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Kampf gegen Fluchtursachen: EU unterstützt Senegal und Länder am Horn von Afrika

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Zur Ankurbelung der Wirtschaft in Regionen Afrikas, aus denen viele Migranten stammen, und um die Lebensbedingungen vor Ort zu verbessern, unterstützt die EU den Senegal und die Länder am Horn von Afrika. Bei seinem Besuch im Senegal hat EU-Kommissar Neven Mimica heute (Dienstag) vier Projekte unterzeichnet, die mit insgesamt 90 Mio. Euro über den EU-Afrika-Treuhandfonds und den Europäischen Entwicklungsfonds finanziert werden. Ihre Hilfe für die Länder am Horn von Afrika, die unter Überflutungen und Dürren leiden, stockt die EU um weitere 66,5 Mio. Euro auf.

25/10/2016

(25.10.2016) - Zur Unterzeichnung der Projekte im Senegal in erklärte Neven Mimica, EU-Kommissar für Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung: „Die EU wird die Regierung des Senegal weiterhin dabei unterstützen, den Zugang zu grundlegenden sozialen Diensten zu verbessern, die Wirtschaft wettbewerbsfähiger zu machen und die landwirtschaftliche Entwicklung sowie die Ernährungssicherheit zu stärken. Ich bin überzeugt, dass die Verbesserung der Lebensbedingungen in ländlichen Gebieten und neue Beschäftigungsmöglichkeiten langfristig dazu beitragen werden, die Wurzeln der irregulären Migration anzugehen und Zukunftsperspektiven für die Menschen im Senegal schaffen.“

Mit den unterzeichneten Projekten bestätigt die EU ihr Engagement, die Zusammenarbeit mit afrikanischen Ländern bei der Migration zu stärken. Der Senegal ist eines von fünf Ländern der EU-Afrika-Partnerschaft zur Migration, mit denen die EU dieses Engagement umsetzt. Die vier anderen Länder sind Äthopien, Mali, Niger und Nigeria.

Für die Länder am Horn von Afrika, die unter vom El Niño-Phänomen verursachten Überflutungen und Dürren leiden, hat die EU zudem weitere Unterstützung von 66,5 Mio. Euro angekündigt.

Sie kommen den Ländern mit dem höchsten Risiko bei der Ernährungssicherheit zu gute: Äthopien (22,5 Mio. Euro), Somalia (8 Mio. Euro), Südsudan (28 Mio. Euro) und Sudan (8 Mio. Euro). Die Hilfen werden über den EU-Afrika-Treuhandfonds zur Verfügung gestellt. Über den Fonds, der die Instabilität und die Ursachen der irregulären Migration und Vertreibungen in Angriff nehmen soll, stehen bereits Hilfen in Höhe von 370 Mio. Euro für die Region am Horn von Afrika bereit.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung: EU kündigt weitere Unterstützung zur Bekämpfung der Migrationsursachen in Senegal an

Pressemitteilung: The EU has announced new actions to respond to the El Niño and food security crisis in the Horn of Africa

EU-Afrika-Treuhandfonds

Pressekontakt: Margot Tuzina, Tel.: +49 (30) 2280 2340

 Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.