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Migration und Wirtschaft: EU und Afrika vertiefen Zusammenarbeit

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EU-Afrika

Die Kommission der Afrikanischen Union (AU) und die Europäische Kommission kommen morgen (Mittwoch) zu ihrem jährlichen Treffen in Afrikas politischer Hauptstadt Addis Abeba zusammen. 

05/04/2016

Dabei geht es um eine vertiefte Kooperation in sicherheitspolitischen und  wirtschaftlichen Fragen. Es ist das größte jährliche politische Treffen für Afrika und die EU, an dem neben der Hohen Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Federica Mogherini  zwei Kommissionsvizepräsidenten und vier Kommissare teilnehmen werden.

"Europa und Afrika verbindet seit Langem eine enge Partnerschaft. Wir teilen oft dieselben Prioritäten und Herausforderungen: Der Terrorismus hat beide Kontinente ins Visier genommen. Wir alle sind durch einen enormen Zustrom von Menschen gefordert und haben ein gemeinsames Interesse an der Förderung von Wachstum und der Schaffung neuer Chancen für die afrikanische Jugend", sagte Mogherini vor dem Treffen. "Unsere Gegenwart und Zukunft verbinden uns. Aus diesem Grund ist dieses hochrangige Treffen der beiden Kollegien der Europäischen Kommission und der AU-Kommission von entscheidender Bedeutung und geschieht zur rechten Zeit. Dies wird mein zweiter Besuch bei der Afrikanischen Union innerhalb weniger Monate sein. Ich gehe davon aus, dass unsere Arbeit gemeinsame Aktivitäten in vielen Bereichen wie wirtschaftliche und soziale Entwicklung, Migration und Terrorismusbekämpfung sowie internationale und regionale Fragen anregen wird."

Gemeinsame Strategie  

Mit ihrer Zusammenarbeit bilden die beiden Kommissionen die treibende Kraft der Beziehungen zwischen der EU und Afrika, indem sie sich gemeinsam für die Bewältigung der Herausforderungen einsetzen, mit denen sich beide Kontinente konfrontiert sehen. Die morgigen Gespräche werden verschiedene Themenbereiche der fünf Prioritäten des Fahrplans der Gemeinsamen Strategie Afrika-EU für den Zeitraum 2014-17 abdecken. Der Schwerpunkt wird dabei auf Frieden, Sicherheit und Migration liegen sowie auf dem Umgang der beiden Kontinente mit der Notwendigkeit, ein nachhaltiges Wirtschaftswachstums und eine nachhaltige Entwicklung zum Wohle der Bevölkerung Afrikas und Europas zu gewährleisten.

Neben Mogherini werden auch der für den digitalen Binnenmarkt zuständige Vizepräsident Andrus Ansip, der für den Euro und den sozialen Dialog zuständige Vizepräsident Valdis Dombrovskis, der Kommissar für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung Neven Mimica, die Kommissarin für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität Marianne Thyssen, der Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement Christos Stylianides und die Kommissarin für Verkehr Violeta Bulc zu dem Treffen erwartet.  

Im Anschluss des Treffens werden die beiden Kommissionen im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeiten eine gemeinsame Erklärung annehmen.

Mimica besucht Sudan

Bei seinem Besuch im Sudan heute (Dienstag) hat Kommissar Mimica eine Sondermaßnahme in Höhe von 100 Mio. Euro für Sudan im Rahmen des Nothilfe-Treuhandfonds der EU für Afrika angekündigt. Die Mittel sollen vor allem zur Armutsbekämpfung beitragen und verantwortungsvolle Staatsführung fördern. Zudem sollen sie die Grundversorgung  bei Bildung und Gesundheit in Gebieten verbessern, die von Unsicherheit bedroht sind und massive Migrationsströme bewältigen müssen. Diese Maßnahme ist auf Randgebiete und Konfliktregionen wie Darfur, Ostsudan sowie die Übergangszonen Südkordofan und Blauer Nil ausgerichtet.

Der Treuhandfonds wurde im vergangenen Jahr eingerichtet, um die Instabilität und die Ursachen von irregulärer Migration und Vertreibung zu bewältigen.

Die vollständige Pressemitteilung zum EU-AU-Treffen gibt es hier

Mehr zur Partnerschaft zwischen Afrika und der EU MEMO/16/1208

Ausführliche Informationen zu dem Hilfspaket für den Sudan finden Sie hier.
 

Pressekontakt: Margot Tuzina, Tel.: +49 (30) 2280 2340

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet der Infopunkt der Berliner Vertretung der Europäischen Kommission per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.