Vertretung in Deutschland

Zwei Drittel der erstmaligen Asylbewerber in der EU stellten Antrag in Deutschland

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Sechs von zehn Asylbewerbern (61 Prozent) der erstmaligen Asylbewerber in der EU wurden im zweiten Quartal 2016 in Deutschland registriert. Das gab das europäische Statistikamt Eurostat heute (Donnerstag) bekannt. EU-weit ist die Zahl der erstmaligen Asylbewerber demnach im Vergleich zum Vorquartal um 6 Prozent auf 305.700 gestiegen, in Deutschland um 7 Prozent auf rund 187.000. Zudem wies Deutschland Ende Juni 2016 bei weitem den höchsten Anteil an anhängigen Asylanträgen (571.500 bzw. 52 Prozent der Gesamtzahl für die EU) auf. Die meisten erstmaligen Asylbewerber in der EU stammten weiterhin aus Syrien (90.500) , davon wurden 80 Prozent in Deutschland registriert.

22/09/2016

(22.09.2016) - Im zweiten Quartal 2016 wurden die meisten erstmaligen Asylbewerber in Deutschland (mit nahezu 187.000 erstmaligen Asylbewerbern bzw. 61 Prozent der Gesamtzahl der erstmaligen Asylbewerber in den EU-Mitgliedstaaten) registriert. Darauf folgten Italien (27.000 Asylbewerber bzw. 9 Prozent), Frankreich (17.800 bzw. Prozent), Ungarn (14.900 bzw. 5 Prozent) und Griechenland (12.000 bzw. 4 Prozent). Unter den Mitgliedstaaten mit einer hohen Anzahl an Asylbewerbern hat sich die Zahl der erstmaligen Asylbewerber im zweiten Quartal 2016 gegenüber dem Vorquartal in Griechenland (+132 Prozent) und Ungarn (+118 Prozent) mehr als verdoppelt und ist in Polen (+65 Prozent) und Spanien (+37 Prozent) deutlich gestiegen. Im Gegensatz dazu wurden vor allem in den nordischen Mitgliedstaaten – Dänemark (-59 Prozent), Finnland (-53 Prozent) und Schweden (-42 Prozent) – ebenso wie in den Niederlanden (-47 Prozent), Belgien (-44 Prozent) und Österreich (-22 Prozent) Rückgänge verzeichnet.

Auch im Vergleich zur Einwohnerzahl des jeweiligen Mitgliedstaates wurde die höchste Quote erstmaliger Asylbewerber im Laufe des zweiten Quartals 2016 in Deutschland verzeichnet (2.273 erstmalige Bewerber je eine Million Einwohner), gefolgt von Ungarn ( 1.517), Österreich (1.241) und Griechenland (1.113). Die niedrigsten Quoten wurden hingegen aus der Slowakei (2 Bewerber je eine Million Einwohner), Rumänien (11), Portugal (15), Litauen (24), der Tschechischen Republik und Estland (je 26) gemeldet. Im zweiten Quartal 2016 wurden in der EU insgesamt 599 erstmalige Asylbewerber je eine Million Einwohner registriert.

Syrer stellten weiterhin den größten Anteil (30 Prozent) erstmaliger Asylbewerber in der EU dar, darauf folgten Afghanen (16 Prozent) und Iraker (11 Prozent). Von den 90.500 Syrern, die im zweiten Quartal 2016 zum ersten Mal einen Asylantrag in der EU einreichten, wurden 80 Prozent in Deutschland (71.800) registriert. Syrer bildeten in acht EU-Mitgliedstaaten die größte Gruppe der Asylsuchenden.

Ende Juni 2016 waren fast 1,1 Millionen Personen Gegenstand eines Asylantrags in den EU-Mitgliedstaaten, der noch der Prüfung durch die zuständige nationale Behörde unterlag. Im vergangenen Jahr belief sich diese Zahl Ende Juni 2015 auf rund 633.000. Mit 571.500 anhängigen Asylanträgen (bzw. 52 Prozent der Gesamtzahl für die EU) hatte Deutschland Ende Juni 2016 bei weitem den höchsten Anteil in der EU, vor Schweden (130.900 Anträge bzw. 12 Prozent), Österreich (83.200 Anträge bzw. 8 Prozent), Italien (70.700 Anträge bzw. 6 Prozent) und Frankreich (43.000 Anträge bzw. 4 Prozent).

Weitere Informationen:

Pressemitteilung: Leichter Anstieg der Zahl der erstmaligen Asylbewerber im zweiten Quartal 2016 auf knapp 306 000

Pressekontakt: Katrin Abele, Tel.: +49 (30) 2280-2140

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