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Flug MH17: EU fordert Mitarbeit Russlands bei der weiteren Aufklärung

Zu dem gestern (Donnerstag) von dem internationalen Ermittlerteam vorgelegten Bericht zum Abschuss der Passagierflugzeugs MH17 über der Ukraine 2014 hat die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Federica Mogherini eine Mitarbeit der Russischen Föderation bei der weiteren Aufklärung gefordert. Die Untersuchung kam zu dem Schluss, dass die BUK-Anlage, mit der der Flug MH17 zum Einsturz gebracht wurde, zweifellos den Streitkräften der Russischen Föderation gehörte.

25/05/2018

In ihre Erklärung sagte Mogherini: „Die Europäische Union bekräftigt ihre uneingeschränkte Unterstützung für die Resolution 2166 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, in der gefordert wird, dass die Verantwortlichen für den Flug MH17 am 17. Juli 2014 zur Rechenschaft gezogen werden und dass alle Staaten uneingeschränkt an den Bemühungen um Rechenschaftspflicht mitwirken.

Am 24. Mai 2018 stellte das Gemeinsame Ermittlungsteam weitere Ergebnisse seiner unabhängigen, professionellen und unparteiischen Untersuchung vor. Sie kam zu dem Schluss, dass die BUK-Anlage, mit der der Flug MH17 zum Einsturz gebracht wurde, zweifellos den Streitkräften der Russischen Föderation gehörte.

Die Europäische Union appelliert an die Russische Föderation, ihre Verantwortung wahrzunehmen und bei allen Bemühungen um Rechenschaftspflicht uneingeschränkt mitzuwirken.“

Bei dem Abschuss des Passagierflugzeugs, das auf dem Weg von Amsterdam in die malaysische Hauptstadt Kuala Lumpur war, wurden 298 Insassen getötet, darunter waren 196 Niederländer.

Weitere Informationen:

Der Wortlaut des Statements von Federica Mogherini

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