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Afrika-Europa-Allianz: Erste Projekte sind am Start

Das kürzlich ins Leben gerufene afrikanisch-europäische Bündnis für nachhaltige Investitionen und Arbeitsplätze trägt bereits erste Früchte. Bei einem Hochrangigen Forum Afrika-Europa in Wien hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker heute (Dienstag) die ersten Erfolge der vor drei Monaten Initiative vorgestellt. Ziel ist es, die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen den beiden Kontinenten zu vertiefen, um nachhaltige Arbeitsplätze und Wachstum zu schaffen.

18/12/2018

„Europa und Afrika teilen eine lange Geschichte und eine strahlende Zukunft. Deshalb habe ich dieses Bündnis vorgeschlagen, das in den nächsten fünf Jahren sowohl für europäische als auch afrikanische Investitionen sorgen und 10 Millionen neue Arbeitsplätze in Afrika schaffen soll. Um die Worte in die Tat umzusetzen, haben wir bereits eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um unsere Ziele zu verwirklichen.“

In Wien findet heute und morgen (Mittwoch) ein hochrangiges Forum Afrika-Europa statt, das gemeinsam von der österreichischen EU-Präsidentschaft, vertreten durch Bundeskanzler Sebastian Kurz, und Paul Kagame, Präsident von Ruanda und Vorsitzender der Afrikanischen Union für 2018, veranstaltet wird.

Zu den konkreten neuen Projekten, die heute angekündigt wurden, gehören eine EU-Garantie in Höhe von 75 Mio. Euro, die dank Hebelwirkung Investitionen von bis zu 750 Mio. Euro für Unternehmer in der Sub-Sahara und den südlichen Nachbarstaaten generieren soll.  Zudem wird es Unterstützung in Höhe von 45 Mio. Euro geben, um afrikanischen Bauern den Zugang zu Finanzierung zu ermöglichen. Dies wird voraussichtlich zu Investitionen in Höhe von 200 Mio. Euro führen und mehr als 700.000 Haushalten zugutekommen. Auch wird in die Solarenergie in Marokko investiert.

Der Kommissionspräsident wird von Vizepräsident Andrus Ansip, dem für die Europäische Nachbarschaftspolitik und die Erweiterungsverhandlungen zuständigen Kommissionsmitglied Johannes Hahn, dem für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung zuständigen Kommissionsmitglied Neven Mimica, dem für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung zuständigen Kommissionsmitglied Phil Hogan und der für digitale Wirtschaft und Gesellschaft zuständigen Kommission Mariya Gabriel begleitet.

Paul Kagame ist Präsident der Republik von Ruanda und Vorsitzender der Afrikanischen Union für das Jahr 2018. Als Förderer eines afrikanischen digitalen Binnenmarktes betonte er, dass der Weg zu Wohlstand für alle Afrikanerinnen und Afrikaner, insbesondere für junge Menschen, nur über die Ausstattung der afrikanischen Volkswirtschaften mit Technologie und über die Zusammenarbeit mit der afrikanischen Privatwirtschaft führen kann.

Daher haben er und Sebastian Kurz das hochrangige Forum einzuberufen, um europäischen und afrikanischen Staats- und Regierungschefs den Austausch mit Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern global agierender Konzerne, Innovationschampions, Vertreterinnen und Vertretern von Start-ups und anderen relevanten Akteuren zu ermöglichen.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung: Africa-Europe Alliance: first projects kicked off just three months after launch

Factsheet zum Stand des Bündnisses

Hochrangiges Forum  Afrika-Europa

Lage der Union 2018: Auf dem Weg zu einem neuen "afrikanisch-europäischen Bündnis" zur Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen und zur Förderung von Investitionen und Arbeitsplätzen

Pressekontakt: Margot Tuzina, Tel.: +49 (30) 2280 2340

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.