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Elf Empfehlungen für die EU-Forschungspolitik nach 2020

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Forschung und Innovation sollten im Haushalt der EU und ihrer Mitgliedstaaten Vorrang erhalten und das Budget der EU-Programme für Forschung und Innovation nach 2020 verdoppelt werden. Dies ist eine von elf Empfehlungen, die EU-Forschungskommissar Carlos Moedas heute (Montag) von der hochrangigen Expertengruppe zur Zukunft der EU-Forschungspolitik erhalten hat. Die Expertengruppe unter Vorsitz von Pascal Lamy präsentierte Vorschläge, wie Europa sein enormes Forschungspotential nach dem Auslaufen des aktuellen Forschungsprogramms Horizont 2020 effektiver nutzen und seine Innovationspotenzial  in Wirtschaftswachstum verwandeln kann.

03/07/2017

(03.07.2017) - EU-Kommissar Carlos Moedas erklärte: „Forschung und Innovation leisten einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Produktivität; sie erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit und verbessern unsere Lebensqualität. Europa ist in der Forschung weltweit führend, aber wir müssen dieses Wissen besser nutzen und durch Innovation in wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Mehrwert verwandeln. Ich bin der unabhängigen Gruppe und ihrem Präsidenten, Pascal Lamy, sehr dankbar für ihre Arbeit. Die Empfehlungen sind eine solide Basis für unsere Planung des Horizont-2020-Nachfolgeprogramms.“

Die Expertengruppe weist darauf hin, dass zwei Drittel des Wirtschaftswachstums in den Industrieländern auf Forschung und Innovation zurückzuführen ist. Zu den elf Empfehlungen gehören neben der Verdoppelung des EU-Forschungsbudgets für das Nachfolgeprogramm von Horizont 2020 eine stärkere Orientierung auf die Entstehung zukünftiger Märkte, die Rationalisierung der EU-Forschungslandschaft und Schaffung von Synergien mit den Strukturfonds. EU- und nationale Forschungs- und Innovationsinvestitionen sollten besser aufeinander ausgerichtet und internationale Kooperationen zum künftigen Markenzeichen der EU-Forschungs- und Innovationspolitik werden. Vorgeschlagen wird auch eine Mobilisierung der Bürgerinnen und Bürger mittels breit angelegter Innovationsprojekte.

Die Kommission wird sich zu den Empfehlungen noch in diesem Jahr in einer Mitteilung äußern. Die Europäische Kommission hatte die Gruppe, die aus 12 Personen besteht, im September 2016 eingesetzt). Ihre Vorschläge werden derzeit von über 700 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Innovatoren, Wirtschaftsvertreterinnen und –vertretern sowie politischen Entscheidungsträgerinnen und –trägern im Rahmen der von der Kommission organsierten Konferenz „Research & Innovation – Shaping our Future“ erörtert.

Mit dieser Konferenz startet die Konsultation der Interessensgruppen zum Nachfolgeprogramm von Horizont 2020. Den Abschluss der Konferenz bildet heute Abend eine Rede des EU-Kommissars Moedas, die ab 17:20 Uhr live verfolgt werden kann.

Weitere Informationen :

News Alert: Independent top advisors call for increased EU investment in research and innovation for the sake of Europe's future

Bericht “LAB – FAB – APP: Investing in the European future we want”

Konferenz “Research & Innovation – Shaping our Future” am 3. Juli 2017

High Level Group on maximising impact of EU Research and Innovation Programmes

Pressekontakt: Gabriele Imhoff, Tel.: +49 (30) 2280-2820

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.