Vertretung in Deutschland

Westbalkan-Gipfel 2017: Mehr regionale Zusammenarbeit soll Weg in die EU beschleunigen

/germany/file/picture17ajpg-11_de

Das ab morgen (Mittwoch)  in Triest stattfindende Westbalkan-Gipfeltreffen soll die Integration der Region in die EU weiter voranbringen. Federica Mogherini, Hohe Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik, Johannes Hahn, EU-Kommissar für Europäische Nachbarschaftspolitik und Erweiterungsverhandlungen, und Violeta Bulc, EU-Kommissarin für Verkehr werden die EU-Kommission vertreten.

11/07/2017

(11.07.2017) - Gemeinsam mit den Staats- und Regierungschefs und den Außen-, Wirtschafts- und Verkehrsministern der westlichen Balkanstaaten sowie von sechs EU-Mitgliedstaaten (Österreich, Kroatien, Frankreich, Deutschland, Italien und Slowenien) werden sie Gespräche über die regionale Zusammenarbeit führen. Im Mittelpunkt stehen drei Schlüsselbereiche der regionalen Zusammenarbeit:

  • Vernetzung,
  • Förderung der regionalen Wirtschaftsintegration/Entwicklung des Privatsektors,
  • direkte Kontakte zwischen den Menschen.

Bei der Vernetzung wird der Schwerpunkt auf Vorbereitung und Finanzierung regionaler Infrastrukturprojekte im Verkehrs- und im Energiebereich liegen. Auf dem Gipfel wird die Europäische Kommission umfassende neue Mittel im Rahmen ihres jährlichen „Konnektivitätspakets“ ankündigen. Darüber hinaus werden die Partnerländer des westlichen Balkans voraussichtlich den Vertrag über die Verkehrsgemeinschaft unterzeichnen, der zur Verflechtung der Verkehrsnetze innerhalb der Region und mit den Netzen der EU beitragen soll.

Die Partnerländer werden sich voraussichtlich auf einen Aktionsplan für den Aufbau eines regionalen Wirtschaftsraums einigen. Erstmals wird der Aktionsplan eine digitale Dimension umfassen, womit die Integration der Region in den europaweiten digitalen Markt gefördert wird.

Das Investitionsforum der Handelskammern des westlichen Balkans wird am Rande des Gipfels sein Ständiges Sekretariat in Triest eröffnen. Mit Blick auf die Entwicklung des Privatsektors wird die Kommission ihre bisherige umfassende KMU-Förderung durch einen neuen Beitrag zur Fazilität für Unternehmensentwicklung und Innovation im westlichen Balkan aufstocken und einen dynamischeren Zufluss ausländischer Investitionen fördern.

Zur Unterstützung der direkten Kontakte zwischen den Menschen veranstaltet die Europäische Kommission gemeinsam mit der italienischen Regierung am Rande des Gipfeltreffens ein Jugendforum EU-Westbalkan. Das Forum und der Gipfel werden auch dazu dienen, für die Beteiligung am Erasmus-Austauschprogramm zu werben, das dieses Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiert und erfolgreich auf die westlichen Balkanländer ausgeweitet wurde. Auf der Grundlage der Ergebnisse des Jugendforums wird das regionale Büro für Jugendzusammenarbeit (RYCO) sein Arbeitsprogramm weiterentwickeln, um die Zusammenarbeit zwischen jungen Menschen in der Region zu stärken. Die führenden Gipfelteilnehmer werden voraussichtlich auch ihr Engagement für das Austauschprogramm für junge Beamte aus der Region bekräftigen, das auf dem letzten Westbalkan-Gipfel in Paris ins Leben gerufen wurde und bereits zu sehr positiven Resultaten geführt hat.

Weitere Informationen:

Daily News vom 11. Juli 2017

Fragen und Antworten Westlicher Balkan: Regionaler Wirtschaftsraum

Westbalkan-Gipfel 2017 in Triest

Jugendforum EU-Westbalkan

Forum der Zivilgesellschaft 2017 in Triest

Westliche Balkanstaaten – Europäischer Auswärtiger Dienst

Pressekontakt: Margot Tuzina, Tel.: +49 (30) 2280 2340

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.