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Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung: Ein Viertel der Europäer ist von gesundheitsbedingten Einschränkungen betroffen

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2015 gab ein Viertel der Bevölkerung im Alter ab 16 Jahren an, von leichten oder schweren gesundheitsbedingten Einschränkungen betroffen zu sein. Dies geht aus einer Meldung hervor, die das EU-Statistikamt Eurostat zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen am morgigen 3. Dezember vorgelegt hat. Sozialkommissarin Marianne Thyssen wies zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen darauf hin, dass bis 2020 vermutlich 120 Millionen Europäer von Behinderung betroffen sein könnten. Neue digitale Dienstleistungen und Produkte eröffneten Menschen mit Behinderungen neue Möglichkeiten der Teilhabe am Arbeitsmarkt und an der Gesellschaft.

02/12/2016

(02.12.2016) - Der Vorschlag für einen europäischen Rechtsakt zur Barrierefreiheit, den die Kommission vor einem Jahr vorgelegt hat, soll wichtige Produkte und Dienstleistungen für Menschen mit Behinderungen verfügbar machen.

Eurostat zufolge gab jeder Vierte (25,3 Prozent) in der EU lang andauernde Einschränkungen bei alltäglichen Verrichtungen an, in Deutschland waren 21,2 Prozent betroffen. Frauen berichteten 2015 häufiger von Einschränkungen als Männer.

Insgesamt besteht ein Unterschied von 4,5 Prozentpunkten zwischen dem Anteil der Frauen (EU28: 27,5 Prozent, Deutschland: 21,7 Prozent) und dem der Männer (EU28: 23,0 Prozent, Deutschland 20,6 Prozent). Mit steigendem Einkommen wird seltener von solchen Einschränkungen berichtet.

Fast ein Drittel (31,2 Prozent) der Ärmsten (d. h. die 20 Prozent der Bevölkerung mit dem niedrigsten Einkommen) in der EU gab seit langem bestehende Einschränkungen bei üblicherweise ausgeübten Aktivitäten an, bei den Reichsten (d. h. die 20 Prozent der Bevölkerung mit dem höchsten Einkommen) hingegen lediglich 17,0 Prozent.

Weitere Informationen:

Eurostat-Pressemitteilung: 3. Dezember: Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen

Statement von Sozialkommissarin Marianne Thyssen zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen

Eurostat: Medien-Anfragen, Tel.: +352-4301-33 408

Pressekontakt Vertretung der Kommission:  Gabriele Imhoff, Tel.: +49 (30) 2280-2820

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