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EU unterstützt Menschen in der Ostukraine mit humanitärer Hilfe

Die Europäische Kommission stellt zur Unterstützung der vom Konflikt in der Ostukraine betroffenen Menschen weitere humanitäre Hilfe in Höhe von 24. Mio. Euro bereit. Dies wurde heute (Mittwoch) auf einer hochrangigen Konferenz der Europäischen Kommission und des Büros der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten in Brüssel bekanntgegeben. Die Konferenz soll das Bewusstsein für die humanitären Folgen des Konflikts in der Ostukraine schärfen.

28/02/2018

Die neue EU-Finanzierung wird dazu beitragen, die Grundbedürfnisse der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen entlang der Kontaktlinie zu befriedigen, auch in den nicht staatlich kontrollierten Gebieten.

Christos Stylianides, EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, sagte anlässlich der Konferenz: „Der vierjährige Konflikt hat die Zivilbevölkerung im Osten der Ukraine enorm belastet. Wir dürfen diese humanitäre Krise unmittelbar vor den Toren der Europäischen Union nicht vergessen. Es ist eine Priorität der EU, allen Menschen in Not zu helfen, wo auch immer sie sich befinden. Dieses neue Hilfepaket ermöglicht lebenswichtige Unterstützung, z. B. in Form von Lebensmittellieferungen, Gesundheitsversorgung und Bildungsmaßnahmen für Kinder.“

Die EU ist zusammen mit ihren Mitgliedstaaten der größte Geber von humanitärer Hilfe, Soforthilfe und Entwicklungshilfe für die Ukraine. Mit der heutigen Ankündigung hat die EU seit Beginn des Konflikts im Jahr 2014 über 677 Mio. Euro bereitgestellt.

Hintergrund

Der Bedarf an humanitärer Hilfe, insbesondere in den nicht von der Regierung kontrollierten Gebieten, nimmt zu, was insbesondere auf die Einschränkung der Arbeit der humanitären Organisationen in diesen Gebieten und die Aussetzung der Zahlung von Sozialleistungen, einschließlich Renten, zurückzuführen ist. Die Versorgung mit lebensnotwendigen Dienstleistungen wie Wasser und Strom wird auf beiden Seiten der Fahrleitung ständig durch willkürliche Beschießung behindert.

Auf der heutigen Konferenz werden Möglichkeiten zur Stärkung der Krisenreaktion erörtert, insbesondere durch eine bessere Verknüpfung von humanitärer Hilfe, frühzeitigem Wiederaufbau und mittel- und langfristigen Reformen zur Verbesserung des sozialen Zusammenhalts und der wirtschaftlichen Entwicklung.

Die EU-Mittel gewährleisten die Bereitstellung von Nahrungsmitteln, Wasser und Gesundheitsversorgung, einschließlich psychosozialer Aktivitäten, lebensnotwendiger Haushaltsgegenstände, Reparaturen von Notunterkünften, Schutz und Bildung für Kinder.

Die EU hat wiederholt ihre Besorgnis über die Verschlechterung der humanitären Lage in der Ostukraine zum Ausdruck gebracht und stets die uneingeschränkte Umsetzung der Minsker Abkommen gefordert. Die EU fordert alle Konfliktparteien nachdrücklich auf, den uneingeschränkten Zugang aller internationalen humanitären Organisationen zu den nichtstaatlichen Kontrollgebieten wiederherzustellen und eine reibungslose und rasche Bereitstellung humanitärer Hilfe im Einklang mit den humanitären Grundsätzen und dem humanitären Völkerrecht zu ermöglichen.

Weitere Informationen:
Factsheet zur Ukraine (Englisch)
Eröffnungsrede und Presseerklärung von Kommissar Stylianides auf der Konferenz

Pressekontakt: Margot Tuzina, Tel.: +49 (30) 2280 2340

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.