Vertretung in Deutschland

Kommission holt Meinungen zum Bildungsprogramm Erasmus+ ein

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Die EU-Kommission will die Meinung der Bürgerinnen und Bürger und von beteiligten Organisationen zum Bildungsprogramm Erasmus+ und zu seinen Vorgängerprogrammen erfahren und hat heute (Dienstag) eine Konsultation gestartet. Die Ergebnisse sollen in die Halbzeitbilanz zu Erasmus+ einfließen, die die Kommission bis Ende des Jahres vorlegen wird. „Wir bewerten, wie effektiv Erasmus+ seine Ziele erreicht und wie kosteneffizient es ist“, sagte Bildungskommissar Tibor Navracisics zum Start der Konsultation.

28/02/2017

(28.02.2017) – „Das Programm trägt entscheidend dazu bei, jungen Menschen ein unabhängiges Leben als engagierte Bürger zu ermöglichen. Die Ansichten der Akteure spielen zudem eine wichtige Rolle in der Gestaltung der Zukunft der europäischen Erfolgsgeschichte über 2020 hinaus“, so Navracsiscs weiter. 

Junge Menschen, Studenten, Lehrer, Jugendarbeiter, Sportler, Arbeitgeber, Organisationen und andere Interessierte können bis zum 31. Mai ihre Beiträge einsenden. Die Halbzeitbewertung des Programms wird auf verschiedenen Quellen und Datensammlungen beruhen, einschließlich Teilnehmerumfragen, Fallstudien, Interviews, Analysen der sozialen Medien und der Konsultation.

Erasmus+ ist das Programm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union. Es fasst die bisherigen EU-Programme für lebenslanges Lernen, Jugend und Sport sowie die europäischen Kooperationsprogramme im Hochschulbereich zusammen.  Ausgestattet ist das Programm mit einem Budget in Höhe von rund 14,8 Mrd. Euro. In den vergangenen 30 Jahren eröffnete Erasmus neun Millionen Menschen, darunter 1,3 Millionen aus Deutschland, die Chance, einen Teil ihres Studiums oder ihrer Ausbildung im Ausland zu absolvieren, dort Freiwilligendienst zu leisten, Berufserfahrung zu sammeln oder andere Sportgruppen und Ehrenamtliche zu treffen.

Ziel ist es, über vier Millionen Menschen bis 2020 Erfahrungen im Ausland zu ermöglichen, aus Deutschland sollen es über eine halbe Million sein. 2015 gab es mit 678.000 Menschen einen neuen Teilnehmerrekord. 290.000 Studienaufenthalte und Praktika wurden gefördert, 19.600 Projekte durch Erasmus+ unterstützt. Die meisten Austausch-Teilnehmer kamen aus Frankreich (39.985), Deutschland (39.719) und Spanien (36.842). Beliebtestes Zielland ist Spanien, wohin 42.537 Teilnehmer gingen. Auf dem zweiten Platz folgt Deutschland (31.871) gefolgt von Großbritannien (30.183). Teilnehmerländer an Erasmus sind derzeit alle 28 EU-Staaten sowie die Türkei, Norwegen, Island, Liechtenstein und die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien.

Weitere Informationen:

Konsultation zur Evaluierung des Erasmus+-Programms

Factsheet: ERASMUS+ - The EU programme for education, training, youth and sport (2014-2020)

Open Public Consultation on the mid-term evaluation of the Erasmus+ Programme

Website der EU-Kommission zu Erasmus+

Pressekontakt: Gabriele Imhoff, Tel.: +49 (30) 2280-2820

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.