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Fünf Jahre Freihandel EU-Südkorea – eine Erfolgsgeschichte

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Heute vor fünf Jahren ist das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Südkorea in Kraft getreten. Es hat dazu beigetragen, ein Handelsdefizit in einen Handelsüberschuss zu verwandeln. Durch die Zollsenkungen haben sich die Autoexporte aus der EU nach Südkorea verdreifacht. Insbesondere Deutschland gehört mit zu den großen Gewinnern. So konnte allein die Maschinenbauindustrie ihre Ausfuhren um neun Prozent steigern.

01/07/2016

(01.07.2016) - Seit Inkrafttreten des Abkommens am 1. Juli 2011 sind die EU-Ausfuhren nach Südkorea um 55 Prozent gestiegen. Gleichzeitig konnten die europäischen Unternehmen dank der Abschaffung oder Senkung von Zöllen Einsparungen in Höhe von 2,8 Mrd. Euro erzielen. Der bilaterale Warenhandel zwischen der EU und Südkorea nimmt seit 2011 stetig zu und erreichte mit einem Volumen von über 90 Mrd. Euro im Jahr 2015 ein Rekordniveau.

„Die Zahlen sprechen für sich. Unsere Erfahrungen mit dem Korea-Abkommen dürften dazu beitragen, auch Skeptiker davon zu überzeugen, dass Europa in hohem Maße von mehr Freihandel profitiert. Wenn unsere Unternehmen leichter exportieren können oder wenn die durch den Wegfall von Zöllen eingesparten Beträge in die Unternehmen reinvestiert werden können, wird das Wachstum in Europa angekurbelt. Dies wiederum bedeutet, dass Arbeitsplätze gesichert und geschaffen werden. Der heutige Jahrestag liefert viele Gründe, die Ärmel hochzukrempeln und alle anderen noch ausstehenden Handelsvereinbarungen der EU zum Abschluss zu bringen“, sagte Cecilia Malmström, Kommissarin für Handel.

Durch die Zollsenkungen konnte in Deutschland beispielsweise das mittelständisches Maschinenbauunternehmen Meypack Verpackungssystemtechnik die Kosten seiner Maschinen um acht Prozent senken und dies an seine koreanischen Kunden abgeben.

Ausfuhren von EU-Waren, die zuvor mit besonders hohen Zöllen belegt wurden, wie etwa bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse, kommen nun in den Genuss niedrigerer Zollsätze, und die Ausfuhren solcher Waren sind um mehr als 70 Prozent gestiegen.

Es gibt Wirtschaftszweige, die mit noch besseren Ergebnissen aufwarten können: So haben sich die Autoverkäufe aus der EU nach Südkorea in den letzten Jahren verdreifacht. Außerdem ist es den EU-Unternehmen gelungen, den Wert der von ihnen in Südkorea erbrachten Dienstleistungen um elf Prozent und die bilateralen Investitionen um 35 Prozent zu steigern.

Die im Vorfeld des Freihandelsabkommens von europäischen Interessenträgern geäußerten Befürchtungen haben sich somit nicht bewahrheitet. Nichtsdestoweniger beobachtet die Europäische Kommission weiterhin die Situation in potenziell sensiblen Bereichen (wie etwa Textilien, Kraftfahrzeuge und Elektronikerzeugnisse) und verfolgt – gemeinsam mit der Zivilgesellschaft – aufmerksam die Auswirkungen des Handels auf die nachhaltige Entwicklung. In diesem Rahmen arbeiten die EU und Südkorea auch in Fragen der Umwelt und des Arbeitsrechts zusammen.

Zudem ermöglicht das Abkommen den EU-Behörden, die Handelsbedingungen für europäische Unternehmen weiter zu verbessern, indem sie etwaige Probleme in den im Rahmen des Abkommens eingesetzten Durchführungsausschüssen zur Sprache bringen. Die Kommission hat sich mit Südkorea darauf verständigt, etwaige Änderungen des bestehenden Abkommens zu prüfen, um den Erwartungen der Interessenträger auf beiden Seiten weiter entgegenzukommen und es beispielsweise europäischen Unternehmen zu ermöglichen, Ausfuhren über ihre Logistikdrehscheiben in Asien abzuwickeln und gleichzeitig die Vorteile des Freihandelsabkommens zu nutzen.

Weitere Abkommen, von denen die EU ebenfalls profitieren wird, müssen erst noch Rechtskraft erlangen, so ein umfassendes Handelsabkommen mit Kanada sowie Abkommen mit Singapur und Vietnam.

Die im Herbst 2015 vorgestellte neue handelspolitische Strategie der EU – „Handel für alle“ – beinhaltet Pläne für den Abschluss künftiger Handelsvereinbarungen mit strategischen Partnern der EU, womit ein Beitrag zu mehr Wirtschaftswachstum in Europa geleistet werden soll.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung: Fünf Jahre EU-Korea-Freihandelsabkommen haben den Handel beflügelt

Jährlicher Bericht über die Durchführung des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Korea

Website zu Vorteilen des Handels

Handelsbeziehungen EU-Korea

Handelsstrategie der EU – „Handel für alle“ (2015)

Pressekontakt: Margot Tuzina, Tel.: +49 (30) 2280 2340

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.