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Auswirkungen des britischen Referendums auf Wirtschaft von EU, Eurozone und UK

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Der Ausgang des britischen Referendums über eine EU-Mitgliedschaft des Landes hat zu Unsicherheit, Volatilität an den Finanzmärkten und plötzlichen Wechselkurzschwankungen geführt. Eine heute (Dienstag) veröffentlichte Analyse der Generaldirektion Wirtschaft und Finanzen der Europäischen Kommission zeigt zudem die möglichen Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum in der EU und Großbritannien auf. Die stärksten Auswirkungen hätte demnach Großbritannien selbst zu verzeichnen. Die Studie ist keine Wirtschaftsprognose; diese legt die Kommission im November 2016 vor. Sie greift zudem keiner möglichen künftigen Vereinbarung zwischen der EU und Großbritannien vor.

19/07/2016

(19.07.2016) - In der EU27 werde die Wirtschaft als Resultat des britischen Referendums weniger stark wachsen, nämlich um 1,7 bis 1,8 Prozent (Prognose vorher 1,9 Prozent) und 2017 um 1,4 bis 1,7 Prozent (statt 1,8 Prozent), zeigt die Analyse. Bis 2017 würde das für Eurozone und EU27 einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 0,25 bis 0,5 Prozent bedeuten. Trotz des sinkenden Wechselkurses für das britische Pfund, der die wirtschaftlichen Auswirkungen für Großbritannien abfedert, sei das Land selbst jedoch von den Auswirkungen des Referendums am stärksten betroffen: Bis 2017 ist laut der Analyse ein Rückgang des Bruttoinlandsproduktes in Großbritannien um 1,0 bis 2,75 Prozent bis 2017 möglich.

Weitere Informationen:

The Economic Outlook after the UK Referendum: A First Assessment for the Euro Area and the EU

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