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EU finanziert Polioimpfung von syrischen Kindern

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Die Europäische Kommission beteiligt sich mit 3 Mio. Euro an einer Kampagne für die Impfung gegen Kinderlähmung in Syrien. Dies kündigte die EU-Kommission heute (Dienstag) vor dem Hintergrund einer von der Vereinten Nationen verabschiedeten Resolution zu Gesundheitsvorsorgen bei bewaffneten Auseinandersetzungen an. Gemeinsam mit dem Kinderhilfswerk UNICEF und der Weltgesundheitsorganisation will die EU-Kommission zwei Millionen Kindern in Syrien erreichen, zu denen es aufgrund des Bürgerkriegs nur erschwerten Zugang gibt.

03/05/2016

„Wir unterstützen syrische Kinder, die besonders unter dem unzureichenden Zugang zur Gesundheitsversorgung leiden. Die EU engagiert sich für die Unterstützung der schutzbedürftigsten Opfer des Syrienkonflikts. Unser Beitrag kann wirklich etwas bewegen. Er kann Leben retten und Lebensbedingungen verbessern“, sagte Christos Stylianides, Kommissar für Humanitäre Hilfe und Krisenmanagement.

Hilfspersonal bräuchte jedoch einen sicheren und ungehinderten Zugang. Die systematischen Angriffe auf medizinische Einrichtungen in Syrien und die steigende Zahl ziviler Opfer in den vergangenen Wochen verschlechterten die humanitäre Lage, mahnte Stylianides weiter. „Ich fordere weiterhin alle Konfliktparteien auf, entsprechend des humanitären Völkerrechts nicht die Zivilbevölkerung und medizinische Einrichtungen ins Visier zunehmen und Hilfskonvois mit medizinischem Material zuzulassen,“ sagte Stylianides.

Die heutigen Hilfsgelder sind Teil der 445 Mio. Euro humanitärer Unterstützung, die die Kommission im Rahmen der Londoner Geberkonferenz als Hilfsleistungen für Syrien in diesem Jahr zugesagt hat.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung: EU supports UNICEF and WHO with €3 million in humanitarian aid for polio vaccinations in Syria

Ein Faktenblatt zur EU-Hilfe für Syrien

Pressekontakt: Margot Tuzina, Tel.: +49 (30) 2280 2340

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet der Infopunkt der Berliner Vertretung der Europäischen Kommission per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.