Vertretung in Deutschland

Schülerin aus Leverkusen gewinnt beim europäischen Übersetzungswettbewerb

Die deutsche Siegerin des aktuellen Übersetzerwettbewerbs Juvenes Translatores heißt Rebekka Mattes und kommt aus Leverkusen. Sie konnte sich mit ihrer Übersetzung aus dem Ungarischen gegen fast 400 Konkurrentinnen und Konkurrenten aus ganz Deutschland durchsetzen. Die Europäische Kommission hat heute (Freitag) die Gewinnerinnen und Gewinner ihres jährlichen Übersetzungswettbewerbs Juvenes Translatores bekannt gegeben. Insgesamt 28 Sekundarschülerinnen und -schüler, je einer pro Mitgliedstaat, werden am 10. April nach Brüssel eingeladen und dort von dem für Haushalt und Personal zuständigen EU-Kommissar Günther Oettinger ausgezeichnet.

02/02/2018

Die 17-jährige Rebekka Mattes besucht die Marienschule in Leverkusen-Opladen. Da die Strukturen der deutschen und der ungarischen Sprache so unterschiedlich sind, ist eine Übersetzung eine besondere Herausforderung. Rebekka Mattes kann als Gesamtsiegerin zur Preisverleihung nach Brüssel reisen, aber eine Reihe anderer deutscher Schülerinnen und Schüler, die herausragende Übersetzungen abgeliefert haben, erhalten in den nächsten Tagen noch spezielle Auszeichnungen für ihre Leistung.

Hintergrund

Der Wettbewerb „Juvenes Translatores“ (Lateinisch für „junge Übersetzer“) wird seit 2007 alljährlich von der Generaldirektion Übersetzung der Europäischen Kommission ausgerichtet. Er soll das Erlernen von Fremdsprachen in der Schule fördern und jungen Menschen einen Eindruck von der Tätigkeit des Übersetzens vermitteln. Der Wettbewerb richtet sich an 17-jährige Sekundarschülerinnen und -schüler und findet zeitgleich an allen ausgewählten Schulen europaweit statt. Inspiriert durch den Wettbewerb haben sich einige ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu entschlossen, Fremdsprachen an der Universität zu studieren und das Übersetzen zu ihrem Beruf zu machen.

2017 haben mehr als 3300 Schülerinnen und Schüler aus der ganzen EU teilgenommen und dafür einen Text zum 60. Jahrestag der Gründung der Europäischen Union übersetzt. 552 mögliche Kombinationen von zwei der 24 EU-Amtssprachen standen für die Übersetzungen zur Wahl. Die Teilnehmenden entschieden sich für insgesamt 144 Sprachkombinationen und übersetzten beispielsweise aus dem Polnischen ins Finnische, aus dem Tschechischen ins Griechische – oder eben aus dem Ungarischen ins Deutsche! Alle Gewinnerinnen und Gewinner hatten dabei entweder in die Sprache, die sie am besten beherrschen, oder in ihre Muttersprache übersetzt, so wie dies auch die Übersetzerinnen und Übersetzer der EU-Institutionen tun.

Die Übersetzung bzw. Mehrsprachigkeit gehört von Beginn an zur EU und war 1958 Gegenstand der allerersten Verordnung.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung: Juvenes Translatores: Bekanntgabe der diesjährigen Gewinnerinnen und Gewinner des Übersetzungswettbewerbs der Europäischen Kommission für die Sekundarstufe

Website Juvenes Translatores

Pressekontakt: Gabriele Imhoff, Tel.: +49 (30) 2280-2820

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.