Vertretung in Deutschland

30 Jahre Erasmus: Neue App erleichtert Zugang zum Austauschprogramm

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Zum 30. Geburtstag des europäischen Austauschprogramms Erasmus hat die EU-Kommission heute (Dienstag) eine neue App präsentiert. Die App soll es Studierenden, Auszubildenden und jugendlichen Austauschteilnehmern leichter machen, sich im Programm zurechtzufinden. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagte: „Jeder Euro, den wir in Erasmus investieren, ist eine Investition in die Zukunft – in die Zukunft eines jungen Menschen und in die Zukunft unserer europäischen Idee.“

13/06/2017

(13.06.2017) – „Ich kann mir nichts vorstellen, was investitionswürdiger wäre, als diese für die Zukunft so wichtige Generation. Wir haben gerade den neunmillionsten Teilnehmer gefeiert. Lassen Sie uns nun auch neunmal mehr Ehrgeiz in die künftige Gestaltung des Erasmus-Programms stecken“, sagte Juncker heute bei der Feier zum 30-jährigen Bestehen des Austauschprogramms im Europäischen Parlament.

In den vergangenen 30 Jahren eröffnete Erasmus neun Millionen Menschen, darunter 1,3 Millionen aus Deutschland, die Chance, einen Teil ihres Studiums oder ihrer Ausbildung im Ausland zu absolvieren, dort Freiwilligendienst zu leisten, Berufserfahrung zu sammeln oder andere Sportgruppen und Ehrenamtliche zu treffen.

Mit dem Programm Erasmus+ werden in den Jahren 2014–2020 über vier Millionen Menschen gefördert, aus Deutschland werden über eine halbe Million Teilnehmer erwartet.

Dank der App wird das Programm inklusiver und zugänglicher sein. Die App Erasmus+ wird es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ermöglichen,

  • vor, während und nach ihrem Auslandsaufenthalt problemlos die verschiedenen Stufen des Verwaltungsverfahrens nachzuverfolgen. Außerdem können Studierende ihre Studienvereinbarungen mit ihren Herkunfts- und Aufnahmeuniversitäten online unterzeichnen;

  • ihre Lieblingstipps, die anderen beim Einleben helfen können, zu teilen und zu liken;

  • einen direkten Link zur Online-Sprachhilfe von Erasmus+ (mit Online-Tutorien und interaktivem Live-Mentoring) zu nutzen und so ihre Sprachkenntnisse zu verbessern.

Die erste Version der App ist bereits für iOS und Android verfügbar. Dank neuer Funktionen und ständiger Updates wird die App bald auf andere Gruppen von Teilnehmern des Programms Erasmus+ ausgeweitet werden und auch den künftigen Erfordernissen der Teilnehmer Rechnung tragen.

Symbolische Preisverleihung an den neunmillionsten Erasmus-Teilnehmer

Während der heutigen Feierlichkeiten in Straßburg werden der Parlaments- und der Kommissionspräsident 33 Vertreterinnen und Vertretern der Erasmus-Generation – aus jedem teilnehmenden europäischen Land eine bzw. einer – symbolische Preise für den „neunmillionsten Erasmus-Teilnehmer“ verleihen.

Der Vertreter für Deutschland ist Jens Schmitz, der 2016 eine berufliche Weiterbildung in Spanien absolviert hat und nach seiner Rückkehr dank seiner Auslandserfahrung ein Jobangebot von RWE erhielt.

In anschließenden Debatten über die Zukunft von Erasmus+ nach 2020 können sich  junge Menschen und Teilnehmer des Programms Erasmus+ ebenso beteiligen wie staatliche und nichtstaatliche Organisationen, Mitglieder des Europäischen Parlaments sowie aktuelle und frühere Mitglieder der Europäischen Kommission, darunter auch jene, die zur Entstehung des Erasmus-Programms beigetragen haben.

Hintergrund

Seit seinem Start im Jahr 1987 – damals mit elf Ländern und 3200 Studierenden – hatten dank des Erasmus-Programms neun Millionen Menschen die Möglichkeit, im Ausland einen Teil ihrer Studien- bzw. Ausbildungszeit zu verbringen, einen Freiwilligendienst zu absolvieren oder Berufserfahrung zu sammeln.

Im Jahr 2014 wurden sämtliche Initiativen auf den Gebieten allgemeine und berufliche Bildung sowie Jugend und Sport im EU-Programm Erasmus+ zusammengefasst. In den zurückliegenden knapp drei Jahren haben schon über zwei Millionen Menschen aus den derzeit 33 europäischen Teilnehmerländern (alle 28 EU-Mitgliedstaaten sowie die Türkei, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Norwegen, Island und Liechtenstein) eine Förderung aus dem Programm Erasmus+ in Anspruch genommen.

Um die Erasmus-Generation in die Gestaltung des künftigen Programms einzubinden, hat die Kommission den Erasmus+ Generation Online Meeting Point geschaffen. Diese Website ermöglicht es jungen Menschen und Organisationen, mit Fachleuten für Jugend- und Bildungsfragen zu diskutieren, Themen vorzuschlagen, Probleme zu benennen und Lösungen anzubieten. Die neue App ergänzt diese Anstrengungen.

Weitere Informationen

Pressemitteilung: 30 Jahre Erasmus: Zum Geburtstag des europäischen Austauschprogramms präsentiert die Kommission eine neue App

Factsheet: Von Erasmus zu Erasmus+: 30 Jahre Erfolgsgeschichte

Geburtstag von Erasmus+

Erasmus+ video

Kalender der Erasmus-Feierlichkeiten

Video "Europäische Kommission – 30 Jahre Erasmus" des Erasmus Student Network und der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland

Pressekontakt: Gabriele Imhoff, Tel.: +49 (30) 2280-2820

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.