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Juncker: EU bleibt ein Friedens- und Zukunftsprojekt

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Die britische Regierung soll rasch Klarheit über ihre Pläne nach dem Votum für einen Austritt aus der EU schaffen. „Nicht heute, nicht morgen früh, aber doch recht schnell“, sagte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker heute (Dienstag) im Europäischen Parlament. Die EU werde sich auf keine informellen oder gar geheimen Vorgespräche einlassen. „Solange es keine (Austritts-) Notifizierung gibt, gibt es auch keine Verhandlungen.“ Die EU bleibe ein Friedens- und Zukunftsprojekt, unterstrich Juncker. „Wir werden unsere Reise in die Zukunft nicht beenden.“

28/06/2016

(28.06.2016) - Heute treffen sich die EU-Staats-und Regierungschefs in Brüssel und beraten bis morgen über das weitere Vorgehen nach dem Referendum in Großbritannien.

„Wenn ich etwas hasse, dann ist das Unsicherheit“, sagte Juncker. „Das britische Volk hat entschieden und diese demokratische Entscheidung muss respektiert werden.“

Das gemeinsame Ziel, auf das sich die Staaten der EU in den europäischen Verträgen geeinigt haben, bleibe bestehen, sagte Juncker. Die Kommission habe einen klaren Auftrag, dem das Europäische Parlament zugestimmt hat. Und diesen Auftrag werde die EU-Kommission erfüllen – für weniger Bürokratie und ein sozialeres Europa für alle Menschen.

In der anschließenden Debatte reagierte Juncker auch auf Äußerungen der Abgeordneten Marine Le Pen und Nigel Farage. „Man darf die Nationen nicht den Nationalisten überlassen“, sagte Juncker. „Man muss die Nationen respektieren, aber nicht die Nationalisten.“

Die gesamte Debatte im Europäischen Parlament können Sie hier ansehen.

Transkript: Wortlaut von Präsident Juncker im Europäischen Parlament

Tagesordnung des Europäischen Rates vom 28.-29. Juni 2016

Pressekontakt: Reinhard Hönighaus, Tel.: +49 (30) 2280-2300

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