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Maritime Wirtschaft: Kommission und EU-Staaten für nachhaltiges „blaues Wachstum“

Das Potential der maritimen Wirtschaft steht im Zentrum einer gemeinsamen Erklärung von EU-Kommission und den EU-Staaten, die sie heute (Donnerstag) Nachmittag bei einem informellen Ministertreffen in Malta unterzeichnen werden. Sie unterstreichen darin ihre Unterstützung für ein nachhaltiges „blaues Wachstum“. Der maritime Sektor sorgt bereits heute für 5,4 Mio. Arbeitsplätze in den Bereichen Tourismus, Aquakultur, Meeresenergie und Biotechnologie und trägt jährlich 500 Mrd. Euro zur EU-Wirtschaft bei. Weiteres Wachstum wird auch von einem gesunden Zustand der Ozeane, Küsten und Meeres-Ökosysteme abhängen, betonte EU-Kommissar Karmenu Vella bei dem Treffen.

(20.04.2017) – „Wir müssen blaues Wachstum auf europäische Art angehen: nachhaltig, mit guten Lebens- und Arbeitsbedingungen und hohen Sozialstandards. So kann die blaue Wirtschaft zu einer echten Erfolgsgeschichte werden,“ sagte der Kommissar für Umwelt, Meerespolitik und Fischerei.

Europa sei schon jetzt global führend bei der Entwicklung von Technologien zur Gewinnung von Meeresenergie, unterstrich Vella. 52 Prozent aller Entwickler im Bereich der Gezeitenenergie und sechs von zehn Entwicklern im Bereich der Wellenenergie arbeiten in Europa. EU-Forschungsprogramme haben in den vergangenen Jahren etwa 150 Mio. Euro in die Meeresenergie-Forschung investiert. Und der Wert europäischer, nachhaltiger Aquakultur sei in den vergangenen zehn Jahren um 40 Prozent gestiegen, so Vella.

Beim heutigen Treffen geht es um die zukünftige Ausrichtung der EU-Initiative für blaues Wachstum und die weitere Entwicklung der Meeresbewirtschaftung in der EU und im Mittelmeer. Dabei wird auch die Bedeutung von Innovation für die Wettbewerbsfähigkeit des Sektors diskutiert. Die Ergebnisse des Treffens werden in die Konferenz „Our Oceans“ am 5. und 6. Oktober in Malta einfließen.

Weitere Informationen

Informationen zum Treffen auf der Website der maltesischen Ratspräsidentschaft

Rede von EU-Kommissar Karmenu Vella

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