Vertretung in Deutschland

EU-Kommission zu den Gewalttaten in Deutschland

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Gedenktag an Terroropfer

„Mein Mitgefühl ist bei den Hinterbliebenen und Angehörigen, sowie den Bürgerinnen und Bürgern“, erklärte Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Wochenende nach der Gewalttat von München. „Meine Dankbarkeit gilt den Sicherheits- und Rettungskräften, die sofort im Einsatz waren, um Menschenleben zu schützen.“  Ähnlich äußerte sich ein Kommissionssprecher am Montag nach den Attacken von Reutlingen und Ansbach. 

25/07/2016

(25.07.2016) – „Europas Türen sind offen für diejenigen, die Krieg und Verfolgung fliehen und Asyl suchen. Aber wir werden uns gegen die Angriffe auf unsere Lebensweise verteidigen. Unser Mitgefühl wird nicht und darf nicht auf Kosten unserer Sicherheit gehen“, sagte ein Kommissionssprecher am Montag. „Wir werden unsere Grenzen kontrollieren, die Beschaffung von Waffen weiter erschweren und die Zusammenarbeit der Sicherheits- und Nachrichtendienste weiter verbessern.“

In einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel, einen Brief an den bayerischen Ministerpräsident Horst Seehofer und einem Brief an den Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter drückte Juncker seine Bestürzung über die Gewalttat in München aus.

Darin betonte er: „Wir müssen unsere Sicherheit und unsere Freiheit mit allen zu Gebote stehenden Mitteln verteidigen, auf lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene. Die Europäische Kommission steht an Ihrer Seite.“

Als Zeichen der Anteilnahme nach der Gewalttat in München setzte die EU-Kommission die Flaggen auf Halbmast.

Die EU-Kommission hat im Rahmen ihrer Europäischen Sicherheitsagenda im November letzten Jahres Vorschläge zur verschärften Kontrolle von Feuerwaffen gemacht. Darin sind auch strengere Regeln vorgesehen, um deaktivierte Waffen auf Dauer unbrauchbar zu machen.

Die EU unterstützt eine Reihe von Aktivitäten zur Bekämpfung von illegalen Aktivitäten im sogenannten Darknet und finanziert Projekte, die diese anonymen Marktplätze untersuchen und die Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden verbessern sollen. Auch Europol koordiniert Operationen gegen illegale Aktivitäten im Darknet.

 

Weitere Informationen:

Pressemitteilung: Europäische Kommission verschärft EU-weit Kontrolle von Feuerwaffen

Europäische Sicherheitsagenda – Pressemitteilung

Umsetzung der Europäischen Sicherheitsagenda – Fragen und Antworten

 

Pressekontakt: Reinhard Hönighaus, Tel.: +49 (30) 2280-2300 und Katrin Abele, Tel.: +49 (30) 2280-2140

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.