Vertretung in Deutschland

Mogherini und Stylianides zum Luftangriff auf UN-Hilfskonvoi

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Mit Bestürzung und Empörung haben Federica Mogherini, die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, und Christos Stylianides, Kommissar für Humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, auf den Angriff  auf einen Hilfskonvoi der Vereinten Nationen und des Roten Halbmonds in Syrien reagiert. Sie sagten gestern Abend (Dienstag) in einer gemeinsamen Erklärung: „Die Luftangriffe gegen einen Hilfskonvoi der Vereinten Nationen und des Roten Halbmonds bei Aleppo sind besorgniserregende Verstöße gegen humanitäres Völkerrecht. Der Angriff könnte einen unannehmbaren Präzedenzfall schaffen, der überall die sichere Versorgung mit Hilfsmitteln gefährdet.“

21/09/2016

(21.09.2016) - Beide EU-Politiker sprachen den Opfern und Angehörigen der getöteten Hilfskräfte ihr tiefes Beileid aus. Sie appellierten an alle Konfliktparteien in Syrien, internationales Völkerrecht einzuhalten und zu jeder Zeit den Schutz von Mitarbeitern von Hilfsorganisationen und Zivilisten zu gewährleisten.

In ihrer Erklärung riefen sie zudem zur Einhaltung der Feuerpause auf. „Wir fordern alle Konfliktparteien dazu auf, weitere Angriffe zu unterlassen und die Einstellung der Kriegshandlungen zu respektieren. Insbesondere die syrische Regierung fordern wir auf, ihre Luftangriffe gegen nichtterroristische Ziele in Aleppo einzustellen und die sofortige und uneingeschränkte Wiederherstellung des Zugangs humanitärer Hilfe in die belagerten Gegenden und insbesondere zur Bevölkerung von Aleppo  zuzulassen“, sagten beide Politiker.

Am vergangenen Montag (19.9.) wurde am frühen Abend nahe der Stadt Aleppo ein Hilfskonvoi der Vereinten Nationen und des Syrischen-Arabischen Halbmonds (SARC) bombardiert. Die Lastwagen hatten Hilfslieferungen für die notleidenden Menschen in Aleppo geladen.

Weitere Informationen:

Wortlaut der Erklärung von Mogherini und Stylianides

Humanitäre Hilfe der EU für Syrien

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