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Zwei Satelliten des Navigationssystems Galileo erfolgreich ins All gestartet

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Pünktlich um 10.28 hob heute (Dienstag) eine Rakete vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch Guyana mit zwei Satelliten des europäischen Navigationssystems Galileo ab. An Bord waren der 13. und 14. Satellit für das EU-Programm Galileo und der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Der Start erfolgte an Bord einer russischen Sojus-Rakete.

24/05/2016

(24.05.2016) Wenn die Platzierung der Satelliten gelingt, ist damit der Weg frei für den offiziellen Start des Teilbetriebs von Galileo gegen Ende des Jahres. Für den vollen Betrieb müssen weitere 10 + 6 Reservesatelliten ins All geschossen werden. Das wird voraussichtlich bis 2020 erfolgen.

Europa führt mit Galileo das erste, unter ziviler Kontrolle stehende, weltweite Satellitennavigations- und Ortungssystem ein, das der internationalen Zusammenarbeit offen steht und kommerziell betrieben wird. Dieses unabhängige System bietet einen hochpräzisen, garantierten, weltumspannenden Dienst, der auch in Krisenzeiten einsatzfähig bleibt.

Galileo gewährleistet damit einerseits die europäische Unabhängigkeit von den beiden militärisch kontrollierten Systemen GPS (USA) und GLONASS (Russland) und unterstreicht so die Souveränität Europas.

Andererseits konkurriert Galileo nicht nur mit den beiden Systemen, es ergänzt sie auch. Europa hat großen Wert darauf gelegt, dass Galileo nicht gegen sondern mit GPS arbeiten wird. Es basiert auf derselben Grundtechnologie wie GPS, ist kompatibel und bietet zusammen mit GPS eine wesentlich höhere Genauigkeit sowie erhöhte Ausfallsicherheit.

Weitere Informationen:

Webseite der Generaldirektion Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU zum Navigationssystem Galileo

Galileo-Seiten der ESA

Pressekontakt: Katrin Abele, Tel.: +49 (30) 2280-2140

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