Vertretung in Deutschland

Deutschland auf Platz 3 im Verkehrsranking der EU

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Im EU-Leistungsvergleich der Verkehrspolitik 2016 hat Deutschland gemeinsam mit Österreich den dritten Platz erzielt und liegt damit knapp hinter Schweden (Platz 2) und den Niederlanden (Platz 1). Im Vergleich zu anderen Mitgliedstaaten steht Deutschland vor allem in Bezug auf private Investitionen in Forschung und Entwicklung im Transportsektor gut da. Auch ist die Kundenzufriedenheit mit den öffentlichen Verkehrsträgern hoch und zwischen 2013 und 2015 weiter gestiegen. Ähnlich wie in Frankreich hat die Sicherheit im Straßenverkehr,  obwohl noch immer über dem EU-Durchschnitt, in den vergangenen  Jahren abgenommen. Der EU-Verkehrsanzeiger wird heute zum dritten Mal veröffentlicht. Er bietet einen umfassenden Vergleich der EU-Mitgliedstaaten in insgesamt 30 Kategorien des Verkehrssektors.

27/10/2016

(27.10.2016) – In 12 der Kategorien gehört Deutschland zu den Top 5, in vier Kategorien ist Deutschland hingegen im Ranking unter den letzten 5 Mitgliedstaaten vertreten.

Zweck des Verkehrsanzeigers ist es, Bereiche der Verkehrspolitik zu ermitteln, bei denen seitens der Mitgliedstaaten noch Handlungsbedarf besteht. Außerdem ist er ein Indikator für den Umsetzungsstand eines integrierten Verkehrsbinnenmarkts und emissionsarmer Mobilität.

Violeta Bulc, EU-Kommissarin für Verkehr, sagte hierzu: „Mein Ziel ist ein hochwertiges, emissionsarmes, voll integriertes und effizientes Verkehrssystem. Der Verkehrsanzeiger ist so etwas wie ein Straßenschild auf diesem Weg – es zeigt an, wo es lang geht und welche Strecke noch vor uns liegt. Er ist ein wichtiges Instrument für uns, für die Mitgliedstaaten und für die interessierten Kreise, um festzustellen, wo wir gut sind und wo weitere Investitionen und Maßnahmen notwendig sind. Es ist besonders ermutigend festzustellen, dass die Bemühungen der Kommission, die Investitionslücke im Verkehrssektor zu schließen, nun langsam Früchte tragen.“

Der Verkehrsanzeiger beinhaltet Daten verschiedener öffentlicher Quellen (u. a. Eurostat, Europäische Umweltagentur, Weltwirtschaftsforum). Er kann nach Ländern oder nach den Themen Binnenmarkt, Investitionen und Infrastruktur, Energieunion und Innovation sowie Menschen durchsucht werden.

Insgesamt zeigt das Verkehrsranking Fortschritte auf. Der Anteil erneuerbarer Energien im Verkehrssektor ist im Durchschnitt angestiegen. Hier gibt es allerdings noch große Unterschiede zwischen einzelnen Mitgliedstaaten. Außerdem sind EU-Bürger mit den ihnen zur Verfügung stehenden öffentlichen Transportmitteln zufriedener. Das betrifft sowohl den städtischen Nahverkehr, als auch den Schienen- und Luftverkehr. Eine aufgezeigte Schwachstelle ist hingegen die Verkehrssicherheit: Die Anzahl an Verkehrstoten ist im EU-Durchschnitt unverändert geblieben.

Weitere Informationen

Pressemitteilung: EU-Verkehrsanzeiger 2016: die EU stärkt den Binnenmarkt

MEMO: 2016 EU Transport Scoreboard

EU Transport Scoreboard

Mehrsprachige länderspezifische Datenblätter

Eine Europäische Strategie für emissionsarme Mobilität

Pressekontakt: Nikola John, Tel.: +49 (30) 2280 2410

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.