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Disneyland Paris: Kommission begrüßt Änderung der Preispolitik

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Europäische Kommission

Die EU-Kommission hat das Entgegenkommen von Disneyland Paris bezüglich seiner Preispolitik gegenüber europäischen Verbrauchern begrüßt. Die für Binnenmarkt zuständige Kommissionssprecherin Lucia Caudet erklärte: "Die EU-Kommission ist erfreut, dass Disneyland Paris ihre Regelverstöße konstruktiv gelöst hat. Die Online-Buchungsverfahren und die Zahlungsmodalitäten von Eintrittskarten stehen nun im Einklang mit dem Grundsatz der Nichtdiskriminierung. In einem gemeinsamen Binnenmarkt können wir es nicht tolerieren, dass Kunden nur aufgrund ihrer Nationalität oder ihres Wohnsitzes unterschiedlich behandelt werden."

18/04/2016

Im Sommer 2015 hatten die EU-Kommission und die Europäischen Verbraucherzentren Beschwerden wegen vermeintlichen Diskriminierungen aufgrund des Wohnsitzes von Verbrauchern durch den Vergnügungspark Disneyland Paris erhalten.

Unternehmen, die Produkte oder Dienstleistungen verkaufen, können Informationen über den Wohnsitz von Verbrauchern direkt oder indirekt erhalten, entweder, indem sie Verbraucher explizit nach dieser Information fragen, oder dadurch, dass sie die Informationen über IP-Adressen oder Kreditkartenadressen herleiten.

Die Berechnung unterschiedlicher Preise auf verschiedenen Märkten ist nicht rechtswidrig, aber Verbraucher brauchen Transparenz und sollten nicht davon abgehalten werden, Zugang zu Angeboten in anderen Märkten zu erhalten. Das ist die Essenz des Artikels 20 der Dienstleistungsrichtlinie und des Gemeinsamen Binnenmarkts.
Weitere Informationen:

Mehr Informationen zur Dienstleistungsrichtlinie finden Sie hier

Weitere Informationen zum Gemeinsamen Binnenmarkt hier

Pressekontakt: Katrin Abele, Tel.: +49 (30) 2280-2140

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet der Infopunkt der Berliner Vertretung der Europäischen Kommission per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.