Vertretung in Deutschland

Kanzlerin Merkel und Präsident Juncker debattieren im Europäischen Parlament

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat heute (Dienstag) mit den Abgeordneten des Europäischen Parlaments in Straßburg ihre Vorstellungen zur Zukunft der Europäischen Union debattiert. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker würdigte nach ihrer Rede unter anderem das Bekenntnis der Bundeskanzlerin zur europäischen Solidarität und ihre neuen Ansätze in der Afrika-Politik.

13/11/2018

Merkel habe damit das Herz dessen getroffen, was die Kommission schon vor Jahren vorgeschlagen habe, sagte Juncker. Der Kommissionspräsident würdigte die Entscheidung Merkels, die Grenzen auf der Höhe der Migrationsbewegung im Jahr 2015 offen zu halten: „Die Geschichte wird Ihnen recht geben. Sie hatten Recht, dass Sie die Grenzen nicht geschlossen haben“, unterstrich Juncker.

„Afrika ist ein Problem und ein große Chance für Europa“, sagte Juncker. Nötig sei eine Partnerschaft auf Augenhöhe, da eine gegenseitige Abhängigkeit bestehe, so Juncker weiter.

Beim Thema Brexit bekräftigte er, dass die EU keine Strafaktionen gegen Großbritannien anstrebe. Dass das Land die EU verlasse sei eine Tragödie, aber die EU müsse das Beste daraus machen, so Juncker.

Zum Schluss ermunterte er Merkel, noch etwas stärker die EU unterstützen als sie es bisher schon getan habe.

Bei der heutigen Debatte handelte es sich um die zwölfte Aussprache im Rahmen einer Reihe von Plenardebatten der Abgeordneten mit EU-Staats- und Regierungschefs zur Zukunft Europas.

Weitere Informationen:

Mitschnitte der Antwort von Jean-Claude Juncker und die Rede der Bundeskanzlerin können bei Europe by Satellite (EbS+) abgerufen werden

Pressekontakt: Reinhard Hönighaus, Tel.: +49 (30) 2280-2300

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