Vertretung in Deutschland

Ausnahme von US-Zöllen: EU wird nicht unter Drohungen verhandeln

Die Europäische Kommission hat die Entscheidung der Vereinigten Staaten von Amerika, die Europäische Union bis zum 1. Juni 2018 von Zöllen auf Stahl und Aluminium auszunehmen, zur Kenntnis genommen. „Die US-Entscheidung verlängert die Unsicherheit für die Märkte, die bereits Unternehmensentscheidungen beeinflusst. Die Europäische Union sollte vollständig und dauerhaft von diesen Maßnahmen ausgenommen werden, da sie auf der Grundlage nationaler Sicherheit nicht gerechtfertigt werden können“, erklärte die Kommission gestern (Dienstag). Über weitere Handelsfragen könne nicht unter Drohungen verhandelt werden.

02/05/2018

„Die Überkapazität bei Stahl und Aluminium stammt nicht aus der EU. Im Gegenteil, die EU hat in den vergangenen Monaten versucht, auf allen möglichen Ebenen mit den USA und anderen Partnern eine Lösung für dieses Problem zu finden.

Die Europäische Union hat darüber hinaus dauerhaft Bereitschaft gezeigt, die Fragen des aktuellen Marktzugangs, die auf beiden Seiten bestehen, zu diskutieren, dabei aber klar gemacht, dass sie als langjähriger Partner und Freund der USA nicht unter Drohungen verhandeln wird. Jedes zukünftige transatlantische Arbeitsprogramm muss ausgewogen und von Nutzen für beide Seiten sein.

Die für Handel zuständige EU-Kommissarin Cecilia Malmström stand in den vergangenen Wochen in Kontakt mit dem US-Handelsminister Wilbur Ross und dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer. Diese Gespräche werden fortgeführt.“

Weitere Informationen:

Pressemitteilung: Commission statement following US announcement of an extension until 1 June of the EU's exemption from US tariffs on steel and aluminium imports

Website zum Handel der Europäischen Union mit den Vereinigten Staaten

Pressekontakt: Margot Tuzina, Tel.: +49 (30) 2280 2340

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.