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EU und afrikanische, karibische und pazifische Staaten auf dem Weg zu neuer Partnerschaft

Die Europäische Kommission hat heute (Freitag) den Beschluss des Rates zur Aufnahme von Verhandlungen über ein neues Partnerschaftsabkommen mit Ländern in Afrika, im karibischen Raum und im Pazifischen Ozean (AKP) begrüßt. Die Verhandlungen können bereits in den nächsten Wochen beginnen. „Wir sind bereit, eine moderne und dynamische Partnerschaft mit unseren Partnern in Afrika, der Karibik und dem Pazifik einzugehen. Diese neue Partnerschaft wird ein wirksames Instrument zur gemeinsamen Bewältigung globaler Herausforderungen sein - von der Bekämpfung von Armut und Ungleichheit bis hin zu Frieden und Sicherheit, vom Klimawandel bis hin zu nachhaltigem Wachstum für alle", sagte Neven Mimica, Kommissar für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung.

22/06/2018

Der bestehende Partnerschaftsrahmen, das so genannte Cotonou-Abkommen, läuft im Februar 2020 aus. Die EU will die Zusammenarbeit mit den drei Kontinenten fortsetzen und hat die Prioritäten der Verhandlungen festgelegt.

Die Hauptziele umfassen:

- Sicherstellung eines neuen rechtsverbindlichen Rahmens, der an die heutigen Gegebenheiten angepasst ist und auf einer modernen und zukunftsorientierten Agenda basiert.

- Erforschung neuer Wege zur Verwirklichung wichtiger Interessen und zur besseren Bewältigung globaler Herausforderungen wie integratives Wachstum, Investitionen, Schaffung von Arbeitsplätzen, nachhaltige Entwicklung, Frieden, Sicherheit und Migration, menschliche Entwicklung, Grundfreiheiten, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und demokratische Grundsätze.

- Aufbau eines starken Bündnisses in internationalen Foren, da die EU und die AKP-Staaten mehr als die Hälfte der UN-Mitglieder ausmachen.

- Entwicklung eines maßgeschneiderten Ansatzes für Afrika, die Karibik und den Pazifik.

- Lehren aus der 43-jährigen Zusammenarbeit zwischen der EU und den AKP-Staaten zu ziehen, um die bestehenden Fahrpläne für nachhaltige Entwicklung (UN2030 SGD-Agenda, Pariser Klimaschutzabkommen, Europäischer Konsens über die Entwicklungspolitik, Afrika-Agenda 2063 usw.) zu fördern.

Die EU-AKP-Partnerschaft ist einer der ältesten und umfassendsten rechtsverbindlichen Rahmen für die Zusammenarbeit der EU mit Drittländern. Das Abkommen von Cotonou, das mehr als hundert Länder und über 1,5 Milliarden Menschen vereint, läuft im Februar 2020 aus. Spätestens August 2018 sollen neue Verhandlungen aufgenommen werden.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung: European Commission ready to start negotiations for a new ambitious partnership with 79 countries in Africa, the Caribbean and the Pacific

Q&A on the future EU-ACP partnership after 2020

Der Beschluss des Rates der Europäischen Union

 

Pressekontakt: Margot Tuzina, Tel.: +49 (30) 2280 2340

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