Vertretung in Deutschland

Schülerzeitungen aus Bayern gewinnen Europa-Preis mit Beiträgen zu Flüchtlingen

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Europa-Preis

Beim bundesweiten Schülerzeitungswettbewerb 2016 hat die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland ihren Sonderpreis "Europa hier bei mir" an zwei bayerische Schülerzeitungen vergeben: an die Schülerzeitung "Riss" der Realschule im Stiftland  und an die Schülerzeitung "Galgenbook 2015" der Mittelschule Bad Windsheim.

22/02/2016

"Beide bayerischen Schülerzeitungen haben die Flüchtlingskrise und das Miteinander verschiedener Kulturen thematisiert und für ihre junge Leserschaft ausgewogen und verständlich  dargestellt", würdigte Richard Kühnel, Vertreter der EU-Kommission in Deutschland die Preisträger heute (Montag) in Berlin.  "Es sind zwei sehr gelungene Beiträge, welche die Leser von Beginn an in ihren Bann ziehen und die europäische Flüchtlingskrise auf eine sehr anschauliche, persönliche Ebene bringen. Mit ihren Artikeln, Bildern und Grafiken haben sie ihren Mitschülern die Möglichkeit gegeben, sich über die Flüchtlingskrise, Toleranz und Integration zu informieren und zu verstehen, dass die Flüchtlingskinder an ihrer Schule viele ihrer Wünsche und Träume teilen."

Bundesratspräsident Stanislaw Tillich, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, wird die jungen Redakteure am 6. Juni bei einer feierlichen Preisverleihung im Bundesrat in Berlin auszeichnen. Beim Schülerzeitungskongress der Jugendpresse Deutschland am 7. Juni, können sich die prämierten Redaktionen in zahlreichen Workshops fortbilden und mit Medienprofis in Kontakt treten.
Die Flüchtlingskrise ist derzeit die große Herausforderung, vor der Europa steht. Es ist das große Thema, das die Europäer, die Deutschen, aber auch die Schüler der Realschule in Stiftland in Bayern bewegt. Viele Fragen zu dem Thema beantwortet deren Schülerzeitung "Riss" unter dem Titel "Offen für die Welt" -  vielfältig, sachlich und verständlich für ihre junge Leserschaft. Die Redakteure definieren Toleranz, Diskriminierung und Integration. Sie beschreiben die Menschen auf der Flucht, ihre Gründe dafür, ihre Aufnahme in ihrer Region und ihr Treffen mit Flüchtlingen. Beiträge zu Kindersoldaten, zum Leben in der Grenzregion mit den tschechischen Nachbarn, aber auch zu Klimaschutz und fairem Handel runden das Titelthema ab.

Der Sonderpreis Europa zeichnet aber dieses Jahr nicht nur diese Schülerzeitung aus, sondern auch die Schülerzeitung "Galgenbook" der bayerischen Mittelschule Bad Windsheim. Sie erzählt einfühlsam und auf hohem journalistischem Niveau die Geschichte ihres Mitschülers, des somalischen Flüchtlings Abdi: die lange Flucht aus seiner Heimat nach Europa, seine Ängste und Hoffnungen und schließlich sein erster Tag an der Schule in Bad Windsheim. Ergänzt wird der Text durch anschauliche Grafiken zu Asylanträgen und den deutschen Quoten für die Umsiedlung. Mit mehreren Interviews mit Mitschülern aus Ländern wie Syrien, Ungarn, Rumänien, Griechenland und Aserbaidschan zeigen die jungen Redakteure, was die Kinder bewegt, was sie gern machen und was sie sich wünschen.

Mit diesem Schülerzeitungspreis "Europa hier bei mir", der dieses Jahr zum siebenten Mal vergeben wird, würdigt die Vertretung der EU-Kommission in Deutschland Schülerzeitungen, die sich mit Europa im Alltag ihrer jugendlichen Leser beschäftigen. Die beiden Schülerzeitungen erhalten je 500 Euro und werden im Juni nach Berlin zur Preisverleihung und zu einem EU-Workshop eingeladen, bei dem sie europäische Projekte in Berlin besuchen und ihr journalistisches Knowhow verbessern können.

Beide Schülerzeitungen  gehören als Gewinner des Sonderpreises damit zu den 32 besten Schülerzeitungen Deutschlands, die am Wochenende aus insgesamt 1.900 Einsendungen für insgesamt 34 Preise in mehreren Schulkategorien und Sonderkategorien ausgewählt wurden. Die Fachjury bestand aus Vertretern der Jugendpresse, der Schulbehörden, hauptberuflichen Journalisten und politischen Institutionen. Die Jugendpresse Deutschland veranstaltet den  Schülerzeitungswettbewerb der Länder zum dreizehnten Mal zusammen mit den Ländern der Bundesrepublik Deutschland.  

Alle Informationen zur Preisverleihung.

Pressekontakt: Nikola John Tel.: +49 (30) 2280-2410

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet der Infopunkt der Berliner Vertretung der Europäischen Kommission per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.