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Novi Sad wird Europäische Kulturhauptstadt 2021

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Novi Sad in Serbien wird 2021 Europäische Kulturhauptstadt und ist damit die erste Kulturhauptstadt eines Beitrittslandes. Die EU-Kommission ist mit der Wahl dem Vorschlag eines unabhängigen Expertengremiums gefolgt. Bildungskommissar Tibor Navracsics begrüßte die Wahl. Die Öffnung des Programms der Europäischen Kulturhauptstadt für die Länder, die der EU beitreten wollen, biete die Möglichkeit, diese Länder näher an die EU heranzuführen und die kulturellen Bindungen mit der EU zu stärken. „Ich gratuliere Novi Sad zu der erfolgreichen Bewerbung. Ich bin zuversichtlich, dass Novi Sad seinen europäischen und weltweiten Besuchern die Möglichkeit geben wird, die Stadt und ihre kulturellen Reichtümer zu entdecken, aber auch die Vielfalt der europäischen Kulturen und unsere gemeinsamen Werte zu würdigen.“

14/10/2016

(14.10.2016) - Der Wettbewerb um den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt in einem Beitrittskandidatenland wurde von der Kommission im Dezember 2014 gestartet. Er stand für Städte aus Albanien, Bosnien-Herzegowina, der früheren jugoslawischen Republik Mazedonien, Montenegro und Serbien offen. Städte in Ländern, die EU-Beitrittskandidaten oder potenzielle EU-Beitrittskandidaten sind, haben ab 2021 die Möglichkeit, den Titel alle drei Jahre zu erhalten. Zwei Städte, Herceg Novi in Montenegro und Novi Sad  in Serbien, kamen für 2021 in die engere Auswahl. Novi Sad wird mit Timisoara in Rumänien und einer Stadt in Griechenland, die im November ausgewählt wird, den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt teilen.

Mit dem Programm Kulturhauptstädte Europas sollen die kulturelle Vielfalt in Europa, die Gemeinsamkeiten europäischer Kulturen und das Gefühl der gemeinsamen europäischen Zugehörigkeit gefördert werden. Die Initiative wird durch das europäische Kulturförderprogramm Kreatives Europa unterstützt – für jede Kulturhauptstadt Europas sind 1,5 Mio. Euro aus dem Programm Kreatives Europa vorgesehen, die im Rahmen des  „Melina Mercouri Preises“ an die ausgewählte Städte verliehen werden können.

Das Programm wurde 1985 unter dem Namen Kulturstadt Europas auf Initiative der griechischen Kulturministerin Melina Mercouri ins Leben gerufen und erfreut sich  großer Beliebtheit. Seit dem Beginn des Programms wurde  jährlich mindestens eine europäische Stadt zur Kulturhauptstadt Europas ernannt - Deutschland hat sich bis mit Berlin (1988), Weimar (1999) und mit der Region „Essen für das Ruhrgebiet“ (2010) an der Initiative beteiligt. Deutschland ist erneut im Jahr 2025 an der Reihe.

Die Kulturhauptstädte Europas 2016 sind:

Als Kulturhauptstädte Europas wurden bis 2019 benannt:

  • 2017 – Aarhus (Dänemark) und Pafos (Zypern)
  • 2018 – Leeuwarden (Niederlande) und Valetta (Malta)
  • 2019 – Plovdiv (Bulgarien) und Matera (Italien)
  • 2020 - Rijeka (Kroatien) und Galway (Irland)

Sechs Jahre vor dem jeweiligen Kulturhauptstadtjahr veröffentlichen die ausrichtenden Länder eine Aufforderung zur Einreichung von Bewerbungen, normalerweise über ihr Kulturministerium. Städte, die an der Ausschreibung teilnehmen möchten, müssen einen Vorschlag zur Prüfung einreichen.

In einem Vorauswahlverfahren prüft ein Ausschuss aus unabhängigen Sachverständigen aus dem kulturellen Bereich die eingereichten Vorschläge anhand eines vorab festgelegten Kriterienkatalogs. Der Ausschuss einigt sich auf eine Auswahlliste von Städten, die dann aufgefordert werden, detailliertere Bewerbungen einzureichen.

Anschließend tritt der Ausschuss erneut zusammen, um die endgültigen Bewerbungen zu bewerten, und schlägt eine Stadt für jedes ausrichtende Land für die Ernennung vor. Die vorgeschlagene Stadt wird dann formell zur Kulturhauptstadt Europas ernannt.

Weitere Informationen:

Website der Europäischen Kommission zum Programm KULTURHAUPTSTÄDTE EUROPAS, Teilnahmerichtlinien und Bewerbungsformulare

News: Novi Sad to be European Capital of Culture in 2021

Pressekontakt: Gabriele Imhoff, Tel.: +49 (30) 2280-2820

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.