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EU-Finanzmarktkommissar Hill zieht in Frankfurt erste Bilanz zur Kapitalmarktunion

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Bei einer gemeinsamen Konferenz mit der Europäischen Zentralbank hat EU-Finanzmarktkommissar Jonathan Hill eine erste Bilanz des EU-Aktionsplans für eine echte Kapitalmarktunion der 28 Mitgliedstaaten gezogen. So hat die EU es Versicherern erleichtert, in Infrastrukturprojekte zu investieren. In den kommenden Monaten will sich Hill besonders um den grenzüberschreitenden Vertrieb von Investmentfonds, Crowdfunding, neue Modelle für die Altersvorsorge und den Abbau von Unterschieden im Insolvenzrecht kümmern.

25/04/2016

25/04/2016 - Als Beitrag zur Priorität der Juncker-Kommission, EU-weit mehr Arbeitsplätze, Wachstum und Investitionen zu schaffen, ist die Kapitalmarktunion eine tragende Säule der Investitionsoffensive. Ihr Ziel ist es, die Investitionsschwäche anzupacken, indem sie die Finanzierungsquellen für europäische Unternehmen und langfristige Projekte mehrt und diversifiziert.

Finanzierungsalternativen, die die Bankfinanzierung ergänzen – insbesondere die Kapitalmärkte sowie Risikokapital, Crowdfunding und die Vermögensverwaltungsbranche – werden in anderen Teilen der Welt stärker genutzt und sollten in höherem Maße zur Finanzierung von Unternehmen beitragen, insbesondere von KMU und Start-up-Unternehmen, die Schwierigkeiten bei der Kapitalbeschaffung haben. Breiter gestreute Finanzierungsquellen sind nicht nur gut für die Investitionen und die Unternehmen, sondern auch von zentraler Bedeutung für die Finanzstabilität, da sich mögliche Probleme im Bankensektor dann nicht mehr so stark auf die Unternehmen und deren Finanzierungszugang auswirken würden. Deswegen ist die Kapitalmarktunion auch wichtiger Bestandteil der Vollendung der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion.

Weitere Informationen:

Rede von Jonathan Hill, EU-Kommissar für Finanzstabilität, Finanzdienstleistungen und Kapitalmarktunion bei der gemeinsamen Konferenz von EU-Kommission und EZB in Frankfurt

Pressemitteilung: Fortschritte der Kapitalmarktunion in den ersten sechs Monaten

Pressekontakt: Reinhard Hönighaus, Tel.: +49 (30) 2280-2300

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet der Infopunkt der Berliner Vertretung der Europäischen Kommission per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.