Vertretung in Deutschland

EU-geförderter Film „Toni Erdmann“ für Oscar nominiert

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Der Spielfilm „Toni Erdmann“ der deutschen Regisseurin und Drehbuchautorin Maren Ade aus dem Jahr 2016 gehört zu den zehn Filmen, die über das EU-Programm MEDIA gefördert wurden und für einen der sieben Oscars nominiert sind, die in der Nacht vom 26. auf den 27. Februar in Los Angeles verliehen werden. Die deutsche Produktion „Toni Erdmann“ ist zusammen mit dem schwedischen Filmdrama „Ein Mann namens Ove“ und der deutsch-dänischen Produktion „Unter dem Sand – Das Versprechen der Freiheit“  als bester nicht englischsprachiger Film nominiert.

25/01/2017

(25.01.2017) – Als beste Hauptdarstellerin ist Isabelle Huppert für ihre Darstellung im Film „Elle“ nominiert, für das beste Originaldrehbuch „The Lobster – die Partnervermittlung der Zukunft“ von Giorgos Lanthimos und Efthymis Filippou und als bester Dokumentarfilm „Fire at Sea“ von Gianfranco Rosi und Donatella Palermo sowie die französisch-US-amerikanische  Produktion „I Am Not Your Negro“ von Raoul Peck, Rémi Grellety und Hébert Peck.

Der letzte deutsche Film, der in der Kategorie bester nicht-englischer Film nominiert wurde, war im Jahr 2010 „Das weiße Band“ von Michael Haneke. Der letzte deutsche Gewinner des Auslands-Oscar liegt sogar noch weiter zurück: 2007 holte Florian Henckel von Donnersmarck mit seinem Stasi-Film „Das Leben der Anderen“ die Trophäe nach Deutschland.

Beim Europäischen Filmpreis hatte Toni Erdmann bereits im Dezember die Auszeichnung als bester Film erhalten, Regisseurin Maren Ade erhielt die Preise für die beste Regie und das beste Drehbuch. Sandra Hüller und Peter Simonischek wurden als beste Darsteller ausgezeichnet.

Ein Schwerpunkt des EU-Kulturförderprogramms „Kreatives Europa“ ist der Förderbereich „MEDIA“. Durch die Förderung von internationaler Zusammenarbeit, Koproduktion und dem Vertrieb europäischer Werke bringt Creative Europe MEDIA kulturelle Vielfalt auf Europas Leinwände. Seit 1991 engagiert sich das MEDIA-Programm für eine starke europäische audiovisuelle Branche - von Kino über Fernsehen bis hin zu Games - und bringt damit Europas einzigartige kulturelle Vielfalt zum Ausdruck.

2014 wurden in Deutschland 121.700 Kinobesuche registriert, der Anteil europäischer Filme an den Kinobesuchen lag bei 11,7 Prozent, insgesamt gab es 180 Europa Cinemas Kinos in Deutschland. All dies konnte unterstützt werden mit MEDIA-Fördermitteln:  155,5 Mio. Euro erhielt Deutschland zwischen 2007 und  2015. 

Weitere Informationen:

MEDIA – Teilprogramm von „Kreatives Europa“

Daily News vom 25. Januar 2017

Europäischer Filmpreis 2016

Pressekontakt: Gabriele Imhoff, Tel.: +49 (30) 2280-2820

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet der Infopunkt der Berliner Vertretung der Europäischen Kommission per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.