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EU investiert in deutsche Verkehrsinfrastruktur

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Die Mitgliedstaaten haben heute (Freitag) 195 von der EU-Kommission im Juni vorgeschlagene Verkehrsprojekte genehmigt. Von den 47 förderfähigen Projekten aus Deutschland wurden zwanzig Projekte mit einer Gesamtfördersumme von 189,2 Mio. Euro ausgewählt. Mit dabei ist unter anderem die Modernisierung des Eisenbahnsystems im Seehafen Bremerhaven, die Anbindung des Hafens in Regensburg an den Rhein-Donau-Korridor (einer der 9 Korridore, die das europäische Verkehrskernnetz bilden), die Modernisierung der Flugverkehrsüberwachung in Saarbrücken, Erfurt und Dresden sowie eine Studie für eine neue Eisenbahnverbindung zum Münchner Flughafen.

08/07/2016

(08.07.2016) - Die Projekte, die im Rahmen der Fazilität „Connecting Europe“ (CEF) mit insgesamt 6,7 Mrd. Euro unterstützt werden, sollen Infrastrukturunterschiede in der EU ausgleichen, zur Digitalisierung des Verkehrs und zur Verringerung der verkehrsbedingten CO2-Emissionen beitragen. Mit der Investition in Höhe von 6,7 Mrd. Euro sollen zusätzliche öffentliche und private Kofinanzierungsmittel mobilisiert werden, so dass insgesamt 9,6 Mrd. Euro zur Verfügung stehen werden. Bis 2030 könnten über die CEF-finanzierten Projekte 100.000 Jobs entstehen.

Auf die im November 2015 eingeleitete Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für eine Finanzierung durch die Fazilität „Connecting Europe“ gingen 406 zulässige Projektvorschläge ein.

Hohe Beträge fließen in die Entwicklung neuer Radartechnologien im Luftverkehrsmanagement in Deutschland, den Aufbau des einheitlichen Europäischen Luftraums sowie in die Modernisierung grenzüberschreitender Zugverbindungen. Fast 5 Millionen Euro werden für die Entwicklung des vernetzten Autos (C-IST) verwendet. Damit soll EU-weit die Kommunikation zwischen Fahrzeugen untereinander sowie mit der Verkehrsinfrastruktur ausgebaut werden soll. Deutschland will die C-ITS Dienste in zwei Regionen anwenden: in dem bestehenden C-ITS Korridor in Hessen und in einem Pilotprojekt in Niedersachsen.

Außerdem werden Studien zur Bereitstellung von Flüssiggas für die Schifffahrt gefördert, unter anderem in Duisburg und Mannheim. Mit 2 Mio. Euro soll die Installation leistungsfähigerer Ladestationen in Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Österreich unterstützt werden, um die Distanz, die Elektrofahrzeuge erreichen können, auf bis zu 500 km zu steigern.

Nachdem der Finanzierungbeschluss angenommen wurde, können die einzelnen Finanzhilfevereinbarungen von der Exekutivagentur für Innovation und Netze (INEA) aufgesetzt und im zweiten Halbjahr 2016 mit den Projektbegünstigten unterzeichnet werden.

Weitere Informationen:

Übersicht und Infografiken zu Projekten in Deutschland

Faktenblatt zur der Ausschreibung und den Ergebnissen

Pressemitteilung: Kommission investiert 6,7 Mrd. EUR in Verkehrsinfrastruktur zur Förderung von Beschäftigung und Wachstum

Alle Informationen zu Connecting Europe und die  Ergebnisse aller EU-Staaten

Pressekontakt: Nikola John, Tel.: +49 (30) 2280 2410

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.