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EU-Hilfe für Griechenland, Schweden und Lettland nach verheerenden Bränden

Im Kampf gegen die verheerenden Brände in Griechenland, Schweden und Lettland hat die EU heute (Dienstag) weitere Unterstützung zugesagt. Griechenland bat die EU gestern Abend um Unterstützung durch das EU-Katastrophenschutzverfahren. Zypern, Spanien und Bulgarien haben umgehend konkrete Hilfsangebote gemacht, darunter Flugzeuge, Feuerwehrleute, Sanitäter und Fahrzeuge. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sprach den Angehörigen und Freunden der Opfer der Waldbränden in Griechenland sein Beileid aus.

24/07/2018

In einem Brief an Premierminister Alexis Tsipras schrieb Juncker: „Schweren Herzens habe ich erfahren, dass viele Menschen bei den verheerenden Bränden in Athen, Griechenland, auf tragische Weise ihr Leben verloren haben. In diesen schwierigen Zeiten stehen wir Seite an Seite mit dem griechischen Volk und den Behörden, und ich würdige die unermüdlichen und mutigen Bemühungen der Rettungskräfte. “

Der für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement zuständige Kommissar Christos Stylianides reist heute nach Athen und wird mit den griechischen Katastrophenschutzbehörden zusammentreffen, um die Hilfe der EU zu koordinieren.

Das von der Europäischen Kommission eingerichtete Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen (Emergency Response Coordination Centre, ERCC) arbeitet rund um die Uhr und steht in ständigem Kontakt mit den zuständigen Behörden.

Schweden wird weiterhin mit Flugzeugen, Feuerwehrleuten und Fahrzeugen unterstützt, die bereits in den betroffenen Gebieten im Einsatz sind. Für Lettland wurde das Kopernikus-Satellitensystem der EU aktiviert, um die nationalen Behörden bei der Notfallkartierung der Risikogebiete zu unterstützen. Die Kommission wird mit den am EU-Katastrophenschutzverfahren beteiligten Staaten in Kontakt bleiben, um jede mögliche weitere Hilfe zu leisten.

Das EU-Katastrophenschutzverfahren erleichtert die Zusammenarbeit von insgesamt 34 europäischen Staaten (28 EU-Mitgliedstaaten, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Island, Norwegen, Montenegro, Serbien und die Türkei) bei der Katastrophenbewältigung. Die Europäische Kommission koordiniert freiwillige Angebote der Teilnehmerstaaten im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens.

Die Kommission hat vorgeschlagen, die Katastrophenschutzmaßnahmen der EU durch rescEU zu stärken. Der rescEU-Vorschlag ist ein zentraler Bestandteil der Agenda von Präsident Juncker für ein Europa, das schützt.

Das Zentrum für die Koordinierung von Notfallmaßnahmen der Kommission überwacht laufend die Gefahr der Waldbrände in ganz Europa.

Weitere Informationen:

Brief von Kommissionspräsident Juncker an den griechischen Premierminister Tsipras

Statement von EU-Kommissar Christos Stylianides

Fragen und Antworten: Wie funktioniert Waldbrandbekämpfung in Europa?

Factsheet zum EU-Katastrophenschutz

Notfalldienst des Kopernikus-Satellitensystems der EU

rescEU: ein neues europäisches System zur Bewältigung von Naturkatastrophen

Foto- und Videomaterial des Zentrums für die Koordination von Notfallmaßnahmen

Pressekontakt: Margot Tuzina, Tel.: +49 (30) 2280 2340

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.