Vertretung in Deutschland

EU investiert 1,3 Milliarden Euro in Griechenlands Infrastruktur

/germany/file/picture5jpg_de

Finanzhilfen

Die EU investiert in Griechenland 1,3 Mrd. Euro aus den Kohäsionsfonds in zehn große Infrastrukturprojekte. Hierzu gehören der Ausbau des Breitbandnetzes, der öffentliche Verkehr und der Umweltschutz. „Diese von der EU kofinanzierten Infrastrukturprojekte sollen eine von Griechenland ausgehende Wachstumsstrategie fördern. Konkret stehen diese Projekte für die Solidarität der EU“, erklärte EU-Regionalkommissarin Corina Crețu. Die Europäische Kommission hatte 2015 einen Plan für Wachstum und Beschäftigung in Griechenland vorgelegt, um die Möglichkeiten der europäischen Struktur- und Investitionsfonds voll ausschöpfen zu können. Im Zeitraum 2014-2020 erhält Griechenland 20 Mrd. Euro aus den europäischen Struktur- und Investitionsfonds sowie 15 Mrd. Euro aus den Agrarfonds.  „In Kombination mit dem Europäischen Fonds für strategische Investitionen, dem Herzstück von Präsident Junckers Investitionsoffensive, können diese Gelder auch mehr private Investitionen anziehen“, so Creţu.

24/03/2017

(24.03.2017) - Dank dieses Investitionsschubs von 1,3 Mrd. Euro können Großprojekte, die im Zeitraum 2007-2013 anliefen und um im aktuellen Finanzierungszeitraum 2014-2020 abgeschlossen werden sollen, durchgeführt werden. Dies kommt der griechischen Realwirtschaft und dem griechischen Volk unmittelbar zugute.

  • Fast 51 Mio. Euro fließen in den Breitbandausbau in Griechenland

Mit diesem Investitionspaket sollen ländliche und entlegene Gebiete in Griechenland an das Breitbandnetz angeschlossen werden. Dieses Projekt trägt im Einklang mit den Zielen des digitalen Binnenmarkts, dazu bei, die bis 2020 angestrebte flächendeckende Versorgung in Griechenland zu verwirklichen. Auf diese Weise werden Innovationen und unternehmerische Initiativen gefördert sowie elektronische Behördendienste und Dienstleistungen ausgebaut. Ländliche Gemeinden erhalten außerdem die Möglichkeit, sich in die Bemühungen um ein nachhaltiges und intelligentes Wachstum in Griechenland aktiv einzubringen.

  • 377 Mio. Euro für den öffentlichen Nahverkehr in Athen und in der Region Attika

Die Athener U-Bahn wird intensiv mit EU-Mitteln gefördert. Über 261 Mio. Euro werden jetzt in den Ausbau der Linie 3 der Athener U-Bahn zwischen den westlichen Vororten Athens mit Piräus, Griechenlands drittgrößter Stadt und wichtigstem Passier- und Frachthafen, fließen. Im Rahmen des Ausbaus der Linie, die 2020 in Betrieb gehen und weitere 174 000 Einwohner an das U-Bahn-Netz anbindet, werden sechs neue U-Bahn-Stationen errichtet und 17 neue Züge angeschafft.

Mehr als 58 Mio. Euro werden für den Straßenbahnausbau in Piräus zur Verlängerung der von der Innenstadt zum Hafen führenden Linie investiert. Im Zuge dieses Projekts werden ebenso 13 Haltestellen errichtet und 25 Zuggarnituren angekauft. Somit können 11 000 Personen mehr als bislang die Straßenbahn nutzen, was dazu beitragen wird, dass sich im Stadtgebiet weniger Verkehrsstaus bilden.

Schließlich werden über 18 Mio. Euro für Planung, Errichtung und Betrieb eines vollintegrierten automatischen Fahrgelderhebungssystems in Athen für alle öffentlichen Verkehrsmittel des Großraums aufgewendet. Papierfahrscheine werden mit der Einführung eines elektronischen Entwertungssystems nach und nach ersetzt. Dies beschleunigt die Nutzung des Nahverkehrs und dämmt das Schwarzfahren ein.

  • Mehr als 730 Mio. Euro für den Ausbau der U-Bahn in Thessaloniki (Zentralmakedonien)

Die EU leistet zur Ankurbelung der lokalen Wirtschaft finanzielle Unterstützung für eine moderne, fahrerlose U-Bahn in Thessaloniki. Über 407 Mio. Euro werden im Zuge der Fertigstellung der Hauptlinie der U-Bahn dieser Stadt für neue Tunnels, für Renovierungsarbeiten in den U-Bahnstationen und für die Anschaffung von 24 Zügen investiert. Wenn die U-Bahnlinie 2020 in Betrieb geht, wird sie voraussichtlich 247 000 Fahrgäste pro Tag befördern, was im gesamten Großraum Thessaloniki für weniger Verkehr und eine bessere Luftqualität sorgen wird.

Zusätzlich werden zum Ausbau der U-Bahn in der südöstlich von Thessaloniki gelegenen Stadt Kalamaria nahezu 323 Mio. Euro beigesteuert. Dies wird insbesondere den Menschen, die zwischen Kalamaria und Thessaloniki pendeln, Erleichterungen im Alltag bringen.

  • Fast 50 Mio. Euro für nachhaltige Mobilität auf der Halbinsel Peloponnes im Süden Griechenlands

Die Bahnlinie Athen–Patras verbindet den Hafen von Patras, den Hafen von Piräus und den internationalen Flughafen von Athen und ist somit eine Hauptverkehrsachse auf dem Korridor Orient-Östliches Mittelmeer des Kernnetzes des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-T). Diese Investition von 50 Mio. Euro fließt in die Modernisierungsarbeiten auf dem Bauabschnitt zwischen den Städten Diakofto und Rododafni. Dadurch wird die wirtschaftliche Entwicklung der Region angekurbelt und das Angebot an Verkehrsträgern für die Fracht- und Personenbeförderung zwischen den wichtigsten Städten und Häfen vielfältiger.

  • 38 Mio. Euro für eine bessere Abfallsammlung und -behandlung in der Region Attika

Diese Gelder dienen zur Finanzierung des Baus eines modernen, fast 100 km langen Kanalisationsnetzes und einer Kläranlage in den Städten Koropi und Paiania im Südosten von Athen unter Beachtung der Umweltauflagen und -vorschriften der EU. Von dem verbesserten Abfallbewirtschaftungssystem werden nahezu 95 000 Menschen profitieren.

  • 92 Mio. Euro für bessere Verkehrsverbindungen im Norden Griechenlands

Über 64 Mio. Euro werden in den Ausbau der sogenannten westlichen inneren Ringstraße von Thessaloniki und von Seitenstraßen investiert, damit die Innenstadt besser und rascher an die wichtigsten Straßennetze – die Egnatia-Autobahn, die „PAThE“-Autobahn (Piräus – Athen – Thessaloniki – Evzoni) und den TEN-T-Korridor Orient-Östliches Mittelmeer – angebunden ist. Die Verkehrsbelastung wird infolgedessen sinken, sodass sich für die Bevölkerung – insbesondere die 1 Million Einwohner in den westlichen Stadtbezirken (Ampelokipoi-Menemeni, Kordelio-Evosmos und Pavlou Mela) – die Luftqualität verbessern und die Lärmbelästigung verringern wird.

Zusätzlich werden fast 28 Mio. Euro in die Fertigstellung und den Ausbau der (ebenfalls auf dem Korridor Orient-Östliches Mittelmeer gelegenen) Schnellstraße N 29 auf dem Abschnitt zwischen Koromilia und Krystallopigi in Westmakedonien investiert. Dadurch wird die Fahrtzeit zwischen den beiden Städten halbiert und die Verkehrssicherheit auf dieser Strecke erheblich verbessert.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung: EU investiert in wachstumsfördernde Infrastrukturgroßprojekte in Griechenland

Mitteilung der Kommission aus dem Jahr 2015: „Ein Neustart für Arbeitsplätze und Wachstum in Griechenland“

Offene Datenplattform für die Kohäsionspolitik – Griechenland

Europäische Struktur- und Investitionsfonds in Griechenland 2014-2020

Pressekontakt: Katrin Abele, Tel.: +49 (30) 2280-2140

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.