Vertretung in Deutschland

Gemeinsame Erklärung zu Cyberangriffen

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, EU-Ratspräsident Donald Tusk und die Hohe Vertreterin / Vizepräsidentin Federica Mogherini haben sich in einer gemeinsamen Erklärung zu einer Reihe von Cyberangriffen geäußert.

04/10/2018

„Im April wurden die Büros der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) in Den Haag von einer feindlichen Cyberoperation des russischen Militärgeheimdienstes (GRU) angegriffen. Dieser Vorgang wurde von den niederländischen Geheimdiensten in Zusammenarbeit mit dem Vereinigten Königreich (UK) unterbrochen.

Darüber hinaus hat die britische Regierung heute darauf hingewiesen, dass sie festgestellt hat, dass eine Reihe von Cyber-Akteuren, von denen bekannt ist, dass sie weltweit Cyberangriffe durchgeführt haben, tatsächlich der russische Geheimdienst (GRU) sind.

Wir bringen ernste Besorgnis über diesen Versuch zum Ausdruck, die Integrität der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), einer angesehenen internationalen Organisation, die in den Niederlanden ansässig ist, zu untergraben. Dieser aggressive Akt zeigte Missachtung des Zwecks der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), die sich im Rahmen eines Mandats der Vereinten Nationen für die weltweite Vernichtung von chemischen Waffen einsetzt.

Wir bedauern solche Aktionen, die das Völkerrecht und die internationalen Institutionen untergraben. Die EU wird die Widerstandsfähigkeit ihrer Institutionen und die ihrer Mitgliedstaaten sowie internationaler Partner und Organisationen im digitalen Bereich weiter stärken.“

Weitere Informationen:

Die gemeinsame Erklärung in englischer Sprache

Pressekontakt: Reinhard Hönighaus, Tel.: +49 (30) 2280-2300

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail  oder telefonisch unter (030) 2280 2900.