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Weltflüchtlingstag: EU antwortet auf globale Flüchtlingskrise

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Flüchtlingskrise

Zum Weltflüchtlingstag am heutigen Montag hat sich die EU-Kommission zu internationaler Zusammenarbeit und dem gemeinsamen Schutz von Menschen auf der Flucht bekannt. In einer gemeinsamen Erklärung der Vizepräsidenten Timmermans und Mogherini mit den EU-Kommissaren Mimica (Internationale Zusammenarbeit), Avramopoulos (Migration und Inneres) sowie Stylianides (Humanitäre Hilfe und Krisenmanagement) fordern die EU-Politiker zudem eine globale Aufgabenverteilung und Solidarität bei der Umsiedlung von Migranten.

20/06/2016

(20.06.2016) „Flüchtlinge zu unterstützen und  zu schützen und die Migration wirksam zu steuern ist eine Herausforderung, die eine globale Antwort verlangt“, so die EU-Kommissionsmitglieder. „Entwicklungsländer haben mit 85 Prozent die weit überwiegende Zahl der weltweiten Flüchtlinge aufgenommen, aber auch wir spüren mit einer Millionen Schutz in der EU suchenden Menschen die Auswirkungen näher unserer Heimat.“

Laut aktuellen Zahlen der Vereinten Nationen befinden sich derzeit über 65 Millionen Menschen auf der Flucht. Die EU gehört zu den weltweit größten Gebern in der Entwicklungszusammenarbeit. Zur Bewältigung der Migrationskrise hat sie 2015 und 2016 über 10 Mrd. Euro aus ihrem Etat bereit gestellt.

Viele hilfsbedürftige Menschen seien  skrupellosen Menschenschmugglern zum Opfer gefallen, litten auf ihrer Reise oder hätten ihr Leben verloren, so die EU-Kommissare.  Der Weltflüchtlingstag erinnere an ihre Notlage, daher wolle die EU mit der #SupportRefugee-Kampagne darauf aufmerksam machen und zeigen, wie sie konkrete Hilfe leistet.

„Die EU wird der Krise nicht stillschweigend zuschauen und sie wird weiterhin die weltweiten Anstrengungen zu deren Bewältigung unterstützen. Wir suchen fortwährend nach Wegen, um unsere humanitäre Antwort zu verstärken und unsere Unterstützung für die Flüchtlinge, Binnenvertriebenen und Millionen von der Krise Betroffenen weltweit zu erhöhen.“

Die EU-Kommission bekräftigte ihren Aktionsplan, zu dem die kürzlich vorgestellten Migrationspartnerschaften als Teil der außenpolitischen Antwort auf die Krise zählen: „ Migration wird bedeutender für das außenpolitische Handeln durch die neuen Partnerschaften, die wir diesen Monat vorgestellt haben. Wir wollen in unseren Partnerländern das Wachstum durch gesteigerte Finanzmittel und technische Unterstützung ankurbeln, aber gleichzeitig dabei die Rechtstaatlichkeit und Menschenrechte stärken.“

Weitere Informationen:

Wortlaut des gemeinsamen Statements zum Weltflüchtlingstag

Die EU-Hilfe für Entwicklungsländer und Menschen in Not

Pressekontakt: Margot Tuzina, Tel.: +49 (30) 2280 2340

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.