Vertretung in Deutschland

Drei Projekte aus Deutschland gewinnen Europäischen Kulturerbepreis

Die Gewinner des Europäischen Kulturerbepreises (Europa Nostra Awards 2019)  wurden heute (Dienstag) von der Europäischen Kommission und dem europäischen Kulturerbenetzwerk Europa Nostra bekanntgegeben. 25 Preisträger aus 16 Ländern wurden ausgezeichnet. Unter den Preisträgern sind drei Projekte aus Deutschland: in der Kategorie Forschung das „RomArchive - Digitales Archiv der Sinti und Roma“ aus Berlin, in der Kategorie Bildung, Ausbildung und Bewusstseinsbildung das digitale Geschichtsbuch „DENKMAL EUROPA“, ebenfalls aus Berlin, sowie „Stewards of Cultural Heritage“, ein Ausbildungsprogramm für vertriebene Kulturerbespezialisten aus Syrien , das von einem deutschen Institut in Istanbul durchgeführt wird.

21/05/2019

„Ich bin sehr stolz darauf, allen Gewinnern des Europäischen Kulturerbepreises / Europa Nostra Awards 2019 gratulieren zu können. Diese Helden des Kulturerbes – Fachleute und Freiwillige aus ganz Europa – haben etwas wirklich Erstaunliches geleistet. Ihre Arbeit zur Wiederherstellung, Erhaltung, Unterstützung oder Förderung von Europas Denkmälern und Kulturerbestätten als auch seines immateriellen Kulturerbes ist von höchster Qualität. Die Auszeichnungen sind ein Beweis für die enormen Auswirkungen, die Kulturerbeprojekte auf unsere Wirtschaft, unsere Umwelt, unsere Kultur und unsere Lebensqualität haben. Europas Kulturerbe ist ein Schlüsselfaktor für Europas Zukunft und für unseren Wohlstand. Das ist eine wichtige Botschaft für alle EU-Bürger und alle zukünftigen Entscheidungsträger in den EU-Institutionen im Vorfeld der anstehenden Europawahlen“, erklärte Plácido Domingo, der renommierte Opernsänger und Präsident von Europa Nostra.

„Unser kulturelles Erbe ist unsere gemeinsame Ressource, ein Vermächtnis aus der Vergangenheit, auf dem wir unsere Zukunft aufbauen können. Es hat seinen Platz in den Herzen der Menschen und in ihrem täglichen Leben – und trägt entscheidend zur Bildung eines Zusammengehörigkeitsgefühls bei. Das Europäische Kulturerbejahr, das wir 2018 gefeiert haben, hat diese wichtige Rolle deutlich gemacht. Jetzt ist es unsere Aufgabe, sie in den kommenden Jahren weiter zu fördern. Die diesjährigen Gewinner des Europäischen Kulturerbepreises / Europa Nostra Awards tragen mit ihrem Engagement und mit der Qualität ihrer Arbeit zu diesen Bemühungen bei, und ich gratuliere ihnen herzlich“, sagte Tibor Navracsics, EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport.

Die Gewinner werden bei einem Festakt zur Verleihung des Europäischen Kulturerbepreises am 29. Oktober in Paris während des Europäischen Kulturerbekongresses geehrt.


Zu den 2019 ausgezeichneten Persönlichkeiten und beispielhaften europäischen Initiativen gehören: die behutsame Wiederherstellung der Kapelle des Heiligen Grabtuches in Turin, einem ikonischen Ort des religiösen Kulturerbes, der 1997 durch einen Brand zerstört und nun wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde; das oben genannte digitale Archiv der Sinti und Roma, ein international zugänglicher Ort, der Kulturen und Geschichten der Sinti und Roma sichtbar macht und auf Stereotype mit selbst erzählten Gegengeschichten reagiert; das Engagement einer der ältesten Nichtregierungsorganisation für das Kulturerbe in Europa, die sich seit über 175 Jahren für den Denkmalschutz in Norwegen einsetzt, sowie ein Ausbildungsprogramm für vertriebene, fachkundige Kulturerbespezialisten aus Syrien, das von einem deutschen Institut in Istanbul durchgeführt wird und als ein eindrucksvolles Vorbild für Länder in und über Europa hinaus dient.

Die Europäische Kommission und Europa Nostra haben außerdem einen Sonderpreis für das europäische Kulturerbe zu Ehren der Pariser Feuerwehr angekündigt. Die Feuerwehrleute der Stadt hatten gemeinsam mit der Polizei und Denkmalschützern die Flammen, die die Kathedrale von Notre Dame in der Nacht vom 15. April verwüsteten, mutig und fachkundig bekämpft und das Hauptschiff sowie die darin befindlichen kostbaren Artefakte erfolgreich vor einer vollständigen Zerstörung bewahrt. Die separate Pressemitteilung zu diesem Sonderpreis können Sie hier lesen.

Bürger aus ganz Europa und der ganzen Welt können bis 15. September 2019
online über den Publikumspreis abstimmen und Unterstützung für die Siegerleistung(en) aus ihrem eigenen oder einem anderen europäischen Land mobilisieren.

Die mit Denkmalschutzexperten aus ganz Europa besetzten unabhängigen
Auswahlkommissionen haben insgesamt 149 Bewerbungen ausgewertet, die von Organisationen und Einzelpersonen aus 34 europäischen Ländern eingereicht wurden, um die Gewinner auszuwählen.

Die Gewinner werden beim Festakt zur Verleihung des Europäischen Kulturerbepreises gefeiert, der gemeinsam von EU-Kommissar Tibor Navracsics und Maestro Plácido Domingo ausgerichtet wird und unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Französischen Republik,

Die Ausschreibung für die nächste Ausgabe des Preises wird im Juni 2019 auf der entsprechenden Webseite veröffentlicht.

 

Die deutschen Preisträger:

RomArchive - Digitales Archiv der Sinti und Roma, Deutschland

RomArchive ist ein internationales digitales Archiv für die Künste der Sinti und Roma - eine wachsende Sammlung von Kunst aller Gattungen, ergänzt durch historische Dokumente und wissenschaftliche Texte. Die Idee des Archivs basiert auf der umfangreichen Recherche und zahlreichen Interviews, die die Projektinitiatoren Franziska Sauerbrey und Isabel Raabe mit Künstler_innen, Kurator_innen, Aktivist_innen und Wissenschaftler_innen der Sinti und Roma aus ganz Europa führten. Die Recherche hat deutlich gemacht, dass es einen international zugänglichen Ort braucht, der die Kulturen und Geschichte der Roma sichtbar macht und Stereotypen mit einer Gegengeschichte begnet, die von Sinti und Roma selbst erzählt wird. Die Entwicklung von RomArchive bis zum Launch wurde maßgeblich von der Kulturstiftung des Bundes gefördert.

Während in traditionellen Archiven Sinti und Roma meist stereotyp dargestellt werden, setzt RomArchive auf ihre Selbstdarstellung. Neue Narrative entstehen, die die Vielfalt der nationalen und kulturellen Identitäten der Sinti und Roma widerspiegeln. Sinti und Roma besetzen verantwortliche Positionen bei RomArchive - als Kurator_innen, Künstler_innen, Wissenschaftler_innen und Mitglieder des Projektbeirats. Die Kurator_innen bestimmen den Inhalt des Archivs und stellen Sammlungen zu den Themen Tanz, Film, Literatur, Musik, Theater, Bildende Kunst und Flamenco zusammen sowie Selbstzeugnisse über die Verfolgung von Sinti und Roma unter dem Nazi-Regime und wissenschaftliches Material zur Bürgerrechtsbewegung.

„Das Thema dieser Recherche ist für die Geschichte der Menschen in Europa sehr wichtig“, sagte die Jury, „die Roma stellen mit zwölf Millionen Menschen die größte vernachlässigte Minderheit in Europa dar. Dieses Archiv ist deshalb besonders innovativ, weil es auf die Selbstdarstellung der Roma-Identitäten achtet, sowohl materielles als auch immaterielles Erbe präsentiert und sich von den stereotypen Wahrnehmungen der Roma entfernt.“

Der Reichtum der künstlerischen und kulturellen Produktion der Roma - eng mit derjenigen Europas als Ganzes verwoben - wird durch RomArchive zum Gewinn aller Europäer sichtbar und zugänglich gemacht. „Die europäische Identität basiert auf ihrer Vielfalt und darauf, ein Gefühl von gemeinsamen Werten und von Zugehörigkeit zu teilen, zu dem dieses Projekt beiträgt“, erklärte die Jury.

Die ästhetisch ansprechende Webseite des Archivs im Magazinstil mit Bildern und Geschichten wird die Benutzer_innen dazu inspirieren, tiefer in die Themen einzutauchen. Hintergrundinformationen helfen den Benutzer_innen, den Kontext zu verstehen, in dem jedes der Werke entstanden ist. Für eine internationale Zugänglichkeit ist die Website bereits in Englisch, Deutsch und Romanes verfügbar, weitere Sprachen sind in naher Zukunft geplant.

„Die digitale Archivierung der Kunst der Sinti und Roma stellt eine erste Initiative zur Sammlung und Verbreitung dieses Wissens dar und umfasst bereits 5.000 Objekte. Und diese mehrsprachige Website, die auch in Romanes verfügbar ist, ist eine ständig wachsende Plattform“, so die Jury.

Weitere Informationen: Isabel Raabe | raabe@sauerbrey-raabe.de | +49-175-5423622

 

DENKMAL EUROPA, Deutschland

DENKMAL EUROPA ist ein digitales Geschichtsbuch, das generations- und kulturübergreifend dazu einlädt, über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Europas nachzudenken. Es erzählt die Geschichte eines Europas, das von vielfältigen und weitreichenden Prozessen kultureller Übergänge, Veränderungen und des Austausches geprägt wurde. Das Projekt stellt Denkmäler als zentrale Orte der Reflexion in den Mittelpunkt, die den Zusammenhang zwischen unserer komplexen europäischen Geschichte und den Errungenschaften der modernen europäischen Demokratie aufzeigen.

Kernstück des Projektes ist eine ansprechende Webseite (www.denkmal-europa.de), die niedrigschwellige Informationen insbesondere für Schulen, soziale Organisationen, Familien, Freiwillige sowie für lokale Geschichtsvereine und historische Gesellschaften bereitstellt. Das Projekt wurde vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 gefördert.

Beeindruckt von der attraktiven Benutzeroberfläche der Webseite, stellte die Auswahlkommission fest: „Die Webseite ist gut gestaltet, responsiv und ist mit jedem Gerät kompatibel. Es ermutigt und befähigt Kinder und Jugendliche, sich mit ihrem kulturellem Erbe und ihren Denkmälern auf intelligente Art und Weise sowohl online als auch vor Ort auseinanderzusetzen. Dadurch hat das Projekt den Zugang zum Kulturerbe für verschiedene Zielgruppen erleichtert.“

Denkmal Europe ist ein Werkzeugkasten, der entwickelt wurde, um jungen Menschen dabei zu helfen, sich den „Europäischen Code“ in unseren Denkmälern zu entschlüsseln und die Vergangenheit mit Blick auf die heute relevanten Themen zu untersuchen – sowohl online als auch offline. Jedes Thema ist über drei Wege zugänglich:

Erstens, Zeitleisten, die einen strukturierten und umfassenden Überblick über die Ereignisse und die entsprechenden Daten bieten. Zweitens, illustrierte Graphic Novels, die eine persönliche, menschliche Geschichte visualisieren und dabei eine bottom-up, leicht zugängliche Heransgehensweise zu einer breiteren historischen Erzählung bieten. Drittens lädt eine inspirierende Toolbox mit Aktivitäten die Teilnehmer ein, sich mit Denkmälern und ihrem historischen Kontext direkt vor der eigenen Haustür zu befassen. Es ist eine innovative Art, Menschen herauszufordern, sich intensiv mit den Lieux de Mémoire (Erinnerungsorten) auseinanderzusetzen, die die Europäische Identität ausmachen.

Dieses in Deutschland einzigartige Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur politischen, kulturellen und nachhaltigen Bildung und zum grenzüberschreitendem Denken. Die Jury erklärte: „Die sorgfältig ausgewählten Themen fördern die Erforschung unserer Geschichte, schaffen ein Gefühl der Eigenverantwortung und motivieren so zum Denkmalschutz und erleichtern die Erkundung und das Verständnis unserer gemeinsamen europäischen Identität durch materielles und immaterielles Kulturerbe.“

Denkmal Europa hat sich schon in 14 der 16 deutschen Bundesländer Deutschland etabliert, lokale Netzwerke aufgebaut und verschiedene Aktivitäten im Bereich des Kulturerbes geschaffen, nicht nur innerhalb des Landes, sondern auch in Zusammenarbeit mit den Nachbarländern Polen und Frankreich. Das digitale Geschichtsbuch leistet einen unschätzbaren Beitrag zu den Bildungspraktiken und für alle an europäischer Geschichte Interessierten.

Weitere Informationen: Heike Schwalm | presse@denkmal-europa.de | +49 1573 374 50 93

 

Stewards of Cultural Heritage, Deutschland

Der anhaltende Bürgerkrieg in Syrien hat Hunderttausende von Menschenleben gekostet, etwa 5,6 Millionen sind in andere Länder geflohen. Menschen in abgelegenen Bereichen des Landes gelten noch immer als vermisst oder werden bedroht. Der Konflikt hat zugleich zur Zerstörung unschätzbaren kulturellen Erbes geführt. Das Projekt Stewards of Cultural Heritage ist Teil der Projektreihe „Stunde Null – Eine Zukunft für die Zeit nach der Krise“ unter dem Dach des Archaeological Heritage Network und wird vom Auswärtigen Amt sowie der Gerda Henkel Stiftung unterstützt. Es wurde konzipiert, um durch die Ausbildung syrischer Kulturerbe-Spezialisten, die aktuell in der Türkei leben, einen Beitrag zum Erhalt des syrischen Kulturerbes zu leisten. Gemäß den Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) hat die Türkei mehr Flüchtlinge aufgenommen als jedes andere Land – rund 3,62 Millionen Menschen, was etwa 4,5 Prozent der Bevölkerung des Landes entspricht.

Im Rahmen des vom Deutschen Archäologischen Institut in Istanbul organisierten und durch eine Reihe von türkischen und deutschen Universitäten unterstützten Projekts wurden fünf Stipendiatinnen und Stipendiaten ausgewählt. Ihnen wurden Mittel und Erfahrungen an die Hand gegeben, um sie für den Wiederaufbau ihres Landes nach einer politischen Lösung in Syrien zu qualifizieren. Darüber hinaus hilft das Projekt den Stewards auch, eine internationale Karriere im Denkmalschutz-Bereich aufzubauen. Die Jury sagt dazu: „Dies ist ein ausgezeichnetes, internationales und kooperatives Ausbildungsprogramm, das eine Vielzahl von Interessengruppen einbindet und das sich mit einem wichtigen aktuellen Thema von gesamteuropäischer Bedeutung befasst. Das Projekt adressiert einige der komplexen Fragen, die mit der Aufnahme einer qualifizierten vertriebenen syrischen Bevölkerung in Europa aufgeworfen werden, und es versucht, ihre Fähigkeiten zu verbessern, sich in vorhandene Strukturen zu integrieren, die den Schutz und die Nutzung des kulturellen Erbes fördern.“

Die Jury würdigte die Bedeutung der Initiative für geflüchtete Menschen in der ganzen Welt: „Das Projekt kann als ein Modell für andere Länder dienen, die versuchen, vertriebene, jedoch qualifizierte Flüchtlinge in Aktivitäten des Kulturerhalts einzubinden und damit ihre zentrale Rolle bei zukünftigen Wiederaufbauprogrammen nach der erhofften Rückkehr in ihre Heimatländer zu unterstützen. Es stärkt die Fähigkeiten der syrischen Flüchtlingsgemeinde in der Türkei, sich heute mit dem kulturellen Erbe zu befassen und dabei die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten zu entwickeln, um die Wiederbelebung des kulturellen Erbes in einem zukünftigen, friedlichen Syrien voranzutreiben.“

Das Programm umfasste einen Reihe von Seminaren und Workshops, in denen türkische, deutsche und internationale Expertinnen und Experten theoretische Hintergründe und praktische Fähigkeiten vermittelten, vom Management von Kulturerbe über die Schadensbewertung bis hin zum Einsatz digitaler Werkzeuge in der Archäologie. Darüber hinaus nahmen die Stewards an einem siebenwöchigen Feldprojekt im Rahmen der archäologischen Ausgrabungen in Doliche teil. Nach dem Abschluss des Programms werden die Stewards ermutigt, ihre erworbenen Fertigkeiten an andere Denkmalpflege-Spezialisten in der Türkei weiterzugeben, um die Zahl der Expertinnen und Experten zu erhöhen, die in der Lage sind, das reiche kulturelle Erbe Syriens wiederzubeleben, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Die Jury erklärt: „Der Wiederaufbau kriegszerstörter Gebiete braucht ein behutsames Vorgehen und gut ausgebildete Spezialisten. In Anbetracht dessen ist es dringend erforderlich, die Fähigkeiten und Kenntnisse geflüchteter Kulturerbe-Spezialisten kontinuierlich zu verbessern und zu entwickeln. Im Rahmen des Projekts aufgebaute Experten-Netzwerke haben ebenfalls zur Stärkung der Fachleute beigetragen.“

Weitere Informationen: Diana Miznazi | diana.miznazi@dainst.de

 

Hintergrund

Europa Nostra ist der pan-europäische Verbund von Nichtregierungsorganisationen im Kulturerbebereich, der auch von einem großen Netzwerk von öffentlichen Einrichtungen, privaten Firmen und Einzelpersonen unterstützt wird.  Mit Mitgliedern in mehr als 40 europäischen Ländern ist die Organisation ein Sprachrohr der Zivilgesellschaft, die sich für den Schutz und die Förderung des kulturellen und natürlichen Erbes Europas einsetzt. Das 1963 gegründete Europa Nostra wird heute als das repräsentativste Kulturerbenetzwerk in Europa angesehen. Der weltberühmte Opernsänger Plácido Domingo ist der Präsident der Organisation.

Europa Nostra  setzt sich für den Erhalt von Europas gefährdeten Denkmälern, Kulturerbestätten und Landschaften ein, insbesondere durch sein Programm „Die 7 Meistgefährdeten“. Herausragende Leistungen werden mit dem Europäischen Kulturerbepreis / Europa Nostra Awards ausgezeichnet. Des weiteren leistet Europa Nostra einen Beitrag zur Formulierung und Umsetzung von europäischen Strategien und Politik im Bereich Kulturerbe, auch durch einen strukturierten Dialog mit den europäischen Institutionen und die Koordinierung der European Heritage Alliance 3.3.

 

Kreatives Europa ist das EU-Programm zur Förderung des Kultur- und Kreativsektors, um dadurch seinen Beitrag zur Schaffung von Arbeitsplätzen und Wachstum zu erhöhen. Mit einem Budget von  1,46 Mrd. Euro für den Zeitraum 2014-2020 fördert dieses Programm Organisationen aus den Bereichen Kulturerbe, Darstellende Kunst, Bildende Kunst, Interdisziplinäre Kunst, Verlagswesen, Film, Fernsehen, Musik und Videospiele sowie zehntausende von Künstlern, Kultur- und Medienschaffenden. Die Förderung ermöglicht es ihnen, in ganz Europa tätig zu werden, neue Publikumsschichten zu erschließen und die im digitalen Zeitalter benötigten Kompetenzen entwickeln zu können.

 

Weitere Informationen

 

Daily News

 

Informationen über alle Gewinner

 

 

Pressekontakt: Gabriele Imhoff, Tel.: +49 (30) 2280-2820

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.