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EU schützt sich vor Aluminiumimporten, die durch US-Zölle umgelenkt werden

Die EU-Kommission hat heute (Donnerstag) ein Frühwarnsystem zur Überwachung von Aluminiumimporten aus bestimmten Drittstaaten, insbesondere China, in die Europäische Union eingeführt. Das System ermöglicht der EU-Kommission, die Gefahr von umgeleiteten Handelsströmen bei diesen Erzeugnissen genau zu verfolgen. Damit antwortet die EU auf die von den USA  am 8. März beschlossene erhöhte Importsteuer von 10 Prozent auf Aluminium, die den EU-Aluminiumsektor bedrohen könnten.

26/04/2018

Die Überwachung dient rein statistischen Zwecken und hat keinen Einfluss auf die Handelsströme. Sie wird es der EU jedoch ermöglichen, etwaige Handelspitzen zu antizipieren und, falls nötig,  rechtzeitig und WTO-konform zu reagieren, um wirtschaftlichen Schaden von EU-Produzenten abzuwenden. Unternehmen, die beabsichtigen, unter die Überwachungsmaßnahmen fallende Aluminiumerzeugnisse einzuführen, müssen nun eine Einfuhrgenehmigung beantragen. Die Genehmigung wird automatisch erteilt, wobei sichergestellt wird, dass die Kommission über die Einfuhren, bevor sie in die EU gelangen, informiert wird.

Ein ähnliches Überwachungssystem wurde bereits eingeführt und hat sich für Stahlprodukte bewährt. Es wurde im Juni 2016 als Reaktion auf die weltweite Überkapazität der Stahlindustrie eingeführt. Dank der im Rahmen der Einfuhrüberwachung für Stahl gesammelten Daten konnte die Kommission am 26. März eine Untersuchung einleiten, die zur Einführung von Schutzmaßnahmen führen könnte.

Weitere Informationen:

Daily News vom 26.04.2018

Mitteilung im Amtsblatt zur vorherigen Überwachung der Einfuhren bestimmter Aluminiumerzeugnisse

Bekanntmachung der Einleitung einer Schutzmaßnahmenuntersuchung betreffend die Einfuhren von Stahlerzeugnissen im EU-Amtsblatt

Antidumping- und Antisubventionsmaßnahmen

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