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EU leitet weitere Antidumping-Untersuchung bei Stahlimporten ein

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Die Europäische Kommission hat heute (Freitag) eine Antidumping-Untersuchung zu Eisen- und Stahlimporten aus Brasilien, dem Iran, Russland, Serbien und der Ukraine eingeleitet. Am 23. Mai 2016 hatte die europäische Stahlvereinigung (Eurofer) im Namen von Stahlherstellern in der EU eine Beschwerde eingereicht. Demnach beeinträchtigen die Menge und Preise der importierten Ware aus diesen Ländern die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Produkte.

08/07/2016

(08.07.2016) - Bei der von der Untersuchung betroffenen Ware handelt es sich um warmgewalzte Flacherzeugnisse aus Eisen, nicht legiertem Stahl oder legiertem Stahl, der unter anderem in der industriellen Fertigung, dem Schiffsbau, für Gasbehälter und Energieleitungen eingesetzt wird.

Die Untersuchung reiht sich in bereits laufende Antidumping- und Antisubventionsuntersuchungen bei ähnlichen Produktimporten aus China ein. Aus den Unterlagen der europäischen Stahlhersteller geht hervor, dass die Menge und die Preise der eingeführten zu untersuchenden Ware sich unter anderem auf die Verkaufsmengen, die in Rechnung gestellten Preise und den Marktanteil des Wirtschaftszweigs der Union negativ ausgewirkt und dadurch die Gesamtergebnisse sowie die Finanz- und Beschäftigungssituation in diesem Wirtschaftszweig in der EU sehr nachteilig beeinflusst haben.

Die EU hat damit insgesamt 37 Antidumping- und Antisubventions-Untersuchungen in die Wege geleitet. Die Kommission hat nun bis zu neun Monaten Zeit, um festzustellen ob sie vorläufige Ausgleichszölle erheben kann.

Weitere Informationen:

Ankündigung

Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union dazu

Antidumping- und Antisubventionsmaßnahmen

Die Handelspolitik der EU

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