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Bericht: Deutschland ist Spitzenreiter bei Investitionen in Innovationen

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Deutschland liegt bei den Unternehmensinvestitionen in Innovationen EU-weit vorne. Insgesamt hat sich die Innovationstätigkeit in der EU verbessert, allerdings bestehen zwischen den Mitgliedstaaten deutliche Unterschiede. Auf globaler Ebene bleibt die EU immer noch hinter den weltweit führenden Ländern zurück. Zu dem Ergebnis kommt der  Innovationsanzeiger, den die EU-Kommission heute (Dienstag) veröffentlicht hat. Schweden nimmt demnach erneut die Führungsposition in der EU bei den Innovationen ein, gefolgt von Dänemark, Finnland, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich und Deutschland.

20/06/2017

(20.06.2017) - Auf globaler Ebene kommt die EU an Kanada und die USA heran, doch Südkorea und Japan setzen sich ab. Die größten Fortschritte unter den internationalen Wettbewerbern weist China auf.

Elżbieta Bieńkowska, die für Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU zuständige EU-Kommissarin, erklärte hierzu: „Die Wirtschaft in der EU ist nach wie vor innovativ, doch wir bleiben immer noch hinter den weltweit führenden Ländern zurück. Angesichts der Globalisierung und des schnellen technologischen Wandels sind Innovationen der Schlüssel zum Erfolg der europäischen Wirtschaft und zum Wohlstand für die Menschen in Europa. Von Seiten der Kommission werden unsere Start-up- und unsere Scale-up-Initiative und die Neue Agenda für Kompetenzen dazu beitragen, das Wirtschaftsumfeld noch innovationsfreundlicher zu gestalten.“

Carlos Moedas, Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation, erklärte dazu: „Der Innovationsanzeiger macht deutlich, dass wir die Forschungs- und Innovationsleistung immer noch weiter verbessern können. Deshalb steigern wir unsere Unterstützung für bahnbrechende Innovationen während der Pilotphase des Europäischen Innovationsrates im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms der EU Horizont 2020.“

Der EU-Innovationsanzeiger 2017 zeigt zusammen mit dem Regionalen Innovationsanzeiger:

  • Schweden nimmt erneut die Führungsposition in der EU bei den Innovationen ein, gefolgt von Dänemark, Finnland, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich (erstmals unter den Innovationsführern) und Deutschland.
  • In ausgewählten Innovationsbereichen stehen folgende EU-Länder an der Spitze: Dänemark – menschliches Potenzial und innovationsfreundliches Umfeld; Luxemburg – attraktive Forschungsstruktur und intellektuelles Kapital; Finnland – Finanzen und Unterstützung; Deutschland – Unternehmensinvestitionen; Irland – Innovationen in KMU und Auswirkungen auf die Beschäftigung; Belgien – Verknüpfungen zwischen Innovationen und Zusammenarbeit; Vereinigtes Königreich – Auswirkungen auf den Umsatz.
  • Auch in Ländern, die als mäßige Innovatoren eingestuft werden, sind regionale Innovationszentren zu finden, wie sich aus dem Regionalen Innovationsanzeiger ergibt: Prag (Tschechische Republik), Bratislava (Slowakei) und das Baskenland (Spanien).
  • Am stärksten gestiegen ist die Innovationsleistung in folgenden Bereichen: internationale Kopublikationen; Breitbandversorgung; Zahl der Hochschulabsolventen und Doktoranden; Schulungen in den Informations- und Kommunikationstechnologien.
  • Risikokapitalinvestitionen und der Anteil der KMU, die Innovationen einführen, waren stark rückläufig.
  • Es wird damit gerechnet, dass die Innovationsleistung in den nächsten beiden Jahren um 2 Prozent zunimmt.


Der jährliche Europäische Innovationsanzeiger enthält eine vergleichende Bewertung der Forschungs- und Innovationsleistungen der EU-Mitgliedstaaten sowie ausgewählter Drittländer. Ein interaktives Online-Tool ermöglicht benutzerdefinierte Vergleiche der Leistungswerte.


Weitere Informationen:

Pressemitteilung: Innovationstätigkeit in der EU etwas verbessert, doch die Fortschritte müssten gleichmäßiger verteilt sein

Häufig gestellte Fragen

Europäischer Innovationsanzeiger

Regionaler Innovationsanzeiger

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