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Neue Anleihe aus dem Juncker-Plan für NordLink-Interkonnektor zwischen Deutschland und Norwegen

Die Europäische Investitionsbank (EIB) bekräftigt ihre Unterstützung für den NordLink-Interkonnektor zwischen Deutschland und Norwegen. Nach der Unterzeichnung von Darlehen an TenneT und Statnett im Jahre 2017 hat die EIB nun eine Anleihe von TenneT in Höhe von 100 Mio. Euro gezeichnet, um das Projekt weiter zu unterstützen. Die Finanzierung wird durch den Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) ermöglicht. Er ist das Herzstück des sogenannten "Juncker-Plans", der Investitionsoffensive für Europa. Damit wollen die EIB-Gruppe und die Europäische Kommission die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft weiter ankurbeln.

14/08/2018

TenneT Holding B.V und die EIB haben heute (Dienstag) die Ausstellung von 100 Mio. Euro Hybridkapital durch TenneT (Rating A3/A-) abgeschlossen. Die EIB wird zur Konsolidierung Sicherheiten im Wert von 100 Mio. Euro erwerben und eine einheitliche Ausgabe mit dem Hybrid-Sicherheiten-Programm von TenneT bilden, das am 12. April 2017 gestartet wurde.

Der für die Energieunion zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission, Maroš Šefčovič, erklärte dazu: „Wir brauchen zukunftsorientierte Investitionen in eine moderne Energieinfrastruktur mit adäquaten Verbindungsleitungen, insbesondere um erneuerbare Energien in das Netz zu integrieren. Das Projekt ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Energieversorgungssicherheit und unseres Klimaschutzes. Diese intelligente Kombination von Stromerzeugung aus unterschiedlichen erneuerbaren Energiequellen – Sonnen- und Windenergie in Deutschland und Wasserkraft in Norwegen – unterstreicht unsere feste Entschlossenheit, Millionen von Menschen saubere Energie zu bringen.“

Der EIB-Vizepräsident Ambroise Fayolle kommentierte: „Dieser Interkonnektor ist ein wesentliches Projekt in einer Welt, in der erneuerbare Energien von solcher Wichtigkeit sind. Dieser letzte Schritt vervollständigt die Unterstützung der EIB für dieses Projekt, das genau zu der Art von Projekten gehört, für die die EIB vor sechzig Jahren errichtet wurde. Die Versorgungssicherheit und die effektive Nutzung erneuerbarer Energien hat nach wie vor hohe Priorität für die EIB-Finanzierung und wir sind froh, dass dies vollständig an die Ziele der EFSI anschließt.“

Otto Jager, Kaufmännischer Geschäftsführer von TenneT, fügt hinzu: „Die heutige Transaktion unterstreicht die weitere Vertiefung unserer starken Beziehung zur EIB. Zusätzlich zu den ranghöheren Verpflichtungen von 1,5 Mrd. Euro unterstützt die EIB heute eines der anspruchsvollsten Projekte zur Einrichtung eines vernetztes Markts für erneuerbare Energien in Europa. Wir sind stolz darauf, der erste Aussteller einer Hybridanleihe mit der EIB als Teilhaber zu sein und wir freuen uns, unsere Beziehung mit der EIB in nächster Zeit erweitern zu können.“

Der NordLink-Interkonnektor wird jeweils zu 50 Prozent vom norwegischen Übertragungsnetzbetreiber Statnett und DC Nordseekabel umgesetzt. DC Nordseekabel gehört zu gleichen Teilen TenneT und der deutschen Förderbank KfW und ist auf deutscher Seite für den Bau verantwortlich. Nach Abschluss des Projekts wird eine bipolare Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) Norwegen mit Deutschland durch die Nordsee mit einer Nennleistung von 1400 MW und einer Gesamtlänge von 623 km verbinden. NordLink wird die Diversifizierung und Versorgungssicherheit verbessern sowie die Integration der Strommärkte in beiden Ländern und darüber hinaus zwischen Nordwesteuropa und den skandinavischen Ländern erhöhen. Außerdem wird es als Projekt von gemeinsamem Interesse eingestuft, da es einen vorrangigen Korridor – das Offshore-Netz in den nördlichen Meeren – betrifft.

Über die Investitionsoffensive für Europa

Die Investitionsoffensive für Europa konzentriert sich auf die Stärkung von europäischen Investitionen zur Schaffung von Arbeitsplätzen und Wachstum. Dies erfolgt durch eine intelligentere Nutzung neuer und bestehender finanzieller Ressourcen, die Beseitigung von Investitionshindernissen und die Schaffung von Transparenz und technischer Unterstützung bei Investitionsprojekten. Der Europäische Fonds für strategische Investitionen (EFSI) bildet die zentrale Säule des Juncker-Plans. Der Fonds bietet eine Garantie zur Erstverlustabsicherung und ermöglicht es der EIB damit, in Projekte zu investieren, die mit einem höheren Risiko behaftet sind. Bislang wird erwartet, dass die zur Finanzierung unter EFSI genehmigten Projekte und Vereinbarungen 335 Mrd. Euro an Investitionen und Unterstützung für rund 700.000 kleine und mittlere Unternehmen in allen 28 Mitgliedstaaten mobilisieren werden. Die aktuellsten EFSI-Zahlen per Sektor und Land finden Sie hier oder konsultieren Sie die FAQs.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung "EIB bestätigt erneut Förderung des NordLink-Interkonnektors mit EFSI-Unterstützung"

Pressekontakt: Reinhard Hönighaus , Tel.: +49 (30) 2280-2300 und Claudia Guske , +49 (30) 2280-2190

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail  oder telefonisch unter (030) 2280 2900.