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Fangquoten für 2019: Mehr Scholle und Kabeljau, Beschränkungen für Aal

Nach intensiven Verhandlungen haben sich heute (Mittwoch) am frühen Morgen die für Landwirtschaft und Fischerei zuständigen EU-Minister auf ihrer Tagung in Brüssel auf Fangmöglichkeiten für 2019 im Atlantik, in der Nordsee und im Schwarzen Meer verständigt. Mit der Vereinbarung erhöht sich die Zahl der nachhaltig befischten Bestände von 53 auf 59. Die Fangmengen für Scholle und Kabeljau können erhöht werden. Beim europäischen Aal wird es einen zusätzlichen Schutz geben.

19/12/2018

Der Rat beschloss die Fangmengen für eine Reihe von Beständen zu erhöhen, darunter Scholle im Skagerrak/Kattegat, südlicher Seehechtbestand, westliche und südliche Stöcker, Kabeljau, Seezunge und Scholle in der Irischen See sowie Seezunge und Flügelbutt im Golf von Biskaya.

Umwelt- und Fischereikommissar Karmenu Vella begrüßte das Ergebnis: „Das nächste Jahr wird ein Meilensteinjahr für die europäische Fischerei sein. Mit gemeinsamen Anstrengungen haben wir den Weg für einen guten Übergang zur Volllandepflicht geebnet, der am 1. Januar 2019 beginnt. Während wir bis 2020 weitere Fortschritte auf dem Weg zu unserem Ziel einer nachhaltigen Fischerei erreichen, möchte ich insbesondere unseren Fischern für ihre erheblichen Anstrengungen danken.“

Als Ergebnis dieser Ratsentscheidung wird sich die Zahl der auf dem Niveau des höchstmöglichen Dauerertrags (MSY) bewirtschafteten Fischbestände im nächsten Jahr um sechs Bestände erhöhen. Zudem sieht das Abkommen auch Lösungen für den kritischen Zustand des europäischen Aals vor.

Was schließlich den nördlichen Seebarsch betrifft, so wird die kommerzielle Fischerei bis auf wenige Ausnahmen verboten bleiben, wobei die positiven Entwicklungen, die sich in den wissenschaftlichen Gutachten widerspiegeln, berücksichtigt werden. Es wurde beschlossen, die zulässigen Fangmengen auf 5,5 Tonnen pro Schiff für Haken und Leinenfischerei, auf 400 kg für zwei Monate für Trawler, auf 210 kg für Waden und auf 1,4 Tonnen pro Jahr für feste Kiemennetze zu erhöhen.

Die heute vereinbarten Fangmöglichkeiten belaufen sich auf über 5 Mrd. Euro, wovon mehr als 50.000 Fischer profitieren. Mit zunehmendem Bestand wichtiger Fische wie dem nördlichem Seehecht und südlichen Stöcker sowie von Kaisergranat in Skagerrak/Kattegat steigt auch die Rentabilität des Fischereisektors mit einem geschätzten Gewinn von 1,4 Mrd. Euro für 2018.

Die Verhandlungen des Rats basierten auf dem Vorschlag der Kommission für die zulässigen Gesamtfangmengen (TAC), die Kommissar Vella am 7. November vorgelegt hat.

Weitere Informationen:

Daily News vom 19.12.2018

Das vollständige Statement vom Kommissar Karmenu Vella

Das Ergebnis der Tagung des Rats für Landwirtschaft und Fischerei

Die Einigung im Einzelnen

Pressekontakt: Claudia Guske, +49 (30) 2280-2190

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