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EU strebt mehr Nachhaltigkeit in der Textilindustrie an

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Vier Jahre nach der Rana-Plaza Katastrophe in Bangladesch hat die Kommission heute (Mittwoch) weitere Schritte vorgestellt, um die Wertschöpfungsketten im Bekleidungssektor nachhaltiger zu machen. Entwicklungskommissar Neven Mimica sieht die Rana-Plaza-Tragödie als Wendepunkt für eine fairere, sicherere und grünere Bekleidungsindustrie.

26/04/2017

(26.04.2017) – Als am 24. April 2013 die Rana-Plaza-Textilfabrik in Dhaka einstürzte, wurden mehr als 1100 Menschen getötet und 2500 verletzt. Heute stellt die Europäische Kommission eine Reihe weiterer gezielter Aktionen vor, um die Wertschöpfungskette im Bekleidungssektor nachhaltig zu machen.

Die EU, Bangladesch und andere betroffene Partner haben durch ihren aktiven Einsatz spürbare Fortschritte vor Ort erzielt. Eine Reihe von Arbeitnehmerrechten sind in Bangladesch heute stärker geschützt als noch vor drei Jahren. Die Gebäudesicherheit und die Sicherheit am Arbeitsplatz wurden ebenfalls verbessert. Der Nachhaltigkeitspakt für Bangladesch hat einen Dialog in Gang gebracht und war dem Austausch mit den verschiedenen Interessenträgern (Gewerkschaften, Arbeitgeber, Kunden und Nichtregierungsorganisationen) in der EU wie auch in Bangladesch förderlich.

Bei einer gemeinsamen Veranstaltung von EU-Kommission und EU-Parlament wird im Gedenken an die Opfer der Rana-Plaza-Katastrophe heute über weitere Möglichkeiten für nachhaltige Zuliefererketten beraten. Neven Mimica, EU-Kommissar für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, stellt ein Arbeitsdokument vor, das EU-Entwicklungsaktionen für eine nachhaltige Wertschöpfungskette enthält.

Die Europäische Kommission stimmte jüngst vier neuen Projekten in Zusammenhang mit dem Bekleidungssektor zu. Sie setzen einen besonderen Schwerpunkt in den Ländern Bangladesch, Burkina Faso, Mali und Pakistan. Die Projekte haben einen Umfang von 45 Mio. Euro. Sie sollen die Geschäftspraktiken und die Arbeitsbedingungen in Herstellerländern nachhaltig verbessern.


Weitere Informationen:

Pressemitteilung: Commission takes action to make garment sector more sustainable

Pressekontakt: Margot Tuzina, Tel.: +49 (30) 2280 2340

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.