco delineado por la legislación armonizadora.

 

III.          El glifosato ha sido aprobado a nivel de la UE de acuerdo con el Reglamento (CE) 1107/2009. Los Estados miembros no pueden restringir unilateralmente el uso de productos fitosanitarios que contengan sustancias que hayan sido autorizadas a nivel de la UE fuera de los procedimientos y criterios específicos establecidos en el Reglamento (CE) N.o 1107/2009. Por consiguiente, Austria no puede establecer de forma unilateral una prohibición general fuera de los criterios y procedimientos establecidos en el Reglamento (CE) N.o 1107/2009. Austria tampoco puede ignorar el Reglamento de Ejecución (UE) 2017/2324 de la Comisión que otorga la aprobación de la sustancia activa glifosato en toda la UE, incluida Austria.

 

IV.          Por último, Austria ha violado el Artículo 5 (1) de la Directiva (UE) 2015/1535 ya que Austria no notificó el proyecto de ley como se requería, sino solo la ley finalmente votada. El artículo 5, apartado 1, de la Directiva (UE) 2015/1535 establece que “los Estados miembros comunicarán inmediatamente a la Comisión todo proyecto de reglamento técnico”. Por lo tanto, la prohibición establecida en la ley austriaca debería haberse notificado tan pronto como la enmienda correspondiente se hubiera insertado en un proyecto de ley y antes de que la ley entre en vigencia. Al no hacerlo, Austria infringió el Artículo 5 (1) Directiva (UE) 2015/1535.

 

 


en
  Bayer on 27-11-2019
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 1.   The Austrian National Council has decided that the Austrian “The 2011 Plant Protection Products Act” [Federal Law Gazette I No 10/2011, last amended by the Federal Act published in Federal Law Gazette No 163/2015], is amended to implement the following sentence in § 18(10):

 

The placing on the market of plant protection products containing the active substance glyphosate is prohibited in accordance with the precautionary principle.’

 

(hereinafter referred to as the “Austrian Glyphosate Ban”)

 

2.  The Austrian Glyphosate Ban is a technical regulation under Technical Standards Directive (EU) 2015/1535 laying down a procedure for the provision of information in the field of technical regulations (the “Technical Regulation”). Accordingly, it has been notified under NOTIFICATION NUMBER: 2019/419/A (AUSTRIA) under the so-called EU TRIS procedure.

 

3.  Bayer is a global enterprise with core competencies in the life science fields of health care and nutrition. Its products and services are designed to benefit people by supporting efforts to overcome the major challenges presented by a growing and aging world population. Bayer manufactures and markets glyphosate-based herbicides in the EU and other countries of the world.

 

4.   With this contribution we would like to highlight that for more than 40 years, farmers – as well as governments, gardeners, and other users – have depended on glyphosate as an efficient and cost-effective tool that can be used safely to control weeds. Glyphosate-based herbicides help farmers deliver crops to markets while promoting sustainable agriculture by reducing soil tillage, soil erosion and carbon emissions as part of an integrated weed management system. https://www.bayer.com/en/about-glyphosate-based-herbicides-and-their-role-in-agriculture.aspx 

 

The safety of our products is our top priority at Bayer. Our business depends on our customers being able to safely use our products, and we take any questions about the safety of our products very seriously.

 

All plant protection products, including glyphosate and glyphosate-based herbicides, are subject to rigorous testing and oversight by regulatory agencies. Glyphosate, given its effectiveness and wide adaptation, is one of the most studied herbicidal active ingredients in the world. There is an extensive body of research on glyphosate and Bayer’s glyphosate-based herbicides, including more than 800 studies relevant to human health submitted to the U.S. Environmental Protection Agency EPA. Similarly, European and other regulators around the world have extensive amounts of safety studies conducted according to internationally accepted protocols under good laboratory practices, that confirms that these products are safe when used as directed.

 

Leading regulators and agencies around the world, including, the European Food Safety Authorities (EFSA), the European Chemicals Agency (ECHA), the Austrian Federal Office for Food Safety (BAES) together with the Austrian Agency for Health and Food Safety (AGES), the German Federal Office of Consumer Protection and Food Safety (BVL) together with the German Federal Institute for Risk Assessment (BfR), the U.S. Environmental Protection Agency (EPA) and the Australian, Canadian, Korean, New Zealand and Japanese regulatory authorities, as well as the Joint FAO/WHO Meeting on Pesticide Residues (JMPR), support the safety of glyphosatebased products when used as directed.

 

Bayer is committed to transparency when it comes to the safety studies of all its products. We recently made more than 100 glyphosate safety studies publicly available on our transparency website. We will, in conjunction with the Glyphosate Taskforce, proactively implement the transparency provisions of the European General Food Law Regulation. For more information please also refer to: https://www.cropscience-transparency.bayer.com/en/Safety-results and https://www.bayer.com/en/glyphosate-roundup.aspx

 

5.   Moreover, Bayer would like to comment that the Austrian Glyphosate Ban will create obstacles to the free movement of goods within the internal EU market and violates Art. 34 TFEU, REGULATION (EC) No 1107/2009 as well as the COMMISSION IMPLEMENTING REGULATION (EU) 2017/2324:

 

a.   As the Austrian Glyphosate Ban prohibits the placing on the market of plant protection products containing the active substance glyphosate in the entire member state Austria, it obviously prevents any export of glyphosate containing plant protection products to Austria from other EU member states for the purpose of placing them on the market in Austria. This is a severe prevention of any movement of such goods in the European domestic market.

 

b.   The Austrian Glyphosate Ban is incompatible with Article 34 TFEU, which prohibits ‘[q]uantitative restrictions on imports and all measures having equivalent effect’. The Austrian Glyphosate Ban constitutes such a measure having an equivalent effect to a quantitative restriction, essentially because it sets out a general prohibition on the use of plant protection products containing certain substances that have been approved at EU level and prevents the marketing of numerous plant protection products that have been lawfully manufactured and marketed in other Member States (pursuant to marketing authorizations lawfully granted under REGULATION (EC) No 1107/2009). The Austrian Glyphosate Ban cannot be justified under Article 36 TFEU as being necessary to ensure the protection of animal and human health. It is settled case law that where EU legislation provides for the harmonization of the measures necessary to ensure the protection of animal and human health and establishes procedures at EU (and national) level(s) to check that they are observed, recourse to Article 36 TFEU is no longer justified and the appropriate checks must be carried out and the measures of protection adopted within the framework outlined by the harmonizing legislation.

 

c.   Yet, the Austrian Glyphosate Ban prohibits the marketing of plant protection products which composition – active substances – has been validly approved at EU level according to REGULATION (EC) No 1107/2009, and without even having invoked any particular emergency situation. Member States cannot unilaterally restrict the use of plant protection products containing substances that have been authorized at EU level outside the specific procedures and criteria set out in REGULATION (EC) No 1107/2009.  Therefore, it was not open to Austria to unilaterally set out a general ban outside the substantive criteria and procedures set out in REGULATION (EC) No 1107/2009 and ignoring the COMMISSION IMPLEMENTING REGULATION (EU) 2017/2324 granting approval for the active substance glyphosate within the entire EU including Austria.

 

d.   Finally, Austria has violated Article 5(1) of the Technical Standards Directive (EU) 2015/1535 as Austria did not notify the draft law as required, but only the finally voted law.  Article 5(1) of the Technical Standards Directive (EU) 2015/1535 obliges Member States to ‘immediately communicate to the Commission any draft technical regulation’.   The prohibition set out in the Austrian law should thus have been notified as soon as the corresponding amendment had been inserted in a draft bill and before the law became effective.  In failing to do so, Austria infringed Article 5(1) Technical Standards Directive (EU) 2015/1535.


de
  Klub der Landeskammerräte und Kammerobmänner des NÖ Bauernbundes on 27-11-2019
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          Klub der Landeskammerräte
                                und
Kammerobmänner des NÖ. Bauernbundes                       St. Pölten, am 22. Oktober 2019

                                                                                                3100 St. Pölten, Wiener Str. 64
                                                                                                                   Telefon:  05 0259 – 29012
                                                                                                Telefax:   05 0259 – 95 – 29012 

 

An die
Europäische Kommission
Generaldirektion Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU
B-1049 Brüssel
Per eMail an: grow-dir2015-1535-central@ec.europa.eu

 

 

 

 

Notifizierungsnummer 2019/419/A; Stellungnahme


Der Klub der Landeskammerräte und Kammerobmänner des NÖ Bauernbundes nimmt bezüglich des Bundesgesetzes zum Verbot des Inverkehrbringens von Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Glyphosat – Notifizierungsnummer 2019/419/A wie folgt Stellung:

 

Aus der Sicht des Klubs der Landeskammerräte ist die Notifizierung dieses Gesetzes aus nachstehenden Gründen zu verweigern.

 

 

 

Es wird darauf hingewiesen, dass der Wirkstoff Glyphosat eine aufrechte Zulassung auf EU-Ebene besitzt und daher Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff in allen anderen Mitgliedsstaaten natürlich aufrechte Zulassungen haben. Es wurden seitens der Antragseinbringer dieses Gesetzesvorschlages auf nationaler Ebene in keiner Weise Daten und Argumente eingebracht, die einer Zulassung dieses Wirkstoffes widersprechen würde.

 

Ein derartiges nationales Verbot trotz aufrechter Wirkstoffzulassung auf EU-Ebene wird unsererseits daher als eindeutig EU-rechtswidrig angesehen. Dies wurde auch mehrfach untermauert. Einerseits durch eine von Univ.-Prof. Dr. Walter Obwexer (Universität Innsbruck) durchgeführte Studie aus dem Jahr 2017, wo der Studienautor ausführt, dass ein „Verbot des Inverkehrbringens glyphosathältiger Pflanzenschutzmittel mit dem geltenden Unionsrecht jedoch nicht vereinbar ist. Daher kann der Bund unionskonform kein derartiges Verbot erlassen.“

 

Eine im Vorfeld der politischen Diskussion 2019 beauftragte Studie der Universität für Bodenkultur (BOKU 2019) kommt ebenfalls zu einem recht eindeutigen Ergebnis (siehe Seite 220, 14.6): „Die vorliegende Studie bestätigt, dass ein nationales Totalverbot von glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln unionsrechtswidrig wäre.“

 

 

Darüber hinaus wurde seitens der Europäischen Kommission selbst im Jahr 2017 einem derartigen Gesetzesvorschlag aus Österreich – aus dem Bundesland Kärnten – die Notifizierung verwehrt.

 

 

Aus fachlicher Sicht ist anzumerken, dass ein einseitiges nationales Verbot massive Auswirkungen auf das Funktionieren des Binnenmarktes im Generellen hätte. Einerseits wird dadurch einem harmonisierten und auch EU-weit getragenen und anerkannten EU-Pflanzenschutzmittelrecht jegliche Grundlage entzogen, andererseits ist dadurch auch die Wettbewerbsgleichheit innerhalb der EU-Landwirtschaft gefährdet.

 

 

In der bereits erwähnten Studie der BOKU (BOKU 2019) wurden unter anderem auch die wirtschaftlichen Auswirkungen eines Glyphosat-Verbotes betrachtet, vor allem vor dem Hintergrund, dass es keinen adäquaten alternativen Wirkstoff für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten gibt. Für eine Vielzahl an Anwendungen kommen die Studienautoren zum Schluss, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Alternativen verfügbar sind. Logische Konsequenz daraus ist ein massiver Wettbewerbsnachteil innerhalb des EU-Binnenmarktes, der durch dieses einseitige nationale Verbot entstehen würde.

 

Zusammenfassend fordern wir daher, dem vorliegenden Gesetzesvorschlag nicht zuzustimmen, da er unseres Erachtens nicht den Unionsregeln entspricht.

 

Mit besten Grüßen

 

Abg.z.NR Johannes Schmuckenschlager
Klubobmann

 

 

 


en
  Copa and Cogeca on 26-11-2019
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Austrian national ban on glyphosate might not be in line with EU law

The above-mentioned motion for a blanket ban was adopted on 2 July 2019 by the Austrian Parliament. On the basis of the precautionary principle, this ban is supposed to prohibit the placing on the market of plant protection products containing glyphosate in Austria. 

As there are currently no effective and safe alternatives available on the market, we are very worried about the consequences of such a ban and the possible impacts on the agricultural productivity and sustainability in Austria and other EU Member States. 

Taking into account current EU legislation[1][1], as well as various reports and statements from the European Commission, it seems that the above-mentioned initiative of the Austrian authorities might not be in line with EU law. We would therefore highly appreciate it if the European Commission could clarify the current situation in Austria and react accordingly.

We would like to draw your attention to the national feasibility study on withdrawal of glyphosate in Austria[2][2], which showed that a national ban on plant protection products (PPPs) containing glyphosate would constitute a breach of EU law and as such contradict the approval of the active substance glyphosate at EU level.

Similarly, when it comes to the rules under Regulation 1107/2009 and the application of the precautionary principle, sufficient scientific evidence should also be provided and mutual recognition principles should be respected. As far as we are aware, the Austrian authorities did not send any background documents to the European Commission in order to justify the decision to ban glyphosate in these terms.[3][3] A blanket ban outside the legal framework would not be in line with EU law.

Considering this, Copa and Cogeca believe that it would create a very dangerous precedent if the approval of active substances were to be left at the mercy of political whim instead of based on scientific evidence.

We therefore fully support the Austrian Chamber of Agriculture’s appeal against a national ban of glyphosate in Austria (or in any other susceptible Member States).

Yours sincerely,

 Pekka Pesonen

Secretary General of Copa and Cogeca



[1][1] Regulation 1107/2009 concerning the placing of plant protection products on the market

   Directive 2009/128 on Sustainable Use of Pesticides

   Directive 2015/1535 laying down a procedure for the provision of information in the field of technical regulations and of rules on Information Society services.

[4][4] Contribution from LKÖ on the TRIS database regarding Federal Act amending the 2011 Plant Protection Products Act: https://ec.europa.eu/growth/tools-databases/tris/en/search/?trisaction=search.detail&year=2019&num=419

 


en
  Romanian Maize Growers Association(APPR) on 20-11-2019
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 The Romanian Maize Growers Association(APPR) is a professional farmer group member to Maize Europe’ (CEPM), who conducts, as a major component of its activity, field testing of technologies, crop protection products and hybrids in major crops suitable to Romania’s climate and soil conditions. In this context, we would like to share our experience regarding the use of glyphosate.

We consider glyphosate to be one of the most efficient, effective and environmentally friendly herbicides. In Romania, glyphosate is used both in autumn crops (rapeseed and cereals) and spring crops (sunflower and maize). Responsibly applied by farmers, the glyphosate is a safe and efficient solution. Only by using this substance in min till/no till systems (that are expanding in Romania with all associated positive benefits for sustainable farming), it makes a huge contribution to erosion reduction in the areas affected by this phenomenon and has no alternative at this time.

We have tried in recent years, in real farm conditions, several new weed control solutions (high performance machines, new "bio-herbicides", etc.), but most of the time these "tools" are either technically inefficient or priced at levels that make them inaccessible to farmers. We came to the conclusion that all these “alternatives” have a direct and negative impact on productivity, environment (erosion), and on the economic performance in general.

Scientific evidence regarding the safety of glyphosate is solid: glyphosate has been considered safe for humans, animals and the environment through long-term risk assessments in Europe and around the world and an equivalent alternative is not yet available to farmers.

 Other indirect effects of a possible withdrawal of glyphosate: increasing the intensity of the presence of weeds and especially the perennials, compaction of the soil, loss of soil moisture by multiplying the number of agricultural works. To these are added directly the impact on the growth of carbon footprint, soil erosion or biodiversity.          

 A withdrawal of glyphosate authorization from the European market, including the Romanian one, may bring more harm to farmers, increase costs for crop maintenance and, of course, set a worrying precedent in the process of reauthorizing plant protection products essential for farmers to control weeds, diseases and pests on farms.


de
  Fachverband chemische Industrie Österreich on 31-10-2019
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Der Fachverband der chemischen Industrie Österreichs lehnt den vorliegenden Notifikationsentwurf aus nachstehenden Gründen ab:

Generelles Glyphosat-Verbot widerspricht EU-Recht

Der Einsatz von Glyphosat ist auf Grundlage der Bestimmungen der Verordnung über die Zulassung von Wirkstoffen und das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln ((EG) 1107/2009) rechtmäßig. Nach einer eingehenden wissenschaftlichen Bewertung hat die Europäische Kommission die Zulassung von Glyphosat verlängert ((EU) 2017/2324).

 

Ein willkürliches und einseitiges Verbot in einem Mitgliedstaat verstößt zudem gegen die Zielsetzung der Verordnung (EG) 1107/2009. Eines der Ziele ist es, den freien Verkehr die Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln in den EU-Mitgliedstaaten zu gewährleisten. Ein nationales Verbot von Glyphosat würde den freien Verkehr von rechtmäßig genehmigten Produkten beeinträchtigten und den EU-Binnenmarkt verzerren.

 

Ein Totalverbot würde neue Erkenntnisse voraussetzen, die ein hohes Risiko belegen und zum Zeitpunkt der Zulassung nicht bekannt waren. Derartige Studien wurden jedoch nicht vorgelegt. Aus diesem Grund wurde auch bereits der Antrag des Bundeslands Kärnten für ein Totalverbot von Glyphosat (2017/580/A) von der Europäischen Kommission abgelehnt. 

 

Wirkstoffe sind wichtige Substanzen für landwirtschaftliche Kulturen, um diese vor Krankheiten, Schädlingen sowie Unkraut zu schützen. Eine Entscheidung über einen Wirkstoff muss daher sachlich auf Basis von Fakten und Rechtsgrundlagen getroffen werden. Die unsachliche und populistische Diskussion um Glyphosat schadet dem Landwirtschafts-, Wirtschafts-, Forschungs- und Wissenschaftsstandort Europa sowie dem Ansehen der EU-Behörden.

 

Verstoß gegen die Warenverkehrsfreiheit der EU 

 

Der Grundsatz des freien Warenverkehrs gemäß Artikel 34 bis 36 AEUV ist eine wesentliche Grundlage der EU. Aufgrund der Warenverkehrsfreiheit sind den Mitgliedstaaten Gesetze und Maßnahmen, die den Handel mit Waren aus anderen Mitgliedstaaten beeinträchtigen, untersagt. Dieses Verbot umfasst Marktzugangsbeschränkungen sowie sonstige Handelshemmnisse. Das einzelstaatliche Verbot des Inverkehrbringens von Glyphosat würde diesem Grundsatz widersprechen.

 

 

 

Studien belegen Sicherheit von Glyphosat

 

Zahlreiche Hersteller von Glyphosat haben eine Vielzahl generationenübergreifender Studien durchgeführt. Diese Studien haben keine Hinweise darauf ergeben, dass Glyphosat reproduktions- oder entwicklungsbedingte Auswirkungen hat. Es besteht in der seriösen Wissenschaft und auf Basis von 3.300 Studien Konsens zur Sicherheit von Glyphosat bei sachgemäßem Einsatz. Dieser Konsens wird von zahlreichen Gesundheitsbehörden weltweit bestätigt.

 

 

Dazu gehören:

  • die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) sowie zahlreiche Expertinnen und Experten der Risikobewertungsbehörden der EU-Mitgliedstaaten
  • die US-amerikanische Umweltbehörde EPA

  • die kanadische Bewertungsbehörde Pest Management Regulatory Agency (PMRA)

  • die australische Bewertungsbehörde Australian Pesticides and Veterinary Medicines Authority (APVMA)

  • die japanische Food Safety Commission

  • die neuseeländische EPA

  • das Joint FAO/WHO Meeting on Pesticide Residues (JMPR)

  • das Deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und

  • die Europäische Chemikalienagentur (ECHA)

 

 

Glyphosat wichtig für Landwirtschaft und Umwelt

 

 

Glyphosat ist ein in der Landwirtschaft und vor allem bei bodenerhaltenden Anbauweisen wichtiger Wirkstoff. Beim Pflügen etwa ist eine ähnliche Wirkungsäquivalenz zur Bekämpfung von Unkraut nur durch mehrere Bearbeitungsgänge zu erreichen, was zur Zunahme von Bodenerosion und zu einem rapiden Anstieg der CO2-Emissionen durch vermehrte Überfahrten führen würde. Zudem würde sich ein Verbot von Glyphosat negativ auf Ertrag und Qualität des Erntegutes auswirken. Das Ergebnis wären der Verlust der Wettbewerbsfähigkeit der Landwirte, sinkende Erträge und eine zunehmende Abhängigkeit von Importen.

 

 

 


de
  Landwirtschaftskammer Österreich on 28-10-2019
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An die

Europäische Kommission

Generaldirektion Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU

 

B-1049 Brüssel

Per eMail an: grow-dir2015-1535-central@ec.europa.eu

 


                                                                                                         Wien, 09. Oktober 2019


 

Notifizierungsnummer 2019/419/A; Stellungnahme

Die Landwirtschaftskammer Österreich nimmt zu dem im Betreff genannten Thema wie folgt Stellung:

Bereits im Jahre 2013 wurde in Österreich eine intensive Diskussion über die Verwendung des Pflanzenschutzwirkstoffes Glyphosat geführt. Seit damals ist die die sogenannte „Sikkation“, also die mit Glyphosat beschleunigte Abreife von bestimmten Ackerkulturen verboten. Diese Maßnahme wurde nach Abwägung der Vor- und Nachteile in einem intensiv geführten Prozess gesetzt und war im Sinne der Verhältnismäßigkeit für die betroffenen Wirtschaftskreise verpflichtend umzusetzen, aber im Endeffekt auch umsetzbar.

Das österreichische Parlament hat am 28.08.2019 ein wesentlich weitergehendes „Bundesgesetz, mit dem das Pflanzenschutzmittelgesetz 2011 geändert wird“ zur Notifizierung der Europäischen Kommission vorgelegt.

Mit dem am 31.07.2019 im Bundesgesetzblatt kundgemachten und nun vorgelegten Gesetz soll „das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln mit dem Wirkstoff Glyphosat im Sinne des Vorsorgeprinzips verboten“ werden.

Die Landwirtschaftskammer Österreich weist darauf hin, dass mit Durchführungsverordnung (EU) 2017/2324 der Kommission vom 12. Dezember 2017 zur Erneuerung der Genehmigung des Wirkstoffs Glyphosat gemäß der Verordnung (EG) Nr 1107/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates über das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln und zur Änderung des Anhangs der Durchführungsverordnung (EU) Nr 540/2011 der Kommission der Wirkstoff Glyphosat in der Europäischen Kommission eine aufrechte Zulassung hat und somit in der gesamten Europäischen Union verwendet werden kann.

Im Rahmen der Wirkstoffzulassung gem Verordnung (EG) Nr 1107/2009 wird auch das Vorsorgeprinzip mitgeprüft und die einzelnen Mitgliedstaaten können im Zuge dessen ihre Meinung dazu abgeben. Österreich hat im Zuge der Wirkstoffzulassung keine neuen Erkenntnisse vorgebracht, die gegen eine Zulassung gesprochen hätten (siehe dazu auch EuGH C-616/17). Insofern ist ein nationales Verbot eines Wirkstoffes, der in der EU eine aufrechte Zulassung hat, aus Sicht der Landwirtschaftskammer Österreich EU-rechtswidrig.

Dies wurde auch in einer Studie von Univ-Prof Dr Walter Obwexer (Uni Innsbruck) aus 2017 bestätigt. Er führt dazu aus, dass „... Ein Verbot des Inverkehrbringens derartiger [Anm: glyphosathältiger] Pflanzenschutzmittel („Totalverbot“) mit dem geltenden Unionsrecht jedoch nicht vereinbar [ist]. Daher kann der Bund unionskonform kein derartiges Verbot erlassen.“

Es wurden in der parlamentarischen Debatte vor Beschlussfassung des nationalen Totalverbots (https://www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2019/PK0767/index.shtml) keine weiteren fachlichen Argumente zur Diskussion im Parlament oder einer diesem gleichstellbaren demokratischen Ebene zur Verfügung gestellt oder im Sinne des Vorsichtsprinzips konkretisiert, die einen zusätzlichen sachlichen Rechtfertigungsgrund darstellen würden.

Auch die im Vorfeld der politischen Diskussion beauftragte Studie der Universität für Bodenkultur (BOKU 2019) kommt zu diesem recht eindeutigen Ergebnis (siehe Seite 220, 14.6): „Die vorliegende Studie bestätigt, dass ein nationales Totalverbot von glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln unionsrechtswidrig wäre.“

In dieser Studie (BOKU 2019) werden unter anderem auch die wirtschaftlichen Auswirkungen eines Glyphosat-Verbotes betrachtet, vor allem vor dem Hintergrund, dass es keinen adäquaten alternativen Wirkstoff für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten gibt. (siehe dazu auch https://www.ages.at/service/service-presse/pressemeldungen/verbraucherinnen-information-zu-glyphosat/).

Die Landwirtschaftskammer Österreich möchte auch auf die Notifizierung 2017/580/A hinweisen, mit der das Bundesland Kärnten ein Verbot des Wirkstoffes Glyphosat vorsehen wollte. Die Europäische Kommission hat diesem generellen Verbot widersprochen und Kärnten musste den Gesetzesvorschlag zurückziehen und an das geltende EU-Recht anpassen.

In den Erläuterungen zum Entwurf eines Gesetzes, mit dem das Kärntner Landes-Pflanzenschutzmittelgesetz geändert wird dazu ausgeführt:

„Am 08.12.2017 wurde im RVI-Ausschuss des Kärntner Landtages ein Antrag eingebracht mit welchem ein kärntenweites Glyphosatverbot erlassen werden soll. Die europäische Kommission hat hierzu im Notifizierungsverfahren (2017/0580/A) folgendes mitgeteilt:

Unabhängig von den Ergebnissen, die aus der spezifischen Bewertung jedes einzelnen Antrags auf Zulassung bzw. Erneuerung der Zulassung hervorgehen, scheint ein vollständiges Verbot von Pflanzenschutzmitteln mit Glyphosat gemäß Artikel I des notifizierten Entwurfs Anlass zu ernsthaften Bedenken in Bezug auf die grundlegenden Vorschriften über die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln und ihre Erneuerung in den Artikeln 29 bis 46 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 zu geben.“

„Angesichts der vorliegenden Informationen ist die Kommission der Auffassung, dass die Mitgliedstaaten sich nicht auf das der Verordnung zugrunde liegende Vorsorgeprinzip berufen können, um damit die Nicht-Durchführung dieser individuellen Bewertungen zu begründen.“

„Überdies scheint der notifizierte Entwurf in bestehende gültige Zulassungen einzugreifen, die von den österreichischen Behörden gemäß Artikel 29 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 erteilt wurden. Zulassungen für Mittel mit Glyphosat wurden in Österreich gemäß Artikel 29 erteilt, und die Dauer dieser Zulassungen wurde nach Artikel 32 festgelegt.“

„In Anbetracht der obigen Ausführungen möchte die Kommission die österreichischen Behörden darauf aufmerksam machen, dass der notifizierte Entwurf den in der EU für die Genehmigung von Wirkstoffen und die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln bestehenden Rahmen in gebührender Weise berücksichtigen sollte.“

Auf Grund der Mitteilung steht fest, dass die Europäische Kommission ein absolutes Verbot als unzulässig sieht, jedoch Änderungen im K-LPG, welche die Verwendung in einem Maß beschränkt, das das gültige Inverkehrbringen gemäß den nationalen Regelungen in Umsetzung des Unionsrechtes (Artikel 29 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009) gewährleistet, möglich wäre.“

Es gibt weder besondere neue Erkenntnisse den Wirkstoff Glyphosat betreffend, die österreichische Beschlusslage berücksichtigt keine handelspolitischen Fragestellungen, die jedoch relevant werden können und auch den Binnenmarkt betreffen, noch sind spezifische Herausforderungen auf der nationalen Ebene in angemessener Weise adressiert.

Diese sind insbesondere

  • Boden- und Erosionsschutz und Alternativen im Bereich der Mulch- oder Direktsaat
  • Bandspritzung (Obstbau, Weinbau, …)
  • Bekämpfung von Neophyten (Ambrosia, …)
  • Verkehrsbegleitflächen (Bahn, Straße, …), wo im öffentlichen Interesse die Bekämpfung von Bewuchs notwendig ist.

Weiters wird hingewiesen, dass auch Kommissar Vytenis Andriukaitis in einer parlamentarischen Anfragebeantwortung (P-002153/2019) festgehalten hat, dass „ein generelles Verbot […] dem EU-Recht zuwiderlaufen würde“.

In diesem Zusammenhang wird auch auf das Verfahren gem Richtlinie (EU) 2015/1535 verwiesen, dem zu folge eine technische Vorschrift vor Beschlussfassung der Europäischen Kommission notifiziert werden muss. Auch dies wurde von Österreich bislang nicht gemacht, da der Gesetzesbeschluss vorliegt und keine inhaltlichen Änderungen (mehr) möglich sind.

 

 Die Landwirtschaftskammer Österreich fordert daher, den vorliegenden Gesetzesbeschluss abzulehnen und zurückzuweisen!

 

Mit freundlichen Grüßen

Josef Moosbrugger                                                              Ferdinand Lembacher

Präsident der                                                                       Generalsekretär der

Landwirtschaftskammer Österreich                                    Landwirtschaftskammer Österreich

 

Beilagen

  • Obwexer, Stellungnahme: Unionsrechtliche Rahmenbedingungen betreffend Zulassungs- und Anwendungsbeschränkungen für Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Glyphosat (2017) [1]
  • Steinkellner et al, Nationale Machbarkeitsstudie zum Glyphosatausstieg, Endbericht zum Forschungsprojekt Nummer 101347 (BOKU 2019)[2]
  • Anfrage und Antwort zu P-002153/2019[3]



 


Dear Sir or Madam,

Thank you for sharing your views in the context of notification 2019/419/A (‘Federal Act amending the 2011 Plant Protection Products Act’). Your comments were forwarded to the Commission departments in charge of assessing that notification.

Your views were important for the Commission and the Member States to decide whether preparing any reaction in the context of this notification.

You will find further information on the notification at issue at the webpage https://ec.europa.eu/growth/tools-databases/tris/en/search/?trisaction=search.detail&year=2019&num=419. Please note you will not receive any further feedback concerning the merits of your contribution.

Yours sincerely,
TRIS Team