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Juncker-Plan besichert Ausbau der Breitbandnetze in Griechenland

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Mit dem Europäischen Fonds für strategische Investitionen wird ein Darlehen der Europäischen Investitionsbank (EIB) in Höhe von 150 Mio. Euro für den griechischen Telekommunikationsbetreiber Cosmote zum Ausbau seines mobilen Breitbandnetzes in Griechenland besichert. „Der Vertrag zeigt einmal mehr, dass der Juncker-Plan eine wichtige Rolle spielen kann, wenn es darum geht, Investitionen für wachstumsfördernde Infrastrukturgroßprojekte in Griechenland zu mobilisieren“, sagte Wirtschafts- und Finanzkommissar Pierre Moscovici. „Die Kommission setzt sich weiterhin für Investitionen ein, die zur wirtschaftlichen Erholung Griechenlands beitragen.“

11/07/2017

(11.07.2017) –  Das Unternehmen Cosmote möchte sein mobiles Breitbandnetz wesentlich schneller und leistungsfähiger gestalten und ein größeres Gebiet versorgen. Insbesondere sollen die Netze in einer größeren Zahl von ländlichen und entlegenen Landesteilen leistungsfähiger werden.

Mit dem Juncker-Plan werden Investitionen, Beschäftigung und Wachstum in Griechenland und in der gesamten EU angekurbelt. Bis Juni 2017 wurden mit dem EFSI in Griechenland Vorhaben mit einem Finanzierungsvolumen von über 1,1 Mrd. Euro genehmigt. Voraussichtlich werden dadurch Investitionen von mehr als 3,3 Mrd. Euro mobilisiert.

Mit dem Projekt wird auch ein Beitrag dazu geleistet, den steigenden Konnektivitätsbedarf zu decken und Europa wettbewerbsfähiger zu machen, so wie dies in der Strategie für einen digitalen Binnenmarkt vorgesehen ist. Etwa 10 Prozent der EFSI-Investitionen werden im digitalen Sektor getätigt.

Hintergrund

Die Investitionsoffensive für Europa, der sogenannte Juncker-Plan, umfasst drei Säulen:

  • erstens den Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI), der mit einer EU-Garantie private Investitionen mobilisieren soll;
  • zweitens die europäische Plattform für Investitionsberatung und das europäische Investitionsvorhabenportal, die durch technische Hilfe und ein stärkeres Sichtbarmachen von Investitionsmöglichkeiten zur Verwirklichung der geplanten Investitionsvorhaben beitragen soll und
  • drittens die Beseitigung regulatorischer Hemmnisse für Investitionen auf nationaler und auf EU-Ebene.

Die im Rahmen der ersten Säule des Juncker-Plans genehmigten Vorhaben weisen mittlerweile ein Finanzierungsvolumen von insgesamt 39 Mrd. Euro auf. Sie werden in allen 28 Mitgliedstaaten durchgeführt und werden voraussichtlich Investitionen von insgesamt rund 209 Mrd. Euro mobilisieren (Stand: 20. Juni 2017).

Angesichts des bisherigen Erfolgs der Initiative kündigte Präsident Jean-Claude Juncker in seiner Rede zur Lage der Union im September 2016 einen Vorschlag zur Verlängerung und Aufstockung des EFSI an. Die Kommission arbeitet in enger Abstimmung mit dem Europäischen Parlament und den Mitgliedstaaten auf die endgültige Verabschiedung des Vorschlags für EFSI 2.0 hin und bemüht sich um eine möglichst rasche Einigung im Interesse öffentlicher und privater Projektträger, die Investitionsvorhaben in Europa voranbringen wollen.

Weitere Informationen:

Die Investitionsoffensive für Europa

Die bisherig mit dem EFSI erzielten Ergebnisse, samt einer Aufschlüsselung der Vorhaben nach Ländern, sind hier abrufbar.

Europäisches Investitionsvorhabenportal

Ein Neustart für Arbeitsplätze und Wachstum in Griechenland

Pressekontakt: Reinhard Hönighaus, Tel.: +49 (30) 2280-2300

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.