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Kommission sagt illegalem Artenhandel den Kampf an

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Illegaler Artenhandel

Die Europäische Kommission hat heute (Freitag) einen Aktionsplan angenommen, um den illegalen Artenhandel innerhalb der EU zu bekämpfen und den europäischen Beitrag zur weltweiten Bekämpfung des Handels mit Wildtieren zu stärken.

29/02/2016

Im Mittelpunkt stehen die Reduzierung von Angebot und Nachfrage, die bessere Umsetzung bestehender Vorschriften und die stärkere Zusammenarbeit zwischen Ursprungs-, Zielmarkt- und Transitländern.

Der illegale Artenhandel hat in den letzten Jahren dramatisch zugenommen: Jedes Jahr gelangen schätzungsweise 8 bis 20 Mrd. Euro in die Hände organisierter krimineller Banden – ein Betrag in der Größenordnung des Drogen-, Menschen- oder Waffenhandels.  Allein im Jahr 2014 wurden mehr als 20.000 Elefanten und 1.200 Nashörner getötet. Die EU ist Ziel-, Ursprungs- und Transitgebiet für den illegalen Handel mit gefährdeten Arten, der lebende und tote Exemplare wildlebender Tier- und Pflanzenarten, Teile davon und daraus hergestellte Produkte umfasst.

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini erklärte: "Artenhandel und Wilderei sind in mehreren Regionen und Ländern Auslöser von Unsicherheit und Instabilität. Sie können als Finanzierungsquelle von bewaffneten Gruppen dienen und Korruption fördern. Wir müssen starke Partnerschaften mit den Ländern entlang der Schmuggelrouten – vom Ursprungs- über das Transit- bis zum Zielmarktland - aufbauen. Die EU ist bereit, mit ihren Partnern zusammenzuarbeiten, um diese Form des illegalen Handels zu unterbinden und die betroffenen Gemeinschaften zu unterstützen."

EU-Umweltkommissar Karmenu Vella sagte bei der Vorstellung des Aktionsplans: "Der illegale Artenhandel ist eine große Gefahr für unsere nachhaltige Zukunft, den wir auf verschiedene Weise bekämpfen müssen. Wenn die jetzige Entwicklung so weitergeht, wird ein heute geborenes Kind noch vor seinem 25. Geburtstag erleben, dass die letzten wildlebenden Elefanten und Nashörner aussterben. Mit dem neuen Aktionsplan wird unsere Entschlossenheit unterstrichen, diese kriminelle Tätigkeit zu beenden, indem wir unserem politischen Willen Taten folgen lassen."

Insgesamt umfasst der Aktionsplan 32 konkrete Maßnahmen bis 2020.

Weitere Informationen erhalten Sie in der vollständigen Pressemitteilung sowie diesem Memo mit Fragen und Antworten.

Den Aktionsplan und ein dazugehöriges Arbeitspapier sowie weitere Hintergrundmaterialien gibt es hier.

Pressekontakt: Claudia Guske, +49 (30) 2280-2190

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet der Infopunkt der Berliner Vertretung der Europäischen Kommission per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.