Vertretung in Deutschland

Plattform gegen Schwarzarbeit kann an den Start gehen

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Arbeitnehmerfreizügigkeit

Das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union haben heute (Mittwoch) die Einrichtung einer Plattform gebilligt, mit der Schwarzarbeit auf europäischer Ebene besser bekämpft werden kann.

09/03/2016

Die EU-Kommission hatte 2014 die Einrichtung der Plattform vorgeschlagen, um die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten bei der Verhinderung von nicht angemeldeter Arbeit zu verbessern. Außerdem sollen durch den Erfahrungsaustausch der Untersuchungsbehörden Leitlinien entwickelt werden, die Schwarzarbeit effektiver verhindern helfen.

Marianne Thyssen, Kommissarin für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität, begrüßte die heutige Entscheidung von Rat und Europäischem Parlament. "Es gehört zu den Prioritäten der Kommission, einen umfassenden und fairen Binnenmarkt zu schaffen. In dem Zusammenhang haben wir gestern eine Reform der Entsenderichtlinie vorgelegt und erklären heute unsere Entschlossenheit, Schwarzarbeit zu bekämpfen. Schwarzarbeit ist ein Problem, das schwerwiegenden Schaden anrichtet – nicht nur bei Arbeitsbedingungen, sondern auch beim fairen Wettbewerb zwischen Unternehmen und den öffentlichen Haushalten. Daher begrüße ich die heutige Unterzeichnung, denn ich bin überzeugt, dass eine verstärkte Zusammenarbeit und ein Austausch zwischen den Mitgliedstaaten im Kampf gegen Schwarzarbeit uns einen Schritt näher an einen vertieften und fairen Binnenmarkt bringen wird", sagte Thyssen.

Die Plattform ermöglicht eine effektivere Zusammenarbeit zwischen nationalen Behörden wie etwa Arbeitsagenturen, Steuerbehörden und Sozialämtern. Beteiligt sind zudem Sozialpartner wie Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter. Am 27. Mai 2016 wird es dazu ein Treffen in Brüssel geben.

Mehr dazu hier und auf der Seite der Kommission hier.

Pressekontakt: Gabriele Imhoff, Tel.: +49 (30) 2280-2820

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet der Infopunkt der Berliner Vertretung der Europäischen Kommission per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.